Ford Mondeo Facelift
Der Mondeo lebt!

Der neue Ford Mondeo startet mit frischem Design, moderner Technik und starkem Motorenportfolio durch — zumindest in China.
Bild: Ford
Während bei uns längst die letzten Exemplare vom Band gelaufen sind, feiert der Ford Mondeo in Fernost ein überraschendes Comeback. Mit dem Modelljahr 2026 erhält der chinesische Mondeo ein umfangreiches Facelift und zeigt, wie viel frischer Wind in einer etablierten Limousine stecken kann.
Seit seiner Einführung 1993 war der Ford Mondeo über fünf Generationen hinweg bis 2022 ein fester Bestandteil des europäischen Modellprogramms. In den USA verschwand das Mittelklassemodell bereits 2020 aus den Showrooms.
Viele europäische Fans trauern dem einstigen Bestseller bis heute hinterher – schließlich galt er als zuverlässiger Familienwagen mit ausgeprägter Langstreckentauglichkeit. Doch sinkende Nachfrage, geringere Rentabilität und die zunehmende Elektroorientierung führten dazu, dass Ford klassische Volumenmodelle wie Mondeo, Fiesta oder Focus aus dem Programm nahm. Umso neidischer dürfte nun mancher Blick nach China gehen.
Kleine Updates innen und außen
Optisch fällt der überarbeitete Mondeo durch eine breiter und flacher wirkende Front auf. Ein neuer Chrom-Matrix-Grill und schlanke LED-Scheinwerfer, die optisch in die Kühlerpartie integriert sind, prägen den Auftritt. Die sportlich-fließende Dachlinie im Fastback-Stil bleibt erhalten. Versenkte Türgriffe sowie schwarze Akzente an Dach, Spiegeln und Fensterrahmen verleihen zusätzliche Modernität.

Ein neuer Kühler mit integrierten LEDs prägt die Front des Facelifts. Dazu kommen neue Felgen und schwarze Akzente.
Bild: Ford
Am Heck setzen neu gestaltete Lichtgrafiken und eine überarbeitete Bremsleuchte Akzente. Dazu kommen neue Lackfarben wie "Karmesinrot" und "Ozeanblau" sowie frisch designte 21-Zoll-Leichtmetallräder im Bicolor-Look.

Das Heck bleibt weitestgehend unverändert, nur die Leuchtgrafik wurde leicht angepasst.
Bild: Ford
Im Innenraum dominieren zwei Bildschirme: Ein riesiges 27-Zoll-4K-Display mit 1,1 Metern Breite spannt sich über das Armaturenbrett und wird von einem digitalen 12,3-Zoll-Instrumentencluster in einem durchgehenden Glasfeld ergänzt. Unterhalb der Lüftungsdüsen kehren physische Bedienelemente zurück – inklusive Drehregler und Shortcut-Tasten.
Auch die Mittelkonsole wurde neu gestaltet. Sie wirkt nun "schwebend", beherbergt eine kabellose Ladefläche für zwei Smartphones und bietet weiterhin großzügige Ablagen und Cupholder.

Im Innenraum dominiert das gigantische Infotainment-Display, das sich über die gesamte Armatur erstreckt.
Bild: Ford
Mit an Bord ist zudem das aktuelle Infotainmentsystem "SYNC+", das auf einem leistungsstarken Qualcomm-Chip basiert und Over-the-Air-Updates sowie einen virtuellen KI-Assistenten unterstützt.
Topversion mit 284 PS
Unter der Haube bleibt Ford beim Benziner: Zur Wahl stehen ein 2,0-Liter-Turbo mit 257 PS und ein 1,5-Liter-Benziner mit 193 PS. Ergänzt wird das Angebot durch eine Hybridversion, die ebenfalls auf einem 1,5-Liter-Aggregat basiert und eine Systemleistung von 284 PS erreicht. Alle Benziner sind an eine Achtgang-Automatik gekoppelt.
Preislich beginnt der Mondeo bei 149.800 chinesischen Yuan – umgerechnet rund 18.190 Euro. Ein echtes Schnäppchen ist die Limousine damit obendrein.
Fazit
Schade eigentlich, dass der neue Mondeo nicht nach Europa kommen soll. Bei einem derart frischen Gesamtpaket aus knackigem Design, modernem Cockpit und zeitgemäßer Technik bekommt man fast wieder Lust, der "langweiligen Mittelklasse-Limousine" eine Chance zu geben. Und im Gegensatz zu den allgegenwärtigen Crossovern und SUV wäre der Mondeo eine durchaus willkommene Abwechslung im Straßenbild.
Service-Links










