Ford Ranger Raptor: Fahrbericht zum Diesel
Ford Ranger Raptor mit kleinem Diesel

Ford krönt die Ranger-Baureihe mit einer scharfen Raptor-Version. Aber passt ein 213-PS-Diesel mit vier Zylindern zum Topmodell? Fahrbericht!
- Joaquim Oliveira
Der Ford Ranger ist einer der meistverkauften Mittelklasse-Pick-ups weltweit und mit mehr als 51.000 verkauften Fahrzeugen Marktführer in Europa. Zum Frühling 2019 gibt es eine Modellpflege, die Ford zum Anlass nimmt, seinen Ranger mit einem neuen Topmodell zu krönen. Während das nachgeschärfte Blechkleid Sportlichkeit verströmt, geht es unter der Haube vergleichsweise bescheiden zu: Ein zwei Liter großer Vierzylinder-Diesel versorgt den Ranger Raptor mit gerade einmal 213 PS und 500 Nm Drehmoment – direkte Konkurrenten wie die Mercedes X-Klasse oder der VW Amarok bieten deutlich mehr.
Als Topmodell könnte der Ranger Raptor mehr Dampf haben

Bei der Optik hat Ford nachgewürzt, in Sachen Motor dürfte es beim Raptor aber ruhig etwas mehr sein.
Beim verschärften Geländeritt ist der Ford in seinem Element

Dank spezieller Dämpfer aus dem Motorsport fühlt sich der Raptor auch im Gelände sehr dynamisch an.
Hat der Raptor jenseits der 1750/min seine kleine Anfahrschwäche überwunden, geht er überaus bullig, aber nicht gewaltig zur Sache. Das Soundsystem spielt dazu einen wummernden Bass ein, sodass der Vierzylinder akustisch unterstützt wird. "Wir nutzen das, um die Lücken zu füllen, wenn der Diesel nicht so sexy klingt, wie es auf einem bösen Esel sein soll", sagt Chefingenieur Damien Ross.
An der Kasse gibt sich der Raptor ganz unbescheiden

Für den Ford Ranger Raptor werden mindestens 66.770 Euro fällig – edles Ambiente gibt es dafür nicht.
Service-Links