Fahrbericht Tesla Roadster
Ein elektrisierendes Erlebnis

Dem Tesla Roadster gelingt der Spagat zwischen Öko-Anspruch und Fahrspaß. Trotz der Faszination bleiben aber leichte Zweifel an der Technik.
Öko-Fahrspaß aus dem Silicon Valley
Spontan: wie in einem großen, ferngesteuerten Spielzeugauto. Der nächste Eindruck: Du kannst den Wind, die Reifen, irgendwie sogar die Elektrizität hören. Und plötzlich der Gedanke: In deinem Nacken sitzen 6831 Akkus, von denen es heißt, sie seien leicht entzündlich und würden auch gern mal explodieren. Über 100 Meilen zeigt der Tacho, 160 km/h. Doch die Bedenken verfliegen mit der faszinierenden Vorstellung, gerade in einer automobilen Revolution zu sitzen. Darryl guckt rüber und fragt leise, aber deutlich: "Cool, oder?"
Tesla will das Autofahren verändern

Der Tesla Roadster ist eine Antwort mit 248 PS. Eine Antwort auf das Vorurteil, Öko-Autos – und besonders reine Elektro-Fahrzeuge – müssten per se klein und langsam sein und komisch aussehen. Der Tesla, in dessen Heck ein von Nikola Tesla entwickelter Drehstrommotor sitzt, wartet mit Werksangaben auf, die man einfach so glauben kann – aber besser am eigenen Leib erfährt. Die wichtigsten: 248 PS, von null auf 100 in gut vier Sekunden, bis zu 210 km/h schnell, Energie für bis zu 400 Kilometer, Ladezeit: nie mehr als dreieinhalb Stunden. Eigentlich kaum zu glauben.
Ein Fahrerlebnis wie im Slotcar

Lithium-Ionen-Akkus überhitzen gern

Technische Daten, Fahrleistungen und Preis
Fachleute warnen: Mit dieser Technik ist nicht zu spaßen. Trotzdem planen auch Toyota für den nächsten Prius und Mercedes für die Mild-Hybrid-S-Klasse, die Mini-Kraftwerke zu verwenden. Eberhard und sein Team wollen die Gefahr gebannt haben, indem sie jede der aus Taiwan stammenden Zellen ummanteln und einen Kühlkreislauf einbauen. "Kann gar nichts passieren", sagt Darryl, als er bergauf Gas gibt, und der Beifahrer in den Sitz gedrückt wird. Scheinbar ohne jeglichen Kraftverlust schießt der Roadster lautlos an den konsternierten Kaliforniern vorbei. Die Kombination aus Geschwindigkeit und Geräuschlosigkeit ist ein elektrisierendes Erlebnis.
Leere Akkus drücken auf die Spaßbremse

Wir wollen Big Boys werden

Fazit von AUTO BILD-Redakteur Hauke Schrieber:
Tesla ist Faszination, nicht Revolution. Dazu vertraue ich der Technik noch nicht völlig. Aber dieser Roadster kann der Anfang einer neuen E-Poche sein. Er stößt kein CO2 aus, dafür aber reichlich KF2 – ein Atom Klimaschutz, zwei Atome Fahrspaß.
Technische Daten Drehstrommotor, hinten eingebaut • Energiespeicher 6831 Lithium-Ionen-Akkus • maximale Aufladezeit 3,5 Stunden • maximale Reichweite 400 km • Lebensdauer der Akkus mindestens 160.000 km • Leistung 183 kW (248 PS) • maximales Drehmoment 260 Nm • Hinterradantrieb • sequenzielles Zweigang-Getriebe • Reifen vorn 175/55 R 16; hinten 255/45 R 17 • Länge/Breite/Höhe 3946/1873/1127 mm • Radstand 2352 mm • Leergewicht 1140 kg • Beschleunigung 0–100 km/h in 4,2 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit 210 km/h • Preis: circa 75.300 Euro
Technische Daten Drehstrommotor, hinten eingebaut • Energiespeicher 6831 Lithium-Ionen-Akkus • maximale Aufladezeit 3,5 Stunden • maximale Reichweite 400 km • Lebensdauer der Akkus mindestens 160.000 km • Leistung 183 kW (248 PS) • maximales Drehmoment 260 Nm • Hinterradantrieb • sequenzielles Zweigang-Getriebe • Reifen vorn 175/55 R 16; hinten 255/45 R 17 • Länge/Breite/Höhe 3946/1873/1127 mm • Radstand 2352 mm • Leergewicht 1140 kg • Beschleunigung 0–100 km/h in 4,2 Sekunden • Höchstgeschwindigkeit 210 km/h • Preis: circa 75.300 Euro
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