Kann Mercedes doch noch in den WM-Kampf eingreifen? Das zweite freie Training zum GP Spanien in Barcelona lässt die Silberpfeil-Fans zumindest hoffen. Grund: Hinter Ferrari-Pilot Charles Leclerc belegten die beiden Mercedes mit George Russell und Lewis Hamilton die Platz zwei und drei.
Mehr noch: Auch in den Longruns hinterließen die beiden Briten einen starken Eindruck. Im Dauerlauf fuhr nur Max Verstappen im Red Bull in einer anderen Liga. In der Tageswertung landete der Niederländer mit seiner schnellsten Runde hinter Carlos Sainz (Ferrari) auf Rang fünf.
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Allein: Bei Mercedes will man sich nicht zu früh freuen. „Wir waren am Freitag in Miami auch stark“, räumt Mercedes-Teamchef Toto Wolff bei Sky ein, „aber wenn sich das Gripniveau aufbaut, kehren wir wieder zu unserer alten Schwäche zurück, dem Bouncing. Deshalb müssen wir erst schauen, wie es läuft, wenn der Abtrieb steigt und alle ihre Motoren aufdrehen.“
Kann Mercedes doch noch in den WM-Kampf eingreifen?

Sky-Experte Timo Glock widerspricht: „Das Pumpen war nicht zu sehen, die Updates gehen in richtige Richtung. Die Longruns sahen gut aus. Mercedes hat definitiv einen Sprung nach vorne gemacht.“ Dafür sorgen sollen eine neue Frontflügelendplatte, ein Slot im Unterboden sowie ein neues Leitblech am Kiel des Unterbodens.
Lewis Hamilton tritt denn auch weniger auf die Euphoriebremse als sein Teamchef: „Ich bin superhappy, wie es heute lief. Wir sind noch nicht die Schnellsten, aber wir sind auf einem guten Weg. Es war das erste Mal, dass wir die Gerade entlang gefahren sind und kein Bouncing hatten. Es ist immer noch schwierig im Auto, aber viel besser als vorher. Jetzt müssen wir noch Feintuning machen. Ich glaube, wir können uns morgen noch steigern.“
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Viel Optimismus also bei Mercedes, während im Team Niki Lauda gedacht wird. Der dreimalige Weltmeister und ehemalige Mercedes-F1-Aufsichtsrat starb heute vor drei Jahren. Wolff: „Er fehlt am meisten als Freund und Weggefährte, aber auch in seiner Rolle im Team. Er hätte einen Heidenspaß damit gehabt, dass wir hinten liegen, denn er war ein Problemlöser und ohne Probleme war alles fad.“
Einen Schritt nach vorn hat auch Aston Martin gemacht. Mit einer Sekunde Rückstand belegte Sebastian Vettel Rang acht. Der „grüne Red Bull“, wie der runderneuerte AMR22 im Fahrerlager aufgrund seiner Ähnlichkeit zum Verstappen-Renner genannt wird, scheint zu funktionieren.
Einen Schritt nach vorn hat auch Aston Martin gemacht.

„Der erste Eindruck ist interessant“, sagt Vettel mit einem Grinsen im Gesicht. „Die Autos sind schwer zu vergleichen, aber es ist definitiv kein Schritt zurück.“ Dass sein Team bei der Konkurrenz kopiert haben soll, weist der Hesse von sich: „Wir hatten schon im Winter beide Konzepte im Kopf. Sonst kann man das ja auch gar nicht machen. Das Türchen haben wir uns offen gehalten, weil wir uns nicht ganz klar waren.“
Bei Red Bull sieht man das anders. Sportberater Helmut Marko bei Sky: „Es gibt noch einige Fakten, die wir prüfen. Wir werden der Sache bis ins Detail nachgehen.“ Seine Frage: „Kann man kopieren ohne Unterlagen und dann so eine detailgenaue Kopie von unserem Auto zuwege bringen?“
Zufriedenheit auch beim zweiten Deutschen: Mick Schumacher wird nicht mal eine Zehntelsekunde hinter Vettel Zehnter.

Formel 1 Grand Prix von Spanien
2. Freies Training

1. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari 1:19,670 Min.
2. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +0,117 Sek.
3. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +0,204
4. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,320
5. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,336
6. Fernando Alonso (Spanien) - Alpine +0,533
7. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +0,962
8. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Aston Martin +1,033
9. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine +1,075
10. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) - Haas +1,087
11. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpha Tauri +1,247
12. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +1,343
13. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +1,579
14. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri +1,615
15. Daniel Ricciardo (Australien) - McLaren +1,715
16. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo +2,158
17. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo +2,196
18. Alexander Albon (Thailand) - Williams +2,649;
19. Nicholas Latifi (Kanada) - Williams +3,527
20. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +3,718

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Von

Bianca Garloff