Mick Schumacher verzaubert mit einem makellosen Einstand bei den Testfahrten in Bahrain die Formel-1-Fans. Die verfallen in ein Gefühlsbad aus Nostalgie in Erinnerung an die erfolgreichen Jahre von Mick Schumachers Vater Michael bei Ferrari und Spannung auf das, was die Zukunft mit Schumi III bringen könnte.
Motorprobleme bei Ferrari? Die Details
Nach dem ersten Testtag lässt sich festhalten: Mick Schumacher weiß zu beeindrucken. Mit einer Zeit, die nur zwei Sekunden langsamer ist als die Pole-Position-Zeit von Charles Leclerc ist er nur von einem Fahrer geschlagen worden: Max Verstappen. Allerdings: Mick war als einziger Fahrer auf der weichsten Reifenmischung unterwegs…
Kurios trotzdem: Die beiden verbindet nicht nur die Tatsache, dass sie einen Formel-1-Rennfahrer als Vater haben. Beide gingen zusammen mit ihren Papas Jos Verstappen und Michael Schumacher schon als kleine Kinder gemeinsam auf die Kartbahn. 1994 waren Jos Verstappen und Michael Schumacher Teamkollegen bei Benetton.
Neben der starken Rundenzeit von 1:29:976 Minuten (Verstappen war rund sechs Zehntel schneller) brillierte Mick Schumacher auch durch eine fehlerlose Performance. Bei nicht ganz einfachen Bedingungen: Immer wieder regnete es in der Wüste von Bahrain.

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Schumi jr. zu seiner Formel-1-Premiere: "Es ist unbeschreiblich, man muss es probiert haben. Ich habe es zu 110 Prozent genossen und lächle noch immer ein bisschen. Das Auto marschiert aus den Kurven heraus richtig gut. Aber es muss auch Respekt da sein. Wenn der nicht da ist, wird es mit über 1.000 PS gefährlich."
Verstappen
Max Verstappen war heute der Schnellste
Bereits um kurz vor acht Uhr trudelte Mick Schumacher an der Rennstrecke ein. Um 9.12 Uhr ging es erstmals auf die Strecke für den jungen Deutschen. In der Mittagspause saß er zusammen mit Sebastian Vettel, der morgen den Ferrari von Schumi junior übernehmen wird, Mama Corinna Schumacher und Oma Gabi im Ferrari-Motorhome. Insgesamt spulte er 56 Runden ab, eine weniger als die Renndistanz des Bahrain-GP.
Immer auf seinen Fersen: zahlreiche Fotografen. Seine Gesichtszüge: eine Mischung aus freudigem Strahlen und professioneller Konzentration.
Tipps von Vettel gab es auch, wie Mick Schumacher gesteht: "Er war sehr hilfreich, wir haben viel darüber gesprochen. Jeder Tipp, den ich von irgendjemandem bekommen kann, ist gut. Ich versuche ihn zu nutzen und wenn er funktioniert, behalte ich ihn und wenn nicht, probiere ich etwas anderes."
Macht der Test Lust auf mehr? "Ich fahre gerade mein erstes Jahr in der Formel 2. Man muss sehen, wie es läuft. Ich will erst in die Formel 1, wenn ich ein kompletter Rennfahrer bin. Ich will nichts überstürzen", so Schumi junior.
Morgen darf Mick Schumacher erneut auf die Bahn. Dann sitzt er im Alfa-Romeo-Ferrari.

Lewis Hamilton drehte mit 77 Runden die meisten Umläufe. Fernando Alonso kehrte in den McLaren zurück und testete für Pirelli neue Reifen. Und mit Pietro Fittipaldi war ein weiterer Weltmeister-Name am Start: Er ist der Enkel des zweimaligen Formel-1-Champions Emerson Fittipaldi.
Das Ergebnis
1. Max Verstappen (Red-Bull-Honda) 1:29,379 (62 Runden)
2. Mick Schumacher (Ferrari) 1:29,976 (56)
3. Lando Norris (McLaren-Renault) 1:30,800 (22)
4. Romain Grosjean (Haas-Ferrari) 1:30,982 (71)
5. Alexander Albon (Toro-Rosso-Honda) 1:31,089 (71)
6. Lewis Hamilton (Mercedes) 1:31,560 (77)
7. Daniel Ricciardo (Renault) 1:31,584 (45)
8. Lance Stroll (Racing-Point-Mercedes) 1:31,964 (32
9. Carlos Sainz (McLaren-Renault) 1:31,059 (32)
10. Antonio Giovinazzi (Alfa-Romeo-Ferrari) 1:32,067 (53)
11. Fernando Alonso (McLaren-Renault) 1:32,207 (64)
12. Pietro Fittipaldi (Haas-Ferrari): 1:32,708 (20)
13. Robert Kubica (Williams-Mercedes) 1:33,290 (19)
14. Daniil Kvyat (Toro-Rosso-Honda) 1:33,653 (45)
15. George Russell (Williams-Mercedes) 1:33,682 (27)
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