Diese Analyse dürfte noch für Gesprächsbedarf sorgen! Fast zwei Wochen nach dem GP von Aserbaidschan hat Formel-1-Reifenlieferant Pirelli die Ursache für die beiden Reifenschäden von Lance Stroll (Aston Martin) und Max Verstappen (Red Bull) analysiert. Dabei wurden auch Reifen der anderen Teams unter die Lupe genommen, die eine ähnliche oder höhere Laufleistung aufwiesen.
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Ergebnis laut Pirelli: Die Schäden wurden nicht durch einen Produktions- oder Qualitätsmangel verursacht. Auch habe es keine Anzeichen von Materialermüdung oder eine Ablösung der Lauffläche gegeben. Bei Stroll und Verstappen war in Baku kurz vor der Ziellinie der linke Hinterreifen explodiert, beide krachten in die Mauer, Verstappen verlor so den sicher geglaubten Sieg.
Pirelli hat die Analyse der Reifenschäden von Baku abgeschlossen.
Die Italiener von Reifenmonopolist Pirelli weisen nun allerdings jegliche Schuld an den Unfällen von sich. Stattdessen schieben sie die Verantwortung auf die Teams. Grund: Sowohl bei Strolls als auch bei Verstappens linkem Hinterreifen sei die innere Seitenwand kaputtgegangen. Der Schaden sei darauf zurückzuführen, wie die Reifen im Rennen eingesetzt wurden – trotz der Einhaltung der Startvorgaben zu Luftdruck und Heiztemperatur.
Pirelli deutet damit an, dass sich Red Bull und Aston Martin während des Rennens beim heiklen Thema Luftdruck in einer Grauzone bewegt haben könnten. Hintergrund: Auf die Werte der Reifendrucksensoren hat Pirelli während des Rennens keinen Zugriff.
Das will zumindest Red Bull so nicht stehen lassen. In einem Statement, das nur wenige Minuten nach der Pressemitteilung von Pirelli verschickt wurde, stellt das Verstappen-Team klar: "Wir haben während der Untersuchung des Reifenschadens von Max, der sich in der 47. Runde des Aserbaidschan-GP ereignet hat, eng mit Pirelli und der FIA zusammengearbeitet, und können bestätigen, dass kein Fehler am Auto gefunden wurde. Wir haben uns zu jeder Zeit an die Reifenparameter von Pirelli gehalten und werden uns auch weiterhin an deren Vorgaben halten. Wir sind dankbar, dass bei den Highspeed-Unfällen keine Fahrer verletzt wurden."
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Ein kleiner Seitenhieb auf Pirelli, deren Reifenschäden bei Tempi jenseits der 300 km/h auch schlimmere Folgen hätten haben können.
Und nun? Pirelli hat die Analyse an die FIA und die Teams weitergeleitet. Zudem seien neue Vorgaben zur Überwachung des Luftdrucks geplant. Eine technische Direktive untersagt demnach beispielsweise Praktiken, womit die Teams den Luftdruck nach der Messung in der Startaufstellung senken können. Ebenfalls ein klares Signal in Richtung Red Bull und Aston Martin. Das Thema dürfte damit allerdings noch nicht beendet sein.

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