Formel 1 in Monza: Antonelli rastet am Funk aus
Mercedes mit Bestzeit, Antonelli sorgt für nächsten Aufreger

Mercedes meldet sich beim zweiten Training in Monza an der Spitze zurück. George Russell fährt Bestzeit vor Charles Leclerc und Kimi Antonelli.
Bild: Pirelli
Kimi Antonelli komplettierte als Dritter (+0,141 Sekunden) den starken Mercedes-Auftritt. Lando Norris wurde im McLaren Vierter vor Lewis Hamilton, der sich auf seiner schnellsten Runde in der ersten Schikane verbremste.
Max Verstappen erlebte dagegen einen schwierigeren Start ins Wochenende. Nachdem er das erste Training zugunsten von Ayumu Iwasa ausgelassen hatte, klagte der Niederländer über fehlenden Abtrieb und ein hüpfendes Auto. Mit 0,818 Sekunden Rückstand blieb ihm nur Rang neun.
Mercedes und Ferrari auch im Longrun vorne
Noch interessanter als die Zeiten auf einer Runde waren die Rennsimulationen. Mercedes und Ferrari machten dabei den stärksten Eindruck.

George Russell fährt Bestzeit vor Charles Leclerc und Kimi Antonelli.
Bild: Pirelli
Russell und Antonelli kamen auf den harten Reifen jeweils auf einen Schnitt von rund 1:26,2 Minuten. Bemerkenswert: Antonelli absolvierte mit 19 Runden einen besonders langen Stint. Auch Hamilton lag auf den weichen Reifen im Bereich von 1:26,2 Minuten, Leclerc war im Schnitt etwa zwei Zehntel langsamer.
Damit deutet nach dem Freitag einiges auf einen engen Kampf zwischen Mercedes und Ferrari hin.
Antonelli schimpft: „Absoluter Idiot“
Für Gesprächsstoff sorgte Antonelli allerdings auch abseits der Zeitenliste. Der Italiener lief in der Alboreto-Kurve auf ein langsameres Auto auf und schimpfte am Funk: „Was für ein Idiot! Absoluter Idiot.“
Schon am Donnerstag war dem 20-Jährigen in der offiziellen FIA-Pressekonferenz ein „Shit“ herausgerutscht. Damals entschuldigte er sich sofort, die FIA verzichtete auf Konsequenzen. Auch wegen des neuen Funkspruchs wurde zunächst keine Untersuchung angekündigt.

Nico Hülkenberg schafft es im Training nicht in die Top-10.
Bild: Audi
Ein schwieriger Sonntag wartet auf den WM-Spitzenreiter ohnehin: Wegen seines geplanten Motorwechsels muss Antonelli in der Startaufstellung weit nach hinten.
Nico Hülkenberg landete im Audi auf Rang 13 und war damit knapp schneller als Teamkollege Gabriel Bortoleto auf Platz 15.
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