Ford verpasst dem F-150 ein umfangreiches Facelift. Die Optik wird dabei nur leicht angepasst. Ein neues Scheinwerfer-Design, optional in Voll-LED, eine überarbeitete Motor-Haube mit Power-Domes, neue Schürzen und elf verschiedene Grill-Designs, je nach Ausstattung und Kundenwunsch, müssen reichen. Um den Pick-up etwas sparsamer zu machen, wurde außerdem Wert auf weniger Luftwiderstand gelegt und das Auto beispielsweise mit aktiven Klappen im Grill ausgestattet.

Neuer Innenraum mit großem Bildschirm

Komplett neu ist der Innenraum. Dort gibt es jetzt ein riesiges 12-Zoll-Display für das Infotainment, das sich auch splitten lässt. Somit lassen sich beispielsweise Playlist und Navigation nebeneinander anzeigen und bedienen. Den großen Bildschirm gibt es allerdings nur in den höheren Ausstattungen, serienmäßig ist ein acht Zoll großer Touchscreen an Bord.
Fords Pick-up F-150 kann künftig autonom fahren
Im neuen Innenraum fallen das große Zentraldisplay und der digitale Tacho auf.
Auch der Tacho des F-150-Facelifts ist nun digital und hält spezielle Grafiken und Animationen für den Pick-up bereit. Die Software hinter dem Infotainment ist das aktuelle Sync 4-System von Ford. Damit lassen sich viele Funktionen auch per Sprachsteuerung bedienen, außerdem bietet es Echtzeit-Navigation und eigene Apps wie Ford+Alexa und wird drahtlos upgedatet. Smartphones lassen sich jetzt kabellos per Apple CarPlay und Android Auto verbinden. Über die FordPass-App können F-150-Besitzer ihr Auto außerdem per Smartphone abschließen, die Scheinwerfer einzeln einschalten, um bestimmte Bereiche auszuleuchten oder einen Alarm einstellen, falls jemand den Anhänger stehlen will.

F-150 kann autonom fahren

Besonders interessant ist eins der neuen Assistenzsysteme. Denn neben erwartbaren Features wie einem Anhängerassistenten, der die Kameras nutzt und grafische Hilfestellung zum Einparken gibt, kann der F-150 in Nordamerika ab Ende 2021 auch auf einigen Highways autonom fahren. Auf den entsprechenden Straßen darf der Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen, muss aber auf den Verkehr achten. Das wird von Kameras überwacht. Das Facelift kommt außerdem mit einem integrierten Generator. Der leistet bei den Benzinern zwei kW, beim Hybrid sind es 2,4 kW oder 7,2 kW gegen Aufpreis. Steckdosen mit 120 Volt und 20 Ampere befinden sich in der Kabine und an der Seitenwand der Ladefläche. Der Generator kann auch während der Fahrt genutzt werden, um beispielsweise Akkus aufzuladen.

Zum ersten Mal als Hybrid

Fords Pick-up F-150 kann künftig autonom fahren
Zum ersten Mal gibt es den Pick-up auch mit Hybridantrieb. Der basiert auf einem V6-Motor.
Ganz neu ist auch ein Hybridantrieb. Dabei handelt es sich um einen 3,5-Liter-V6 mit 48 PS starkem Elektromotor in der Zehngang-Automatik. Die Batterie speichert 1,5 kWh. Über die Leistung schweigt Ford noch, verspricht aber, dass der Pick-up so bis zu 5,4 Tonnen ziehen kann und eine Tankfüllung über 1100 Kilometer weit reicht. Außerdem soll der F-150 als Hybrid spezielle Fahrmodi, unter anderem zum Abschleppen, haben. Konventionelle V6-Motoren in verschiedenen Leistungsstufen wird es aber auch weiterhin geben. Der Marktstart für den Ford F-150 ist im Herbst 2020, zu den Preisen macht Ford noch keine Angaben.

Von

Katharina Berndt