Die zwei werden keine Freunde mehr: Beim GP Frankreich in Le Castellet kam es zum erneuten Kräftemessen zwischen Mick Schumacher (22) und seinem Haas-Teamkollegen Nikita Mazepin. Nach einem schlechten Start von Schumacher junior (Verbremser) und einer missglückten Attacke auf George Russell (Williams) greift der Russe den Deutschen an und drückt ihn von der Strecke in die Auslaufzone. Schumacher muss nachgeben und kommt nur dank einer besseren Strategie (ein statt zwei Stopps) vor Mazepin auf Platz 19 ins Ziel.
Anschließend hat er einen dicken Hals – wie schon nach dem Rennen in Baku, wo Mazepin ihn kurz vor der Ziellinie in die Mauer schicken wollte. Mick bei Sky über das aggressive Fahrverhalten unter Teamkollegen: „Das muss nicht sein. Ich glaube auch, dass ich mit dem Team da noch mal da drüber reden muss. Wenn es so sein soll, macht ja nichts. Aber das können sich die meisten Leute wohl selbst erklären, dass es nicht so sein muss.“
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Die Stimmung bei Haas – sie bleibt abgekühlt. Was auch an Mazepins Aussagen in den Medien liegt. Bereits am Donnerstag hatte er angezweifelt, dass es in Baku überhaupt einen Zwischenfall gegeben habe („Beide Autos hatten keinen Kratzer“) und warnte Mick: „Er sollte in Zukunft nicht erwarten, dass ich es ihm zu einfach mache. Ich werde niemals nicht blocken.“
Mazepin hatte er angezweifelt, dass es in Baku überhaupt einen Zwischenfall gegeben habe.
Das stößt dem jungen Schumacher offenbar so sauer auf, dass er in seinen Interviews nach den Rennen fallen lässt: „Er war ja auch recht offen in der Presse mit seiner Sicht. Dann müssen wir jetzt eben alle unsere Ellenbogen gleich ausfahren.“
Onkel Ralf Schumacher – als Sky-Experte ebenfalls in Le Castellet vor Ort – fordert von Teamchef Günther Steiner jetzt eine härtere Hand. „Die einzige Entschuldigung, die ich (für Mazepin; d. Red.) habe: Dass er einfach überfordert ist. Diesmal ist nichts passiert, weil Mick reagiert und in den Spiegel schaut. Da muss der Teamchef auch mal sagen, was er will. Selbst wenn Papa die größte Rechnung zahlt, nützt es ja nix, wenn beide Autos draußen sind.“
Hintergrund: Dmitri Mazepin ist mit seiner Firma Uralkali Hauptsponsor des Haas-Teams. Ein Standing innerhalb der Mannschaft, das der junge Russe im Duell gegen Mick Schumacher zu nutzen weiß.
Doch in diesem Fall sind die Insider uneins, ob Mazepins Manöver wirklich zu hart war. Teamchef Günther Steiner jedenfalls packt es nicht in die Kategorie „überm Limit“. Steiner: „Das war Racing, aber es war nicht unfair. Ich habe mit beiden gesprochen und keiner hat sich extrem beschwert. Nikita muss an der Stelle so angreifen – wenn nicht, macht er seinen Job auch nicht richtig."
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Mit den Plätzen 19 und 20 kann Steiner indes nicht zufrieden sein. „Ohne Micks Verbremser in der ersten Kurve wäre mehr drin gewesen. George Russell ist Zwölfter geworden, damit hat Williams uns in der Konstrukteurswertung wieder überholt. Auf Platz 14 war Mick gestern im Qualifying gar nicht so weit davon entfernt. Das zeigt, dass sich Entschlossenheit auszahlen kann.“

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