Das hat ja nicht lange gedauert. Schon nach dem zweiten Formel-1-Rennwochenende fängt Fernando Alonso (39) an zu motzen: „Wir hatten drei Testtage in Bahrain, anderthalb pro Fahrer. Und dann packen sie dich in eine Weltmeisterschaft. Es ist so, als würdest du ohne Training zu den Olympischen Spielen fahren“, kritisiert der 39-Jährige die wenigen Testmöglichkeiten. Zwar holte er in Imola als Zehnter seinen ersten WM-Punkt seit dem Comeback. Doch er war langsamer als Alpine-Teamkollege Esteban Ocon.
Alonso hat mit seiner Kritik durchaus recht. Diverse Fahrer, die im Winter das Team gewechselt, in die Formel 1 eingestiegen oder zurückgekehrt sind, kämpfen mit der fehlenden Zeit, sich auf ihr neues Team, ihr neues Auto und ihr neues Umfeld einzustellen. Das betrifft Fernando Alonso genauso wie Sebastian Vettel (Aston Martin), Daniel Ricciardo (McLaren) oder Sergio Pérez (Red Bull).
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Denn: Nie war die Testzeit im Vorfeld so beschränkt wie 2021. Weil die Teams im Winter an den Autos kaum etwas weiterentwickeln durften, wurden die Tests bewusst beschnitten – um in der Corona-Pandemie Kosten zu sparen. Doch die Regeländerungen am Unterboden verändern das Fahrverhalten der GP-Flitzer sehr wohl – und diverse Fahrer haben es eben mit ganz anderen Autos zu tun.
Darum motzt Alonso schon wieder
Nie war die Testzeit im Vorfeld so beschränkt wie 2021.
Pro Pilot waren 1,5 Testtage anberaumt. Das macht zwölf Stunden mögliche Fahrzeit – sofern nichts schiefgeht. Sebastian Vettel musste wegen technischer Probleme aber immer wieder sein Training unterbrechen. Er brachte es gerade mal auf 117 Runden, so wenig wie kein anderer Stammfahrer.
Aston Martin-Teamchef Otmar Szafnauer glaubt daher: „Wir bedauern am meisten, dass wir im Winter nicht so zuverlässig waren, wie wir es hätten sein müssen. Hätte Sebastian mehr testen können, dann wäre er jetzt auch an einer ganz anderen Position seiner Lernkurve.“

Vettels Zeiten werden besser

So aber hat Vettel zwei Mal das Qualiduell gegen seinen Teamkollegen Lance Stroll verloren – und noch null WM-Punkte auf dem Konto. „Wenn man sich seine Zeiten in Imola auf Slicks angeschaut hat, dann waren die wirklich schnell. Er wird also besser und besser“, analysiert Szafnauer.
Dazu kommt: In Imola waren die wechselhaften Bedingungen keine Hilfe. „Um ehrlich zu sein, ist es einer der schlimmsten Kurse, den du mit einem neuen Auto fahren kannst“, erklärt Alonso. Allein: Der Spanier will sich nicht auf Ausreden zurücklehnen: „Es kann nicht entschuldigen, dass wir keine gute Leistung gezeigt haben, dass ich keine gute Leistung gezeigt habe. Ich muss mich besser vorbereiten und nächstes Mal mehr bereit sein. Da spielt es keine Rolle, ob du wenig oder keine Zeit im Auto hattest.“
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Alonso, Vettel und Co – sie alle werden in den kommenden Grands Prix mit jedem gefahrenen Rennkilometer, der für sie auch Training und nicht nur Wettkampf ist, an Tempo zulegen.

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