Die Fans warten gespannt darauf, wie das Formel-1-Regelgerüst 2021 genau aussehen wird. Klar ist: Sportlich, kommerziell und technisch soll sich vieles ändern – für spannendere Rennen. Klar ist auch: Die 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybridmotoren bleiben weitestgehend so, wie sie jetzt sind.
Aber ansonsten wird sich vieles ändern. Über Details hält sich die Formel 1 bisher noch zurück. Sie sind auch noch gar nicht finalisiert. Es besteht nur ein Grundgerüst. Formel-1-Sportchef Ross Brawn verspricht: „Es werden Autos sein, die sich die jungen Leute wieder als Poster ins Zimmer hängen wollen.“ Wie die neuen Autos aussehen sollen, zeigt Designer Sean Bull in unserer Bildergalerie!
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Formel 1
So könnten Hersteller im Formel-1-Look aussehen
Ein Technikerteam des Automobilweltverbandes FIA um Pat Symonds und Nikolas Tombazis versucht derzeit, den Hundertschaften an Ingenieuren einen Schritt voraus zu sein. Es soll möglichst wenig Schlupflöcher geben, die Regeln klar definiert sein. Doch das dauert. Offenbar will die Formel 1 daher den finalen Regelentwurf erst im Oktober präsentieren. Gemäß dem aktuellen Regelfindungs-Prozess müsste das aber eigentlich Ende Juni der Fall sein. Gut möglich, dass Liberty den aushebelt, weil es für 2021 kein Concorde Agreement mehr gibt.
Jedenfalls sieht es derzeit so aus, als würden FIA und Liberty ihr eigenes Ding durchziehen. Erste Details sickern durch, weil die FIA inzwischen mehrere Ausschreibungen auf der Homepage gestartet hat. Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT waren die Teams davon überrascht.
Schon länger bekannt ist, dass es ein Einheitsgetriebe geben wird. Aber auch die Felgen, das Bremssystem und das Bremsmaterial soll von einem Einheitslieferant kommen. Das wiederum könnte neue Hersteller anziehen, die die Formel 1 eben nur dann in Betracht ziehen, wenn die Kosten sinken. Signifikant.

Bildergalerie

Formel-1-Autos 2021 von Sean Bull
Formel-1-Autos 2021 von Sean Bull
Formel-1-Autos 2021 von Sean Bull
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Formel-1-Autos 2021 von Sean Bull
Die Felgen wurden von den Teams zuletzt für aerodynamische Zwecke verwendet. Sie dienen dem Temperaturmanagement der Reifen – ein wichtiger Faktor in der Formel 1. Derzeit gibt es drei verschiedene Felgenhersteller: OZ, Enkei und BBS. Zwar vertrauen sieben der zehn Teams, darunter auch die drei Topmannschaften, auf Felgen von OZ. Doch die werden individuell erstellt.
Dasselbe gilt für die Bremsen. Brembo ist einer von vier Herstellern, beliefert aber sechs Teams – mit ganz unterschiedlichen Bremsen. Die Bremsscheiben haben derzeit teilweise über 1000 verschiedene Mini-Bohrlöcher – auch das für das perfekte Temperaturmanagement. Das kostet Unsummen an Geld. Weil die Felgen 2021 von 13 auf 18 Zoll wachsen werden, sollen auch die Bremsscheiben größer ausfallen: Derzeit haben sie einen Durchmesser von 278 Millimeter, künftig sind 320 bis 330 Millimeter geplant. Die Dicke von 32 Millimeter bleibt bestehen.
Die Ausschreibungen enden am 22. Mai. Am 14. Juni soll es eine Entscheidung geben. Der Hersteller hat dann ein Patent von 2021 bis 2024, mit einer Option auf 2025.
Wie die Lackierungen einiger Hersteller wie Audi, Bugatti, Jaguar und Co. auf einem Formel-1-Auto aussehen würden, sehen Sie in der aktuellen Bildergalerie.