Fünf schrottreife Autos, vier rote Flaggen und Überraschungs-Pole-Mann Charles Leclerc – das Qualifying zum Aserbaidschan-GP hatte es in sich!
Wie schon in Monaco vor zwei Wochen steht Leclerc auf Pole-Position. Wieder profitiert er aber davon, dass die Session mit einer roten Flagge abgebrochen wird. Immerhin: Dieses Mal ist aber nicht er selbst schuld, sondern Yuki Tsunoda, der seinen Alpha Tauri-Honda in die Reifenstapel setzt. Carlos Sainz im zweiten Ferrari muss daher auf die Bremse steigen und dreht sich ebenfalls in die Streckenbegrenzung.
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Leclerc als schnellster des ersten Q3-Runs startet daher morgen von Platz eins: „Eigentlich war es eine Scheiß-Runde. Es gab da zwei oder drei Ecken, wo ich Zeit liegen gelassen habe. Aber am Ende hatte ich den Windschatten von Lewis Hamilton. Ich bin happy.“
Leclerc freut sich zwar über die neunte Pole-Position, doch er weiß: Favorit auf den Sieg ist er nicht: „Das Auto ist ganz okay, aber anders als in Monaco kann man hier gut Überholen“, weiß Leclerc. Die Longruns im Training waren wenig viel versprechend.
Favorit auf die Pole und auf den Rennsieg war eigentlich Max Verstappen. Doch der startet nun sogar noch hinter Lewis Hamilton nur von Rang drei! „Das ist eine blöde Situation. Wir hatten ein gutes Auto und dann passiert dieser Shit. Aber so ist das auf Straßenkurse.“
Sebastian Vettel scheitert als Elfter knapp am Einzug ins Q3.
Lewis Hamilton dagegen freut sich: „Dass wir so weit vorn stehen, haben wir überhaupt gar nicht erwartet. Wir haben nach dem Training versucht, die Herausforderungen anzunehmen und nicht zu akzeptieren. Daher haben wir Veränderungen vorgenommen, hatten viel Arbeit über Nacht – toll was das Team geleistet hat.“

Vettel und Schumacher stark

Sebastian Vettel scheitert als Elfter knapp am Einzug ins Q3. Sein Teamkollege Lance Stroll ist der erste von fünf Fahrern, die in die Reifenbande crashen. Antonio Giovinazzi verunfallt wie Stroll schon in Q1, Daniel Ricciardo legt seinen McLaren-Mercedes in Q2 ab.
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Wegen der beiden Unfälle und weil er wieder schneller war als Teamgefährte Nikita Mazepin startet Mick Schumacher von Rang 17 – soweit vorn wie nie. Und: Schumi junior hofft auf Punkte: „Wenn im Qualifying schon so viel Action ist, wird es im Rennen nicht weniger werden. Hauptsache wir bleiben im Rennen.“

Startaufstellung Aserbaidschan-GP

1. Charles Leclerc (Ferrari) 1:41,218 Minuten
2. Lewis Hamilton (Mercedes) +0,232 Sekunden
3. Max Verstappen (Red Bull-Honda) +0,345
4. Pierre Gasly (Alpha Tauri-Honda) +0,347
5. Carlos Sainz (Ferrari) +0,358
6. Sergio Pérez (Red Bull-Honda) +0,699
7. Yuki Tsunoda (Alpha Tauri-Honda) +0,993
8. Fernando Alonso (Alpine-Renault) +1,109
9. Lando Norris (McLaren-Mercedes) plus drei Startplätze
10. Valtteri Bottas (Mercedes) +1,441
11. Sebastian Vettel (Aston Martin-Mercedes) 1:42,224 Minuten
12. Esteban Ocon (Alpine-Renault) +0,043 Sekunden
13. Daniel Ricciardo (McLaren-Mercedes) 0,334
14. Kimi Räikkönen (Alfa Romeo-Ferrari) +0,363
15. George Russell (Williams-Mercedes) 0,534
16. Nicholas Latifi (Williams-Mercedes) 1:43,128 Minuten
17. Mick Schumacher (Haas-Ferrari) +1,030 Sekunden
18. Nikita Mazepin (Haas-Ferrari) +1,110
19. Lance Stroll (Aston Martin-Mercedes) keine Zeit
20. Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo-Ferrari) keine Zeit

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