Mick Schumacher (22) kommt als Regen-Liebhaber zum Großen Preis der Türkei in Istanbul. Die Wettervorhersage kommt ihm deshalb entgegen. Fürs gesamte Wochenende ist Regen vorhergesagt. Am Samstag mit 70, am Sonntag mit 50 Prozent Regenwahrscheinlichkeit.
Schumacher junior freut sich drauf, denn seinen Regentanz konnte er am letzten Rennwochenende in Sotschi nicht aufführen: Ausfall mit technischem Defekt im Motorbereich. „Da war schade“, sagt der Haas-Pilot am Donnerstag in Istanbul, „denn ich glaube, dass wir die Pace hatten, um weiter vorne zu fahren und beim Regen im Mix zu sein.“ Zur Erinnerung: Beim GP Russland wirbelte der Regen in den letzten Runden das ganze Feld durcheinander.
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Auch in der Türkei spielte der Wettergott im vergangenen Jahr Regie. Doch die Strecke ist dieses Jahr weniger Rutschbahn. Grund: Die Veranstalter haben den Istanbul Park Circuit per Hochdruckreiniger gereinigt. Trotzdem verlangt Regen ein spezielles Fahrgefühl. Schumacher:   „Regenbedingungen musst du als Fahrer spüren. Sie sind nie dieselben, immer anders.“
Der Deutsche will weiter lernen und sich so auf die Saison 2022 vorbereiten, in der er „mit einem besseren Auto um Punkte kämpfen“ will. Solange gilt: „Ich versuche mein Bestes zu geben, egal wo und wann.“
Mick Schumacher geht mit einem speziellen Fahrgefühl in den GP der Türkei.
Auch wenn er es nicht sagen will; am Ende des Feldes zählt dabei natürlich vor allem das teaminterne Duell gegen Nikita Mazepin, das Schumacher mit 13:2 anführt. Der junge Russe stand auch nach seinem Heimrennen in Sotschi wieder in der Kritik, bekam da sogar eine Verwarnung.
Rennleiter Michael Masi: „Was uns in Sotschi nicht gefallen hat; Mazepin ließ seinen Wagen in Kurve zwölf zu Tsunoda hinübertragen, als Yuki seinen Angriff mit flach gestelltem Heckflügel bereits begonnen hatte. So etwas tolerieren wir nicht, und für so etwas haben wir schon früher die schwarz-weisse Flagge gezeigt. Im Wiederholungsfall müssten die Rennkommissare dann eine Strafe aussprechen.“
Trotzdem sieht der FIA-Mann keinen intensivierten Handlungsbedarf. „Er hatte nun schon ein paar Besuche bei den Rennkommissaren, aber wenn wir uns ansehen, wer da alles zum Gespräch gebeten worden ist, dann fällt er nicht übermäßig auf. Also nein, derzeit erkennen wir da nichts Unpassendes oder Beunruhigendes."
DTM-Star Timo Glock sieht das anders. Er fordert ein härteres Vorgehen der FIA im Fall Mazepin.
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„Die Problematik ist: Man greift immer erst dann durch, wenn es zu spät ist“, sagt er bei Speedweek. „Das kommt immer erst dann, wenn einer hinten drauffährt und dann abfliegt. Wenn das in Zandvoort im falschen Moment passiert, fliegt Mick in die Boxengasse rein - aufsteigend. Da würde ich zeitnah durchgreifen. Antanzen, und wenn er es nicht versteht, Rennsperre.“

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