Nervenkrimi für WM-Spitzenreiter Charles Leclerc: Obwohl der Ferrari-Star im Qualifying zum Spanien GP zunächst patzt, steht er am Ende auf der Pole. Nach einem Dreher in der Schikane beim ersten Versuch in Q3, ist Leclerc nur Zehnter und muss zittern.
Dann aber dreht sich das Glück zwischen den WM-Rivalen: Während Max Verstappen über Leistungsverlust klagt, brennt Leclerc mit Ablauf der Uhr die Bestzeit in den Asphalt. Es ist die vierte Saisonpole des Ferrari-Stars und bereits die 13. seiner Karriere. "Die Session war sehr schwer. Nach meinem Fehler wusste ich, dass ich nur eine Runde habe und alles passen muss. Ich habe mich dann aber super wohl gefühlt, das Auto war unglaublich", jubelt Leclerc.
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WM-Rivale Verstappen muss seinen zweiten Versuch abbrechen, wird mit drei Zehnteln Rückstand Zweiter: "Auf dem letzten Run ging das DRS nicht auf. Das ist natürlich schade, aber immerhin stehen wir in der ersten Reihe", kommentiert der Niederländer. Lokalmatador Carlos Sainz kommt im zweiten Ferrari trotz Verstappens Problemen nicht über Rang drei hinaus.
Max Verstappen wurde einmal mehr von der Technik im Stich gelassen.

Bei Red Bull steht nach dem Defekt unterdessen Ursachenforschung auf dem Programm. "Das DRS hat sich nicht geöffnet. Deswegen hat es sich für Max auch erst so angefühlt, wie wenn ihm Power fehlt, beim Motor war aber alles okay", berichtet Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko. "Wir müssen uns anschauen, was da los war. Nachdem es anschließend aber wieder ging, dürfte es nicht zu gravierend sein. Schade ist es trotzdem, denn die Pole war heute drin."
Der Österreicher glaubt: "Wir sind hier auf Augenhöhe mit Ferrari über eine einzelne Runde. Morgen im Longrun wird entscheidend, wer besser mit den Reifen umgeht." Zuletzt war das Red Bull, weswegen Leclerc trotz der in Barcelona historisch immer wichtigen Pole noch nichts von einer Vorentscheidung hören will. "Wir sind in einer starken Position, haben aber in den letzten beiden Rennen im Vergleich zu Red Bull mehr Probleme mit den Reifen gehabt. Es wird also wichtig, dass das morgen besser läuft", sagt der Ferrari-Star.
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Auch Verstappen sieht seine Siegchancen deshalb intakt: "Unser Auto fühlt sich gut an. Es ist schwer hier zu überholen, aber wenn unser Auto wieder netter zu den Reifen ist als ihres, geht vielleicht was."
Dritte Kraft hinter Ferrari und Red Bull ist in Barcelona einmal mehr Mercedes. George Russell wird noch vor Sergio Perez Vierter, Rekordweltmeister Lewis Hamilton kommt auf den sechsten Platz. "Ganz vorne spielen wir noch nicht mit. Wir waren zuletzt eine Sekunde weg, jetzt sind wir ein bisschen näher. Nun muss man einfach Stein für Stein abarbeiten, näher kommen und versuchen, dass wir dann in ein paar Rennen wieder ganz vorne mit dabei sind", kommentiert Silberpfeil-Sportchef Toto Wolff.
Das Haas-Team schafft es mit beiden Autos in die Top-10.

Jubel gibt es bei Haas und Mick Schumacher. Das US-Team schafft es mit beiden Autos in die Top-10, für Schumacher ist es gar der erste Q3-Einzug seiner Formel-1-Karriere: Möglich wird der, weil McLaren-Pilot Lando Norris im zweiten Quali-Abschnitt die schnellste Runde wegen des Überfahrens der Streckenlimits in Kurve zwölf aberkannt wird: Schumacher darf entsprechend nachrücken und startet am Sonntag als Zehnter, zwei Plätze hinter Teamkollege Kevin Magnussen.
Schwach läuft der Samstag indes für Landsmann Sebastian Vettel. Viel hatte sich Aston Martin vom runderneuerten Auto versprochen, doch im Qualifying reicht es nur zu Platz 16. Als Vettels Ingenieur ihm das Aus in Q1 mitteilt, kann der Deutsche es nicht glauben: "Du musst Witze machen", funkt Vettel gefrustet. Bitter läuft es auch für Alpine-Altmeister Fernando Alonso, der bei seinem Heimspiel in Spanien als 17. früh ausscheidet. Langsamer sind nur Vettel-Kollege Lance Stroll und die beiden Williams von Alex Albon und Nicholas Latifi.

Formel 1 Grand Prix von Spanien
Qualifying

1. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari 1:18,750 Min.
2. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,323 Sek.
3. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,416
4. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +0,643
5. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +0,670
6. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +0,762
7. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo +0,858
8. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +0,932
9. Daniel Ricciardo (Australien) - McLaren +1,547
10. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) - Haas +1,618
11. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren 1:20,471
12. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine 1:20,638
13. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri 1:20,639
14. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpha Tauri 1:20,861
15. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo 1:21,094
16. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Aston Martin 1:20,954
17. Fernando Alonso (Spanien) - Alpine 1:21,043
18. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin 1:21,418
19. Alexander Albon (Thailand) - Williams 1:21,645
20. Nicholas Latifi (Kanada) - Williams 1:21,915

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Von

Frederik Hackbarth