2021 schlägt die Formel 1 das nächste große Kapitel auf. Dann wird das sportliche, kommerzielle, aber auch technische Reglement auf den Kopf gestellt.
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Nicht so der Motor. Die aktuellen Hybridantriebe bleiben nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT in ihrer jetzigen Form bis 2023 bestehen. Heißt auch: mit zwei Energierückgewinnungssystemen. Offenbar ist der Motor kein Schreckgespenst mehr für die Gegner von Mercedes. Jetzt, wo auch FerrariHonda und Renault die Technik verstehen, kommen sie immer näher ran an das einstige Wundertriebwerk aus Brixworth. Da macht es keinen Sinn, schon wieder alles umzuwerfen.
Problem nur: Es kommen so keine neuen Hersteller. Porsche und Co haben der Formel 1 einen Korb gegeben. In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen dennoch, wie die Autos 2021 im Design von Porsche, Audi, Aston Martin, Lamborghini und Co aussehen könnten.
Bei der Aerodynamik soll ein großer Sprung vorwärts gelingen. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Formel 1, dass die Promoter der Königsklasse selbst ein Technikkonzept entwerfen. Liberty Media hat im eigenen Windkanal und mit eigenen Ingenieuren die Probleme der modernen Formel-1-Rennen einfach wegdesignt. Für eine bessere Optik, für besseres Racing, für mehr Überholmanöver.
So könnten Audi, Porsche und Co aussehen
So könnte ein Aston Martin F1-Renner 2021 aussehen.
„Wir wollen Autos, die sich junge Menschen als Poster an die Wand hängen“, erklärt Brawn die Philosophie. „Der zweite wichtige Punkt ist, dass die Fahrer mit diesen Autos wieder gegeneinander fahren können.“ Seit 18 Monaten arbeitet ein Team aus zehn Ingenieuren am Konzept, das bis Juni 2019 in ein Reglement gegossen und ab 2021 in neue, futuristische Autos münden soll.
Neben dem Look ist dabei alles auf besseres Racing im Pulk ausgerichtet. Brawn: „Im Moment verliert das nachfolgende Fahrzeug 50 Prozent Grip, wenn es bis auf zwei, drei Wagenlängen aufschließt. Bei unserem Konzept werden wir diesen Verlust auf 20 Prozent reduzieren. Das ist keine Schätzung, sondern ein Wert, den wir bei unseren Versuchen gemessen haben.“
Das löst nicht nur das Überholproblem. Auch die Reifen (dann 18 statt 13 Zoll) leiden weniger, und die Balance des Fahrzeugs bleibt stabil. Das Rezept der Techniker-Truppe um den ehemaligen Ferrari-Technikchef: einfachere Flügel, mehr Abtrieb über den Unterboden, dadurch weniger Verwirbelungen nach hinten und eine geringere Anfälligkeit für diese sogenannte „dirty air“.
Der von oben mächtig aussehende Unterboden bleibt nicht komplett flach, sondern bekommt ein Flügelprofil. Auf diese Weise will man den Boden-Ansaugeffekt aus den 80er Jahren nachahmen und gleichzeitig den negativen Einfluss der Flügel reduzieren. Dadurch sinken Gesamtabtrieb und die Kurvengeschwindigkeit. Kein Problem für Brawn: „Wenn wir so weitergemacht hätten wie bisher, hätten wir die Autos sowieso bald einbremsen müssen.“

Bildergalerie

Formel-1-Autos 2021 von Sean Bull
Formel-1-Autos 2021 von Sean Bull
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Formel-1-Autos 2021 von Sean Bull