Fehlerhafte Blitzer
Jede zehnte Messung ist falsch

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Blitzer in Deutschland machen sich häufig ein falsches Bild von vermeintlichen Temposündern. AUTO BILD zeigt: Die Fehlerquote liegt bei zehn Prozent, oft lohnt sich ein Einspruch.
Viele Radaranlagen blitzen Autofahrer zu Unrecht. "Bis zu zehn Prozent aller Geschwindigkeitsmessungen haben Fehler, die zum Teil auch die Messwertergebnisse selbst betreffen", sagt der Verkehrs-Sachverständige Roland Bladt gegenüber AUTO BILD (Heft 49/2013). Etwa 300 Gutachten erstellt Bladt pro Jahr im Auftrag von Gerichten. Auch Hans-Peter Grün, ebenfalls Sachverständiger, sind bei Blitzern auf den deutschen Straßen "massive Hinweise auf unklare Messergebnisse aufgefallen". Aufgrund falsch aufgebauter Geräte, ungeeigneter Messstellen und fehlerhafter Auswertungen würden täglich unberechtigte Bußgeldbescheide verschickt.
Superblitzer: Zweifel an Messergebnissen

"Bis zu zehn Prozent aller Messungen haben Fehler", sagt der Sachverständige Roland Bladt.
Bild: Werk
Urteil: Unscharfes Foto ist kein Beweis
AUTO BILD rät: Wer sich zu Unrecht geblitzt fühlt, sollte sich einen Anwalt nehmen. Denn nur der hat Akteneinsicht, kann also das Beweisfoto und weitere Unterlagen wie das Messprotokoll einsehen. Finden sich Anhaltspunkte für einen oder gleich mehrere Fehler, kann der Anwalt Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen – und es kann zu einer Verhandlung vor Gericht kommen.
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Bild: Auto Bild
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