Formel 1: Qualifying-Krimi in Monaco bringt Rundenrekord
Norris schockt Leclerc – Hamilton strafversetzt

Bild: Zak Mauger/LAT Images/McLaren
Update: Das Qualifying in Monaco hatte noch ein Nachspiel für Lewis Hamilton: Der Ferrari-Star blockierte Max Verstappen auf dessen schneller Runde in Q1 – und kassiert dafür eine Startplatzstrafe von drei Positionen. Statt von Platz 4 geht der Brite nur von Rang 7 ins Rennen.
Dabei zeigte sich Verstappen nach der Session ungewöhnlich verständnisvoll: „Ich weiß, dass es nicht sein Fehler war. Sein Team hat ihm gesagt, ich sei langsam unterwegs – da beschleunigt man natürlich. Aber ich war klar auf einer schnellen Runde“, so der Red-Bull-Pilot. Verstappen, selbst schon in der Vergangenheit für ähnliche Vorfälle bestraft, meinte: „Wenn das hier ohne Strafe geblieben wäre, hätte mich das sehr überrascht.“

Statt von Platz 4 geht Lewis Hamilton nur von Rang 7 ins Rennen.
Bild: Ferrari
Die Stewards sahen es ähnlich: Hamilton fuhr in Kurve drei auf exakt der Linie, die Verstappen zuvor auf seinen schnellen Runden gewählt hatte – damit war die Behinderung laut Reglement eindeutig.Ein Funkfehler bei Ferrari, der Verstappen fälschlich als langsam meldete, wurde nicht als mildernder Umstand gewertet.
Hamilton selbst räumte ein: „Ich wollte Platz machen, bin ganz nach links gefahren. Aber für Max war das natürlich trotzdem störend. Die Info war einfach falsch.“ Wie es zu dem Missverständnis kam? Unklar. Ferrari sprach von einem Anzeigeproblem auf dem Bildschirm.
Durch Hamiltons Rückversetzung rücken Isack Hadjar (Racing Bulls) und Fernando Alonso (Aston Martin) um je eine Position auf. Max Verstappen profitiert ebenfalls – er startet nun aus der zweiten Reihe.
Norris schnappt Leclerc die Pole weg
Das wichtigste Qualifying der Formel-1-Saison 2025 liefert die bislang packendste Show – mit einem Überraschungssieger: Lando Norris (McLaren) setzt sich mit seiner zweiten Runde auf weichen Reifen durch und entreißt Lokalheld Charles Leclerc (Ferrari) im letzten Moment die Pole. Und das mit einem neuen Streckenrekord: 1:09.954 Minuten – Hamiltons Bestmarke aus 2019 ist Geschichte.
Lokalmatador Leclerc sah schon wie der sichere Polesetter aus, nachdem er in seiner letzten Runde im Mittelsektor glänzte. Doch Norris konterte auf alten Reifen und setzte im ersten und dritten Sektor alles auf eine Karte – mit Erfolg. Oscar Piastri komplettierte das McLaren-Fest auf Rang drei, Lewis Hamilton wurde trotz Crash im dritten freien Training Vierter (+0,428 Sekunden).
Red Bull enttäuscht, Hadjar überrascht
Max Verstappen blieb nur Rang fünf – und das trotz zuletzt aufsteigender Form bei Red Bull. Von der erhofften vorderen Startreihe war der Weltmeister weit entfernt. Teamberater Helmut Marko hatte vorher von einer „magischen Runde“ gesprochen – die kam nicht.
Für die Sensation aus dem Red Bull-Kosmos sorgte dagegen Isack Hadjar: Der Racing-Bulls-Pilot fuhr mit nur 0,969 Sekunden Rückstand auf Platz sechs. Dahinter: Fernando Alonso, Esteban Ocon, Liam Lawson und Alexander Albon.
Mercedes erlebte derweil ein Quali-Desaster: George Russell blieb im Tunnel liegen – laut Team wegen eines elektrischen Defekts nach einer Bodenwelle. Auch Andrea Kimi Antonelli kam nicht weit, crashte in Q1 am Hafen. Ergebnis: Startplätze 14 und 15 – das schlechteste Mercedes-Qualifying seit Imola 2022.

Nico Hülkenberg startet am Sonntag von Platz 13 in den Monaco Grand Prix.
Bild: Sauber
Der einzige Deutsche im Feld, Nico Hülkenberg, schaffte es auf Platz 13 und war damit immerhin bester Sauber-Audi. Sein Teamkollege Gabriel Bortoleto wurde 16.
Das Rennen am Sonntag (Start: 15:00 Uhr) gibt’s live auf Sky, ServusTV (AT) und SRF (CH).
Formel 1: Monaco Grand Prix 2025
Qualifying, Ergebnis
1. Lando Norris (GB), McLaren, 1:09,954 min
2. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:10,063
3. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:10,129
4. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:10,382
5. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:10,669
6. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:10,923
7. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:10,924
8. Esteban Ocon (F), Haas, 1:10,942
9. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:11,129
10. Alex Albon (T), Williams, 1:11,213
11. Carlos Sainz (E), Williams, 1:11,362
12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:11,415
13. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:11,596
14. George Russell (GB), Mercedes, ohne Zeit
15. Kimi Antonelli (I), Mercedes, ohne Zeit
16. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:11,902
17. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:11,979
18. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:11,994
19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:12,563
20. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:12,597
2. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:10,063
3. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:10,129
4. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:10,382
5. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:10,669
6. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:10,923
7. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:10,924
8. Esteban Ocon (F), Haas, 1:10,942
9. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:11,129
10. Alex Albon (T), Williams, 1:11,213
11. Carlos Sainz (E), Williams, 1:11,362
12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:11,415
13. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:11,596
14. George Russell (GB), Mercedes, ohne Zeit
15. Kimi Antonelli (I), Mercedes, ohne Zeit
16. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:11,902
17. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:11,979
18. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:11,994
19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:12,563
20. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:12,597
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