Fiat 500: Preis, Gebrauchtwagen

Kaufberatung Fiat 500

Fiat 500: Preis, Gebrauchtwagen

Süßer Kleiner mit wenig Kilometern

Der Fiat 500 ist beliebt und weckt Sympathien, aber braucht mit den Jahren Zuwendung. Die hat dieses gebrauchte Exemplar noch nicht nötig, es ist wenig gelaufen. Worauf man beim Kauf achten sollte.
Der Fiat 500 war ein Glücksgriff für die Marke: Als Retroversion des klassischen Fiat 500 transportiert der süße Kleine ein lebenslustiges Image, löst ein Haben-wollen-Gefühl aus und verkauft sich seit der Markteinführung 2007 gut. In Fulda wird gerade ein gebrauchter, unfallfreier Fiat 500 1.2 8V Lounge in Lichtrün mit 26.050 Kilometern für 8990 Euro angeboten, ein Auto der 2. Generation. Zwar schneidet der Fiat 500 im Gebrauchtwagentest und beim TÜV gelegentlich nicht allzu gut ab, dafür ist bei diesem Auto eine Gebrauchtwagengarantie im Preis enthalten.

Lebensgefühl trifft auf Stadtauto-Qualitäten

Der Innenraum des Fiat ist optisch eine Wucht, aber er ist empfindlich. Schalter können einfach mal abfallen.

Optisch macht dem Fiat 500 so schnell keiner was vor. Beim Design ist der Kleine außen wie innen rundum gelungen. Das Gesamtkonzept stimmt, die Details auch. Und zwar so sehr, dass Fiat beim Facelift 2013 nur Kleinigkeiten änderte. Der TwinAir-Turbo, der seit 2010 zu haben ist, kann viel mehr als nur als Reminiszenz an den Zweizylinder des Fiat Nuova 500 aus den 60er/70er Jahren dienen. Der Motor ist modern konstruiert und holt 85 bis 105 PS aus seinen 875 Kubikzentimetern Hubraum. Das ist mehr als genug Vortrieb für den rund eine Tonne schweren 500er. Die Auswahl bei den Antrieben ist erfreulich groß. Diesel, Benziner, Fiat 500 mit Gasantrieb und den Fiat 500e bauen die Italiener, auch wenn es den 2013 eingeführten Elektro-500er bei uns nur via Import gibt. Wer es besonders heiß mag, greift zum 190 PS starken Abarth 695 Biposto. Im Innenraum geht es licht und freundlich zu. Zahlreiche Sondermodelle locken mit jeder Menger schicker Details. Zur edlen Lounge-Ausstattung gehören unter anderem Teilledersitze, Aluräder und eine Klimaanlage. Dank seiner Kürze von 3,55 Metern wuselt der Fiat 500 zudem locker durch den Stadtverkehr.

Diese Probleme gibt's beim TÜV

Wer sich einen fast neuen Fiat 500 kauft, sollte um die Schwachstellen des Modells wissen, und welche Reparaturen anstehen könnten. Denn der TÜV  moniert beim Fiat 500 häufig die Achsaufhängung und die Leuchtweitenregulierung der Scheinwerfer. Die Funktion von Fuß- und Feststellbremse lässt im Alter nach, Bremsscheiben und Bremsschläuche bekommen oft schon bei der zweiten HU Kritik. Ein weiteres Problem des Fiat 500, vor allem bei älteren, ist Rost am Auspuff. Leuchtet die Motorkontrollleuchte, ist schnell die nächste AU in Gefahr. Obendrauf kommen gerade bei Modellen der 1. Generation Probleme mit Ölverlust am Antrieb. Die Qualität könnte insgesamt besser sein. Das Cockpit ist schön, aber auch empfindlich. Ähnliches gilt für den Stoßstangenchrom, der abbröckeln kann. Die aus Plastik gefertigten Türgriffe brechen bei manchen Autos. Radlager müssen öfter getauscht werden. Der ADAC notiert Kühlmittel-Überhitzungen, einige Autos mit 1.2-Liter Motor bekommen Kaltstartprobleme. Die Sitze sehen komfortabler aus, als sie sind. Von der Konstruktion nerven das hoppelige Fahrwerk und der große Wendekreis, wenn die Kurven eng werden und der Straßenbelag schlecht ist. Wer diese Punkte beherzigt, und in die Wartung des Fiat 500 investiert, kann mit ihm gut fahren.
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.