Formel 1: Crash-Festival in Zandvoort
McLaren vor Aston Martin, Ferrari kriselt weiter

Bild: Clive Rose/Getty Images / McLaren
Viel Action im zweiten Freien Training der Formel 1 in Zandvoort: McLaren setzte sich mit Lando Norris und Oscar Piastri erneut an die Spitze, doch die Session war geprägt von Ausrutschern, roten Flaggen und einem kuriosen Crash in der Boxengasse.
Für Aufregung sorgte ein Zwischenfall 20 Minuten vor Schluss: Oscar Piastri lenkte nach einem Schlenker plötzlich zurück auf die Fast Lane und kollidierte mit George Russell. „Fucking Jesus! Oh mein Gott!“, fluchte der Mercedes-Pilot am Funk und erklärte: „Piastri bog an die Box ab, ich überholte links, und dann lenkte er einfach in mich rein.“
Norris an der Spitze – Aston Martin stark
Sportlich hatte am Ende wieder McLaren das Sagen: Norris mit 1:09.890 Minuten vor Fernando Alonso im erstarkten Aston Martin und Piastri. Russell wurde Vierter, Max Verstappen Fünfter.

McLaren setzte sich mit Lando Norris und Oscar Piastri erneut an die Spitze
Bild: Joe Portlock/Getty Images / McLaren
Lewis Hamilton (Ferrari) blieb nach einem Dreher in Kurve 9 auf Platz sechs hängen, knapp vor Yuki Tsunoda und Teamkollege Charles Leclerc. Der Monegasse funkte schon im ersten Training entnervt: „Wir sind meilenweit weg. Meilenweit.“
Strolls Abflug in der Steilkurve
Für Lance Stroll endete das Training nach zehn Minuten spektakulär. Der Aston-Martin-Pilot verlor in der Hugenholtzbocht die Kontrolle und krachte in die Barrieren. Wurz analysierte trocken: „Er geht früh ans Gas, das Auto hat hinten überhaupt keinen Grip mehr, er versucht es durchzuziehen, ist dann am Dreck draußen und dreht sich. Unterm Strich ein Fahrfehler.“

Lance Stroll verlor in der Hugenholtzbocht die Kontrolle und krachte in die Barrieren.
Bild: F1 / X
Brisant: Der Crash erinnerte an Daniel Ricciardos Unfall 2023 in der gleichen Kurve. Damals brach sich der Australier das Handgelenk. Entsprechend besorgt fragte Augenzeuge Verstappen jetzt am Funk: „Sind seine Hände okay? Ich habe gesehen, wie er in die Mauer eingeschlagen hat!“ Glück im Unglück für Stroll: Er blieb unverletzt.
Weitere Ausfälle und rote Flaggen
Auch Isack Hadjar sorgte für eine Unterbrechung. „Ich habe keine Power“, meldete der Racing-Bulls-Pilot, stellte sein Auto mit technischem Defekt ab und musste aussteigen. Williams-Mann Alexander Albon landete in der Tarzanbocht im Kiesbett und beschädigte seinen Frontflügel.
Am Ende gab es gleich zwei rote Flaggen und ein virtuelles Safety-Car – ein Training voller Fehler, wie Wurz es zusammenfasste: „Da sehen die Fans, wie schwierig die Autos zu fahren sind und wie schmal der Grat ist, auf dem sich die Fahrer bewegen.“
Weiter geht’s am Samstag mit dem dritten freien Training und dem Qualifying.
Formel 1 Niederlande Grand Prix 2025
2. Training, Ergebnis
1. Lando Norris (GB), McLaren, 1:09,890 min
2. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:09,977
3. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:09,979
4. George Russell (GB), Mercedes, 1:10,274
5. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:10,478
6. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:10,738
7. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:10,795
8. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:10,834
9. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:10,957
10. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:11,080
11. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:11,113
12. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:11,185
13. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:11,320
14. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:11,339
15. Esteban Ocon (F), Haas, 1:11,361
16. Carlos Sainz (E), Williams, 1:11,682
17. Alex Albon (T), Williams, 1:11,756
18. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:11,975
19. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:12,112
20. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, keine Zeit
2. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:09,977
3. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:09,979
4. George Russell (GB), Mercedes, 1:10,274
5. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:10,478
6. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:10,738
7. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:10,795
8. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:10,834
9. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:10,957
10. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:11,080
11. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:11,113
12. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:11,185
13. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:11,320
14. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:11,339
15. Esteban Ocon (F), Haas, 1:11,361
16. Carlos Sainz (E), Williams, 1:11,682
17. Alex Albon (T), Williams, 1:11,756
18. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:11,975
19. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:12,112
20. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, keine Zeit
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