Fiat Fullback (2016): Fahrbericht
Italo-Pick-up mit asiatischen Wurzeln

Fiat steigt mit dem Fullback in den Pick-up-Markt ein. Welche Technik hinter der Fiat-Nase steckt und wie sich der Lastenesel fährt, zeigt der Fahrbericht.
- Thomas Rönnberg
Gut getarnter Italo-Pick-up: Die geänderte Nase mit anderem Grill, Fiat-Logos und die modifizierte Schürze verschleiern es ein bisschen. Doch in der Seitenansicht mit der charakteristischen geschwungenen Fuge zwischen Fahrerhaus und Ladefläche ist gleich klar: Hier steht nichts anderes als ein Mitsubishi L 200 vor uns. Italienisch ist gar nichts am neuen Fiat Fullback: Gebaut wird er wie sein Bruder mit den drei Diamanten im Grill in Thailand – und auch die gesamte Technik stammt von Mitsubishi. Und das ist gut so.
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Dank permanent nutzbarem Allradantrieb und Geländeuntersetzung kommt der Fullback mit grobem Geläuf klar.
Bild: Werk
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Nehmerqualitäten statt samtiger Komfort
Das Fahrwerk ist mit robustem Rahmen und hinterer Blattfeder-Starrachse eher auf Nehmerqualitäten als auf samtigen Komfort ausgerichtet. Man könnte das stramme Verhalten der Federung wohlwollend als direkten Fahrbahnkontakt bezeichnen. Automobile Gourmets würden es schlicht als bockig bezeichnen, wenn die Ladefläche leer ist. Für Handling-Fans ist solch ein Pick-up auch nicht das Richtige: Die Lenkung erfordert Kurbelei in engen Kehren und beim Rangieren. Hier fordert der Fullback gewiss nicht zum Rasen auf. Aber er fährt sicher und ohne Tücke. Ob man den Pick-up nun als Fiat oder als Original-Mitsubishi kauft, bleibt eine Sache der persönlichen Markenpräferenz oder des verfügbaren Händlers. Der Fullback hat gegenüber dem L200 weder Vor- noch Nachteile; und selbst beim Preis (Fullback: ab 33.915 Euro) liegen beide fast gleichauf.
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