Ford Edge im Test

Ford Edge (2018): Test

Ein Ford für alle Fälle

Dieses Facelift lohnt sich: Der Ford Edge wird attraktiver – sowohl optisch als auch technisch. AUTO BILD hat den großen Bruder des Kuga schon ausprobiert.
Nein, er heißt nicht Ätsch, auch wenn Edge (englisch für Kante) in etwa so ausgesprochen wird. Und es gibt auch gar keinen Grund für diese mehr oder wenige ulkige Verballhornung. Der große Bruder des erfolgreichen Kuga wird in Kanada produziert und bekommt dort eigens für Europa deutsche Motoren eingepflanzt. Ein Verkaufsrenner ist der Edge bei uns trotzdem nicht, eher ein Geheimtipp.

Die Bezeichnung Diesel benutzt Ford nur im Kleingedruckten

Stark: Der saubere Turbodiesel leistet 238 PS – und versteckt sich verschämt hinter dem Namen "EcoBlue".

Ob's daran liegt, dass er charakterlich auf den US-Geschmack zielt, in Europa dennoch ausschließlich als Diesel angeboten wird – bisher schon und auch weiterhin? Egal, die Entscheidung für den Diesel ist mit Sicherheit richtig, wenn auch überraschend angesichts der derzeitigen Diesel-Kritik auf breiter Front. Ford nennt den Zweiliter-Vierzylinder jetzt verschämt "EcoBlue", das Wort Diesel findet sich nur im Kleingedruckten der Preisliste. Viel wichtiger aber, dass die Maschine nach Euro 6d-Temp sauber atmet und stärker sowie noch leiser auftritt, als sie es bisher schon tat. Auch ein Verdienst der neuen Automatik: Ford sagt tschöö zum bisherigen Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen. Der 238 PS starke Edge (es gibt ihn auch mit 190 PS und Sechs-Gang-Schaltung) vertraut jetzt auf eine neue Achtstufen-Wandlerautomatik.

Mit der neuen Automatik wird der Edge sparsam und komfortabel

Gut: Die neue Automatik senkt das Drehzalniveau und den Verbrauch des modellgepflegten Ford Edge.

Und der fühlt man ihre Herkunft aus den USA nicht an; sie schaltet präzise und sanft wie die Automaten der deutschen Nobelhersteller; sie reagiert spontan auf Kickdown-Befehle, erlaubt aber auch zügige und ruhige Fahrt mit lässig niedriger Motordrehzahl. Das senkt nicht nur den Durst – bei unseren ersten Testfahrten im winterlichen Schweden pendelte die Verbrauchsanzeige tatsächlich im Bereich des Normverbrauchs um sieben Liter – das drückt vor allem auch das Geräuschniveau.  Die Winterreifen des Testwagens waren jedenfalls stets lauter als der Motor, nur beim vollen Beschleunigen drängt sich der Selbstzünder in den Vordergrund. Das passt gut zum gehobenen Komforteindruck, der beim starken Diesel mit Automatik aber auch über 50.000 Euro kostet.
Das Modellprogramm wurde um die sportlich angehauchte ST-Line erweitert. Die unterscheidet sich technisch nicht von der luxusbetonten Topversion Vignale, die das Sechseckmuster des Kühlergrills auch in der Steppung der beheiz- und belüftbaren Ledersitze aufnimmt. Darunter liegt der Titanium, die Basis Trend gibt es nur mit 190 PS und Handschaltung.
Technische Daten Ford Edge 2.0 EcoBlue Bi-Turbo 4x4: • Motor: Vierzylinder, Turbodiesel, vorn quer • Hubraum: 1996 cm³ • Leistung: 175 kW (238 PS) bei 4000/min • max. Drehmoment: 500 Nm bei 2000/min • Antrieb: Allrad, Achtstufen-Automatik • Länge/Breite/Höhe: 4834/1928/1742 mm • Leergewicht: 2116 kg • Kofferraum: 602–1847 l • 0–100 km/h: 9,6 s Vmax: 216 km/h • Verbrauch: 6,7–7,2 l Diesel • Abgas CO2: 175–187 g/km • Preis: ab 51.200 Euro

Thomas Rönnberg

Fazit

Dieses Facelift tut dem Edge ausgesprochen gut. Die feineren Innenraum-Materialien lassen ihn edler wirken, der Antrieb gefällt. Ein wilder Macho ist er weiterhin nicht – eher ein Crossover zwischen SUV und Minivan.
AUTO BILD-Testnote: 2

Stichworte:

SUV

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