Formel 1: Mercedes dominiert in Spanien
Nur Bottas sorgt für Spannung

WM-Spitzenreiter Valtteri Bottas holt sich die Pole in Barcelona, satte sechs Zehntel vor Lewis Hamilton. Auch Sebastian Vettel kann da nicht mithalten.
Welch eine Machtdemonstration von Mercedes beim Qualifying zum Großen Preis von Spanien in Barcelona! Valtteri Bottas holt die Poleposition vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton. Zum dritten Mal in Folge! Der Brite verliert nach einem Fehler in seiner schnellsten Runde ganze sechs Zehntelsekunden auf den Finnen. Mit einer Zeit von 1:15.406 Minuten brennt Bottas auch einen neuen Streckenrekord in den Asphalt - obwohl Mercedes mit dem neuen Aero-Paket eigentlich über weniger Abtrieb verfügt.
„Das stärkt ganz klar seine Position im Team“, sagt Sky-Experte Ralf Schumacher. Bottas freut sich: „Das gibt mir einen echten Boost. Ich fühle mich immer besser im Auto.“
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Hamiltons Kampfansage: „Wir wollen auch morgen ein Eins-Zwei-Ergebnis, aber in umgekehrter Reihenfolge.“
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Auf Rang drei folgt Sebastian Vettel mit fast acht Zehntelsekunden Rückstand. „Wir haben alles aus dem Auto rausgeholt. Ich bin zufrieden, aber gleichzeitig auch nicht. Das Auto fühlt sich nicht schlecht an, aber wir sind nicht schnell genug. Wahrscheinlich fehlt uns der Grip“, spricht Vettel Ferraris Problem in langsamen Kurven an.

Selbst für Hamilton: Bottas ist derzeit nicht zu bremsen
Zwischen die beiden Ferrari schiebt sich Max Verstappen im Red Bull. Sein Teamkollege Pierre Gasly wird Sechster.
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Für Nico Hülkenberg ist das Qualifying schon in Abschnitt eins vorbei. Der Deutsche verliert in Kurve vier die Kontrolle über seinen Renault und touchiert so unglücklich die Barriere, dass er seinen Frontflügel verliert. Danach kann Hülkenberg zwar noch einen weiteren Versuch starten, der reicht jedoch nur zu Platz 16, eine Zehntelsekunde hinter Teamkollege Daniel Ricciardo. Grund: Weil Hülkenberg den neuen Frontflügel zerstört hat, muss Renault auf den alten zurückbauen. „Wir sind eh nicht vom Speed gesegnet, da führen solche Fehler dann dazu, dass man früh ausscheidet“, sagt der Deutsche.
Letzter wird fast schon traditionell Robert Kubica. Das Schlimme daran: Der Pole hat 1,2 Sekunden Rückstand auf seinen jungen Teamkollegen George Russell.
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