Formel 1: Haas

Mick Schumacher rät: „Arsch aufreißen“

Mick Schumacher schlägt seinen Haas-Teamkollegen Nikita Mazepin erneut deutlich. Der wird sogar vom eigenen Teamchef veralbert
Mick Schumacher (22) hat beim GP der Steiermark in Spielberg erneut eine solide Leistung in den Asphalt gebrannt. Kurz nach dem Start muss er seinen Teamkollegen Nikita Mazepin im Getümmel in Kurve drei noch passieren lassen. Später schnappt er sich den Russen auf der Strecke und nimmt ihm eine ganze Runde ab. Auch Williams-Pilot Nicholas Latifi kommt hinter dem Deutschen ins Ziel, der am Ende 16. wird.
Schumacher junior wirkt in seinen Interviews nach dem Rennen entsprechend erfreut. „Wir hatten eine recht gute Pace, die uns vielversprechend dastehen lässt.“ Immer wieder sorgt er für gute Ergebnisse des schlechtesten Autos im Feld. Sechs von sieben Rennen beendete er jetzt vor Nikita Mazepin. Auffällig diesmal: Im Duell gerieten die zwei Haas-Fahrer anders als in Frankreich und Baku diesmal nicht aneinander. Teamchef Günther Steiner: „Es war sehr gut, sehr respektvoll von beiden. Sie sammeln so Erfahrung, wie man sich in Zweikämpfen verhält. Nächstes Jahr brauchen wir das.“

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Bezeichnend dennoch für die sportliche Situation des Russen: Haas-Teamchef Günther Steiner schenkte ihm im Vorfeld des Rennens einen Mini-Brummkreisel verbunden mit der Bitte, lieber diesen kreiseln zu lassen als das Auto. Mazepin postete das dazugehörige Video auf seinem Instagram-Kanal und lachte sich schlapp. Steiner betont: „Wir können auch lustig sein. Der Rest über Nikita ist in den sozialen Medien ja eher nicht so schön. Dabei hat er einen guten Sinn für Humor und ist kein Griesgram.“

Mazepin wird sogar vom eigenen Teamchef veralbert.

©Mazepin/Instagram

Allein: Ob Nikitas Vater Dmitri, Chef von Haas-Hauptsponsor Uralkali, das auch lustig findet?
Fakt bleibt: Schumacher junior hat sich längst zum Führungsfahrer bei Haas entwickelt. McLaren-Teamchef Andreas Seidl lobt bei Sky: „Mick hat einen guten Einstand. Es ist nicht einfach, mit diesem Material zu glänzen. Aber er macht einen soliden Job und hat ja auch in den Juniorserien schon gezeigt, dass er das Zeug hat, um eine Meisterschaft zu gewinnen. Jetzt gilt weiter: lernen, lernen, lernen.“
Dass es weder ein Selbstläufer ist, in die Formel 1 zu kommen, noch dort zu bleiben, sagt auch Mick selbst in erfrischend offenem Ton: „Man darf den Gedanken nie loslassen, in die Formel 1 zu kommen. Wichtig ist harte Arbeit“, rät er noch jüngeren Nachwuchsfahrern. „Reißt Euch den Arsch auf, um dort hinzukommen. Ich habe das gemacht und mir hat es was gebracht. Und in der Formel 1 geht es immer so weiter.“

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Gut für Schumacher und Haas: Das nächste Rennen findet erneut auf dem Red Bull-Ring statt. Da kann die Truppe die Erfahrungen aus diesem Wochenende auf der Strecke umsetzen. Steiner: „Mick hatte sehr gute Rundenzeiten gegen Ende des Rennens – die müssen wir reproduzieren.“

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Fotos: LAT/Haas

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