19 Punkte Rückstand, fünf Siege statt neun wie der große Rivale: Lewis Hamilton (Mercedes) ist der Jäger im WM-Duell mit Max Verstappen (Red Bull). Doch nach der Niederlage von Mexiko baut der Mercedes-Star vorm GP Brasilien an diesem Wochenende in Sao Paulo schon mal vor. Hamilton: „Red Bulls Speed war nicht nur in Mexiko phänomenal. Übers ganze Jahr gesehen haben sie das bessere Auto."
Deshalb werde Red Bull nur sehr schwer zu schlagen sein. Speziell am Wochenende in Brasilien. „Aber“, so der siebenmalige Weltmeister, „wo ein Wille ist, da ist ein Weg!“ Dass er in Brasilien eine Motorstrafe bekäme, wie Red-Bull-Chefberater Helmut Marko vermutet, kann er nicht bestätigen. „Ich gehe davon aus, dass alles in Ordnung ist“, sagt Hamilton, während Radio Fahrerlager bereits  fünf Startplätze Strafe für einen neuen Verbrennungsmotor meldet.
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Allein: Während Hamiltons Selbstbewusstsein sich bei seinem Auftritt in der Pressekonferenz am Donnerstag in Grenzen hält, lässt Verstappen keine Zweifel über seine Ziele aufkommen. „Ich bin mit meiner Performance nicht unzufrieden im Moment“, untertreibt der Niederländer auf die Frage nach dem besten Verstappen aller Zeiten, „aber das erwarte ich auch von mir. Jedes Jahr besser werden.“
Er schaue jedenfalls immer nach vorne. Verstappen: „Direkt nach dem Sieg in Mexiko dachte ich schon an Sao Paulo. Ich habe auch nicht groß gefeiert, weil ich schon am Sonntagabend nach Brasilien geflogen bin.“
Das Formel-1-WM-Duell zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton geht in die entscheidende Phase.
Auch, weil seine Freundin Kelly, die Tochter des dreimaligen Weltmeisters Nelson Piquet, ihm ihr Heimatland zeigen wollte. Das erste Mal konnte er auch persönlich mit seinem Schwiegervater in spe sprechen. „Das lief bisher nur über Facetime. Aber von Angesicht zu Angesicht ist doch etwas anderes.“
Auch, wie man Weltmeister wird, wurde offenbar besprochen. Zumindest veröffentlichte Nelson Piquet junior ein Foto des Talks mit der Frage: „Was glaubt Ihr, wurde hier besprochen?“
Im Erfolgsfall verspricht Verstappen jedenfalls schon eins: „Falls ich den Titel gewinne, werde ich 2022 mit der Startnummer 1 fahren. Wann hat man schon mal die Gelegenheit dazu?“ Es war sicher auch ein Seitenhieb gegen Hamilton, der schon seit Jahren auf die Startnummer 1 verzichtet und lieber mit seiner 44 fährt.
Für Experten wie Gerhard Berger ist Verstappen Favorit. Der Ex-GP-Sieger und heutige DTM-Boss beim ORF: „Max ist der Coolere von beiden. Er hat die besseren Nerven.“ Der Österreicher weiter: „Wenn Max nach einem Sieg die Ziellinie überquert, schickt er dem Team einen kurzen ‚Dankeschön‘-Funkspruch. Es ist sehr klar im Kopf, nicht emotional, kein Weinen oder Schreien. Lewis übertreibt da oft. Nerven haben nichts mit Erfahrung zu tun. Es liegt in der Natur, ob jemand unter Druck besonders gut performen kann. Wenn Lewis unter Druck steht, schwächelt er manchmal. Das hat man im Zweikampf mit Nico Rosberg schon gesehen.“
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Fest steht: Der Druck steigt auf Hamilton. Wenn Verstappen in Brasilien mindestens fünf Punkte mehr holt, kann der Brite aus eigener Kraft nicht mehr Weltmeister werden.

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Von

Ralf Bach