Fahrbericht Mazda CX-7
Schnittiger CX-7

Erst jetzt wird der Mazda CX-7 dank Dieselmotor zum interessanten Tiguan–Rivalen. Dafür ist der Diesel besonders sauber. Die 173 PS aus knapp 2,2 Liter Hubraum sorgen für wirklich angemessene Fahrleistungen.
- Thomas Rönnberg
In seinem ersten Leben, seit seiner Markteinführung vor knapp drei Jahren, war der CX-7 ein Crossover für sehr sportliche Fahrer. Mazda bot ihn nur mit dem 260-PS-Benziner und einer luxuriösen Ausstattung an und stimmte das Fahrwerk bockhart ab, um ein knackiges Fahrgefühl zu erreichen. In Anbetracht dieser Handikaps verkaufte sich der CX-7 gar nicht einmal so schlecht. Doch als echten Konkurrenten in der beliebten Tiguan-Klasse nahm ihn kaum jemand ernst – es fehlte der Diesel.
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Im Zuge einer Modellüberarbeitung, die ein dezentes Facelift innen wie außen umfasst – die Amerikaner würden es als "minor change", kleinere Veränderung bezeichnen –, kommt nun der ersehnte Selbstzünder. Und er kommt zum Kampfpreis: Weil es den Diesel noch in zwei weiteren Ausstattungslinien unterhalb der für den Benziner obligatorischen Topversion gibt, liegt der Basispreis unter der 30.000er-Grenze – also auf Tiguan-Niveau. Direkt daneben gestellt, spielt der Mazda seine größte Stärke aus: Er bietet stattliche 4,70 m Auto und stößt auch mit seiner großzügigen Breite schon in die nächsthöhere Klasse vor. Im Innen- und Kofferraum kann er allerdings nicht mit Mitsubishi Outlander & Co mithalten. Fahrer und Beifahrer haben zwar reichlich Bewegungsfreiheitzahlt. Für 1600 Euro mehr erhält man die mittlere Version Center-Line – unter anderem mit mp3-fähigem CD-Wechsler, Licht- und Regen- Sensor, Rückfahrkamera und Reifendrucküberwachung.
Das serienmäßige ESP ist weiterhin dynamisch abgestimmt

Bild: Werk
173 PS aus 2,2 Liter Hubraum
Der Dieselmotor steht nicht im Widerspruch dazu. Natürlich bietet er nicht das beinahe zornige Temperament des Turbobenziners – schließlich fehlen ihm dazu fast 90 PS. Doch die 173 PS aus knapp 2,2 Liter Hubraum sorgen für wirklich angemessene Fahrleistungen. Die Kraftentfaltung entspricht dem bei heutigen Turbodieseln gängigen Muster: Nach Überwindung einer kurzen Verzögerung reagiert der recht kultiviert laufende Vierzylinder mit kräftigem Schub auf Gasbefehle: Subjektiv würde man die Beschleunigung auf 100 km/h besser einschätzen als die vom Werk angegebenen 11,3 Sekunden. Die angegebene Spitze von 200 km/h ist glaubhaft und liegt auf Klassenniveau. Schlechter als der Durchschnitt schneidet der Mazda beim Normverbrauch und der sich daraus ergebenden CO2-Emission ab: 199 g/km liegen auf dem Niveau eines Audi Q5 V6 TDI und bewirken eine Kfz-Steuer von 367 Euro.
Der Mazda CX-7 erfüllt "nur" die aktuelle Euro 5-Norm

Bild: Werk
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