Die Schweizer Boulevardzeitung Blick kann gnadenlos sein. Nach der Schlagzeile vom GP Bahrain jedenfalls steht fest: In unserem Nachbarland genießt Mick Schumacher (23) keinen Welpenschutz mehr. „Zerstört Magnussen die Karriere von Schumi?“, war da am Montag zu lesen.
Mehr noch: Die kämpferische Schumi-Ansage, wenn „Magnussen dieses Resultat schafft, dann kann ich das gleiche tun“, hinterfragen die Schweizer kritisch: „Selbst die größten Schumi-Fans sind über diese Worte erstaunt. Woher nimmt Mick nur dieses Selbstvertrauen, den Dänen im eigenen Team zu schlagen?“
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Eine verbale Ohrfeige für den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher, der seinen Wohnsitz am Genfer See in der Schweiz hat, sogar im Land der Eidgenossen geboren wurde.
Und ein hartes Urteil angesichts nur eines gefahrenen Rennens in der Saison 2022. In Bahrain wurde Rückkehrer Magnussen, dessen fahrerischen Qualitäten unstrittig sind, zwar Fünfter. Schumachers elfter Platz aber ist auch auf einen Rempler von Alpine-Pilot Esteban Ocon kurz nach dem Start zurückzuführen.
Vorm GP Saudi-Arabien sind alle Blicke auf Mick Schumacher gerichtet.

„Mick hatte am vergangenen Wochenende etwas mehr zu kämpfen“, räumt Haas-Teamchef Günther Steiner ein. „Im Qualifying hatte er auf seiner schnellsten Runde einen kleinen Fehler, und dann wurde sein Rennen durch einen Dreher beeinflusst, weil Esteban Ocon ihm ins Heck fuhr. Das ist nie gut, denn dann muss man seine Reifen wieder auf Vordermann bringen und fällt zurück, aber das wird er in den nächsten Rennen wieder wettmachen.“
Stark von Mick: Den strategischen Fehler, sich während der Safetycar-Phase gegen Rennende keine neuen Reifen geholt zu haben, nimmt er auf seine Kappe: „Ich habe die Entscheidung getroffen, draußen zu bleiben und die Position zu halten. Jetzt weiß ich, dass das die falsche Entscheidung war, aber beim nächsten Mal werden wir es besser machen.”
Schon am kommenden Wochenende hat der Deutsche dazu die Chance. Die Formel 1 fährt in Jeddah (Saudi-Arabien), wo Schumi junior im Vorjahr nach einem Unfall ausfiel. Mit dem Haas VF-22, der in der Szene aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Scuderia schon als „weißer Ferrari“ bezeichnet wird, hat der Deutsche ein Fahrzeug, das auch auf der Highspeed-Strecke dank eines wiedererstarkten Ferrari-Motors gut sein sollte für Punkte. Sagt auch Steiner: „Das Auto sollte überall konkurrenzfähig sein.“
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Zur großen Herausforderung werden in Jeddah die nahe stehenden Mauern. „Es wird also interessant sein zu sehen, welche Schäden entstehen können, wenn man die Mauer berührt“, warnt Schumacher. „Wenn man im letzten Jahr zum Beispiel die Mauer ein wenig gestreift hat, kam man mit einem abgeschliffenen Reifen davon, aber in diesem Fall sind die Felgen ein viel anfälligeres Ziel.“
Für den Nachwuchs-Star heißt das: Der Druck steigt. Ein Crash wie 2021 käme zur Unzeit. Mehr noch: Ein gutes Ergebnis im teaminternen Duell muss her. Vor allem, weil Schumacher im Gegensatz zu Teamkollege Magnussen die Strecke aus dem Vorjahr kennt.
Fakt ist aber auch: Es ist zu früh, Schumi junior jetzt schon abzuschreiben. Oder in den Worten seines Onkels Ralf formuliert: „Warten wir mal ab, das wird schon!“

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Von

Bianca Garloff