Fahrerschutz-Versicherung

Fahrerschutz-Versicherung

Die Vollkasko für den Fahrer

Wer einen Unfall verursacht und sich dabei selbst verletzt, kann nicht auf Schadenersatz von der Kfz-Haftpflicht hoffen. Diese Versorgungslücke schließt der Fahrerschutz. Doch lohnt sich das überhaupt?
Wer mit seinem Auto einen Unfall verursacht, kann sich auf seine Haftpflichtversicherung verlassen: Schäden am gegnerischen Auto, kaputte Straßenlaternen oder Zäune und vor allem Personenschäden werden von der Versicherung übernommen. Nur: Wer selbst bei einem von sich verschuldeten Unfall verletzt wird, geht leer aus. Schließen lässt sich diese Lücke in der Haftpflichtversicherung mit einer Fahrerschutz-Versicherung.

Was deckt die Fahrerschutz-Versicherung ab?

Die Fahrerschutz-Versicherung ist ein Baustein der Insassen-Unfall-Versicherung und ein Zusatz zur Kfz-Versicherung. Sie gilt für alle berechtigen Fahrer des Fahrzeugs – das kann je nach Vertrag nur der Versicherungsnehmer sein oder aber auch Ehepartner, Kinder oder sogar jedermann. Manche Versicherungen akzeptieren allerdings nur Fahrer ab einen bestimmten Alter – häufig erst ab 23 Jahren. Über den Fahrerschutz lässt sich folgendes abrechnen:
• Schmerzensgeld
• ein möglicher Verdienstausfall aufgrund des Unfalls
• eine nach dem Unfall benötige Haushaltshilfe
• behindertengerechte Umbaumaßnahmen
• Hinterbliebenenrente
Die genaue Ausgestaltung des Leistungsumfangs ist wie so oft wieder von der jeweiligen Versicherung abhängig. Das Gute: Der Fahrerschutz greift auch ein, wenn es keinen Unfallgegner gibt, man sich  beispielsweise bei einem Wildunfall verletzt. Und wie generell üblich greift der Versicherungsschutz nur, wenn der Unfall nicht vorsätzlich herbeigeführt wurde und der Fahrer nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand.

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Wie hoch ist die Deckungssumme?

Eine gesetzlich festgelegte Deckungssumme gibt es beim Fahrerschutz nicht, viele Versicherungen zeigen sich aber relativ großzügig und übernehmen Kosten von bis zu 15 Millionen Euro oder mehr. Allerdings sollten die Vertragsbedingungen vor Abschluss genau durchgelesen werden, denn manche Versicherer schränken ihre Leistungen stark ein – zum Beispiel maximal 500 Euro pro Monat für eine Haushaltshilfe – und zahlen eventuell nur bei einem stationären Krankenhausaufenthalt. Außerdem gilt: Bei vorsätzlich oder unter Einfluss von Drogen oder Alkohol herbeigeführten Unfällen erfolgt keine Entschädigung. 

Wie viel kostet der Fahrerschutz?

Die Fahrerschutz-Versicherung kann nur zusätzlich zur Kfz-Versicherung und bei der gleichen Versicherungs-Gesellschaft abgeschlossen werden. Die Kosten dafür sind allerdings verhältnismäßig gering. In der Regel geht man von rund zehn Prozent der Versicherungsprämie aus, üblicherweise wird also ein Beitrag zwischen 20 und 50 Euro pro Jahr fällig. In Anbetracht der oft hohen Folgekosten eines Unfalls ist der Fahrerschutz durchaus eine Überlegung wert.

Wo ist der Unterschied zur Unfallversicherung?

Viele Fahrer sind der Meinung, mit einer Unfallversicherung ausreichend abgesichert zu sein. Prinzipiell übernimmt auch die Unfallversicherung viele Kosten, allerdings sind hier die Bedingungen oft deutlich strenger. Manche Gesellschaften zahlen zum Beispiel nur ab einem bestimmten Invaliditätsgrad. Ob sich bei einer bestehenden Unfallversicherung ein zusätzlicher Fahrerschutz lohnt, hängt also von den konkreten Bedingungen im jeweiligen Vertrag ab, und sollte aufgrund mangelnder einheitlicher Regelungen auf jeden Fall mit der eigenen Versicherung abgeklärt werden! 
 
Anders als die Unfallversicherung zahlt die Fahrerschutz-Versicherung allerdings immer nur nachrangig, also wenn kein anderer für den Schaden aufkommt. Die Höhe des Schadensersatzes richtet sich außerdem nach den persönlichen Verhältnissen vor allem dem Einkommen. Die Unfallversicherung zahlt dagegen in der Regel eine feste Summe aus.

Hat der Fahrerschutz Einfluss auf den Schadenfreiheitsrabatt?

Kommt der Fahrer bei einem selbstverschuldetem Unfall zu Schaden und wird die Fahrerschutz-Versicherung in Anspruch genommen, so wirkt sich das nicht auf den Schadenfreiheitsrabatt der Haftpflichtversicherung aus. In der Regel wird bei einem Unfall aber immer noch ein anderes Auto oder sonstiges fremdes Eigentum beschädigt, und die Haftpflichtversicherung muss entsprechenden Ersatz leisten. Dadurch verschlechtert sich dann natürlich der Schadenfreiheitsrabatt.

Wer sollte eine Fahrerschutz-Versicherung abschließen?

Prinzipiell lohnt sich eine Fahrerschutz-Versicherung immer, zumal die fälligen Gebühren üblicherweise den Geldbeutel nicht sonderlich belasten. Vor allem Personen, die keine sonstige Absicherung haben, sollten ernsthaft über die Fahrerschutz-Versicherung nachdenken. Wer dagegen schon eine Unfallversicherung hat, sollte sich die jeweiligen Vertragsbedingungen im Detail anschauen und sich eingehend beraten lassen, ob eine zusätzliche Fahrerschutz-Versicherung überhaupt noch weitere Vorteile bringt.

Autor: Michael Gebhardt

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