Es ist im Moment sein Schicksal: Mick Schumacher (22) ist ein gefragter junger Mann, obwohl er wegen der Geschwindigkeits-Defizite seines Haas-Mobils in diesem Jahr wenig Möglichkeiten hatte, die große Bürde seines Nachnamens zu erfüllen.
Allein: Er nimmt das Interesse an und bewältigt die Fragen nach seinem besonderen Status souverän wie ein Slalomfahrer, der auch im schlimmsten Schneegestöber noch versucht, die richtige Spur vorbei an den Stangen zu finden – ohne einzufädeln. So auch bei der PK zum GP von Saudi-Arabien, dem vorletzten Rennen der Formel-1-Saison.
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Im Vorfeld durfte der Ferrari-Junior bei einem Event, der das Rennen in der Wüste promoten sollte, einige legendäre Ferraris fahren. „Es waren sehr schöne Autos dabei, unter anderem der Ferrari von 2017. Das hat Spaß gemacht, ich durfte sogar einige Donuts machen“, resümierte der Sohn der deutschen Rennlegende Michael Schumacher.
Ob er die Möglichkeit gehabt hätte, abseits der Rennstrecke in die Kultur der einzelnen Länder einzutauchen, die auf dem F1-Kalender stehen? „Covid ist ein großer Teil des Lebens, das schränkt ein“, erklärt der Haas-Pilot. „In Mexiko und Austin konnte ich mir etwas ansehen. In Saudi-Arabien konnte ich über die Strecke fliegen. Aber ich muss zugeben: Am liebsten bin ich zu Hause, gerade weil ich so viel reise.“
Mick Schumacher (22) ist ein gefragter junger Mann.
Auf dem Straßenkurs in Jeddah will er die Chance nutzen, die er aufgrund seines vergleichsweise langsamen Autos nicht hat. Denn in den Städten trennt sich die Spreu vom Weizen. In Saudi-Arabien stehen die Mauern zu großteils direkt neben der Ideallinie, Fehler können sich die Piloten nicht leisten. Deshalb liebt Schumacher den Balanceakt, auf dem Hochseil ohne Netz zu agieren: „In der Tat“, bestätigt er. „Ein Straßenkurs ist völlig anders als normale Kurse. Da es die Mauern als Streckenbegrenzung gibt, brauchst du ein extrem hohes Level an Konzentration. Ich habe von Anfang an den Kurs in Macao geliebt und der Kurs in Saudi-Arabien erinnert mich daran.“
Obwohl er im Simulator den vom deutschen Streckendesigner Hermann Tilke entworfenen Kurs schon abgefahren ist, will er noch kein endgültiges Urteil abgeben. Die Frage ist: Wie repräsentativ ist ein Simulator? Er beruhe nämlich nur auf Satellitenbildern, sagt der Deutsche. Endgültig könne er erst nach einer Streckenbegehung und den ersten Runden im Training darüber urteilen.
Allein: Für den deutschen Nachwuchspiloten geht es jetzt erstmal darum, die letzten zwei Saisonrennen so gut wie möglich zu absolvieren. „Punkte wären ein schönes Weihnachtsgeschenk“, setzt sich der Deutsche hohe Ziele, auch wenn sie für dieses Jahr noch zu hoch erscheinen.
Ansonsten ist ihm klar, dass der Focus auf dem engen Titelkampf zwischen Red-Bull-Pilot Max Verstappen (24) und Mercedes-Titelverteidiger Lewis Hamilton (36) liegt. Schumacher: „Ich versuche auf jeden Fall, dem Sieger zu gratulieren, wenn das denn möglich ist“, verspricht die deutsche Nachwuchshoffnung. Ansonsten wolle er auch beim Studium der beiden Superstars weiter lernen. Schumacher: „Im Rennen sehe ich die beiden ja kaum, wenn dann nur beim Überrunden von hinten. Aber ich nutze Videos von den Fahraufnahmen der, um das Handling der besseren Autos zu studieren.“
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Im Parc Fermé begibt sich der Haas-Pilot außerdem auf den Spuren von Inspektor Vettel und inspiziert die Technik der Gegner. „Da fallen einem schon viele Details auf, und ich spreche mit meinen Ingenieuren auch darüber“, gibt er zu. „Leider ist es bei uns in diesem Jahr aber so, dass wir dann nichts dagegen unternehmen können, weil wir ja die Entwicklung unseres Autos ganz früh eingefroren haben. Hoffentlich sieht das nächstes Jahr anders aus.“
Derzeit liegt Schumacher in der Weltmeisterschaft einen Rang vor seinem Teamkollegen Nikita Mazepin auf Platz 19.

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Von

Ralf Bach