Ford-Boss verblüfft mit Mega-Lob für Konkurrenz
Xiaomi Speed Ultra 7: Das steckt hinter den Worten von Jim Farley

Ford-CEO Jim Farley lobt das Xiaomi Speed Ultra 7 in höchsten Tönen und fährt es sogar selbst. Das hat einen Grund.
Bild: Xiaomi
Dass ein Firmenchef die eigenen Produkte über den grünen Klee lobt, ist keine Überraschung. Vielmehr ist es richtig und logisch, dass er das macht, schließlich sollte er nicht nur davon zu 100 Prozent überzeugt sein, sondern diese Überzeugung auch nach außen tragen.
Dass der Boss dann aber die Konkurrenz lobt, ist zumindest ungewöhnlich. Und dass Ford-CEO Jim Farley sogar einen Wagen der Konkurrenz fährt, ist noch seltsamer. Doch genau das hat Farley jetzt offenbart.
Farley begeistert von der Konkurrenz
Er fährt seit einem halben Jahr den Xiaomi Speed Ultra 7 – und will diese auch nicht mehr abgeben.
"Ich spreche nicht gerne über die Konkurrenz, aber ich fahre den Xiaomi", sagte Farley im "The Fully Charged Podcast" zum britischen Moderator Robert Llewellyn.
"Wir haben eines von Shanghai nach Chicago geflogen, und ich fahre es jetzt seit sechs Monaten, und ich möchte es nicht mehr hergeben", fuhr Farley fort. Der SU7 ist Xiaomis erstes Elektrofahrzeug. Drei Versionen gibt es: SU7, SU7 Pro und SU7 Max. Welche Version er fährt, verrät er nicht.
Dafür aber, dass er für den chinesischen Technologieriesen viel übrighat. "Es ist fantastisch. Sie verkaufen 10.000 bis 20.000 pro Monat. Sie sind für sechs Monate ausverkauft", sagte Farley und lobt Xiaomi als "Branchenriese und Verbrauchermarke, die viel stärker ist als Autofirmen". Xiaomi hat im letzten Quartal 27.307 SU7-Modelle ausgeliefert. Das SU7 gibt es nur in China und ab etwa 30.000 US-Dollar.
Jede Menge Wirbel
Die Worte sorgten natürlich für jede Menge Wirbel. Zwei Tage nach der Ausstrahlung des Podcasts sorgte Farley selbst für etwas mehr Kontext.
"Ich versuche, alles zu fahren, mit dem wir konkurrieren. Das habe ich meine ganze Karriere lang gemacht", schrieb Farley auf X. "Technische Daten können einen Teil der Geschichte erzählen, aber man muss sich selbst hinters Steuer setzen, um die Konkurrenz wirklich zu verstehen und zu schlagen", fügte Farley hinzu.
Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich Farley zur Elektro-Konkurrenz aus China äußerte. Nach einem Besuch in China im Mai sagte Farley einem Vorstandsmitglied von Ford, dass die chinesische Autoindustrie eine "existenzielle Bedrohung" darstelle, wie das Wall Street Journal berichtete.
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