Formel 1 in Madrid: Audi verpasst Top Ten knapp
Hülkenbergs kuriose Madrid-Taktik: „Einfach überleben“

Nico Hülkenberg startet beim ersten Formel-1-Rennen auf dem Madring knapp außerhalb der Top Ten. Das sagt er vorm Rennen.
Bild: Mark Thompson/Getty Images
Über mangelnde Action kann sich Nico Hülkenberg auf dem neuen Madring nicht beschweren. Und deshalb fällt sein Plan für den ersten Formel-1-Grand-Prix in Madrid erstaunlich simpel aus: „Einfach überleben.“
Hülkenberg selbst hätte trotzdem gern mehr gehabt. „Mäßig zufrieden“, sagt der Deutsche bei Sky. Vor allem eine perfekte Runde auf dem neuen Stadtkurs zu erwischen, sei schwierig: „Die Strecke hat es natürlich in sich. Eine saubere Runde ist die ultimative Challenge.“
Audi kämpft mit Alpine und Racing Bulls
Hülkenberg hatte schon vor dem Qualifying einen engen Kampf mit Alpine und Racing Bulls erwartet. Genau so kam es. Positiv für Audi: Nach einem schwierigen Start in die erste Saison als Werksteam ist der Kampf um die Top Ten inzwischen zur realistischen Aufgabe geworden.

Audi mischt wieder im Kampf um die Punkte mit. Nico Hülkenberg startet aussichtsreich in den Spanien-GP.
Bild: Andy Hone/LAT Images
Auch Ralf Schumacher sieht die Entwicklung positiv. „Man muss dem ganzen Projekt bisschen Zeit geben, aber wird ja immer besser“, sagt der frühere Formel-1-Pilot bei Sky.
Hülkenberg gleicht gegen Bortoleto aus
Und noch etwas zeigt, wie eng es bei Audi inzwischen zugeht: das Duell der eigenen Fahrer.
Mit Platz elf vor Bortoleto gleicht Hülkenberg im direkten Qualifying-Vergleich 2026 auf 7:7 aus. Schon im vergangenen Jahr, damals noch unter dem Namen Sauber, hatten sich beide über eine schnelle Runde praktisch nichts geschenkt: Am Saisonende stand es 12:12.
In Madrid hat der Routinier diesmal knapp die Nase vorn. Die wichtigere Aufgabe wartet allerdings am Sonntag.
Madring bestraft kleine Fehler
Denn der neue Madring hat bereits vor seinem ersten Rennen reichlich Schrott produziert. Enge Mauern und schnelle Passagen sorgten schon in den Trainings für mehrere Einschläge. Unter anderem erwischte es Lewis Hamilton und Oliver Bearman.
Für Hülkenberg könnte deshalb gerade von Startplatz elf einiges möglich sein. Punkte gibt es für die ersten zehn und auf einer Strecke, auf der Fehler schnell in der Mauer enden, dürfte nicht jeder vor ihm problemlos durchkommen.
Deshalb klingt seine Taktik vielleicht gar nicht so defensiv, wie sie zunächst wirkt.
Service-Links
