Ungefährdeter Start-Ziel-Sieg für Max Verstappen im Sprint zum Großen Preis von Österreich in Spielberg. Der Niederländer startet damit das Heimrennen seines Arbeitgebers Red Bull am Sonntag von der Pole Position und gewinnt auch das zweite Sprintrennen des Jahres nach Imola.
Verstappen freut sich über den Sieg vor überwiegend in Orange gekleideten Fans. „So sollte ein Sprint laufen. Am Ende hatten wir einen ähnlichen Speed wie Ferrari. Das wird spannend morgen."
Verstappen fuhr zu einem ungefährdeten Sprint-Sieg.

Hinter ihm rast Charles Leclerc vor Carlos Sainz durchs Ziel. Dabei kommt es nach Silverstone erneut zum heißen Schlagabtausch zwischen den Ferrari-Stars. Mehrfach überholen sich die beiden roten Renner, am Ende drängt Leclerc Sainz in Kurve drei von der Ideallinie und macht so klar, wer die Nummer eins bei Ferrari sein will.
„Wir hatten einen kleinen Kampf mit Carlos“, erklärt Leclerc und betont, dass er am Sonntag lieber mit statt gegen den Stallkollegen arbeiten würde. Der Spanier bleibt aber cool: „Das war gutes Racing.“
George Russell (Mercedes) wird Vierter vor Sergio Perez (Red Bull), Esteban Ocon (Alpine) und Kevin Magnussen (Haas).
Den letzten Punkt schnappt sich Lewis Hamilton nach einem sehenswerten Duell mit Mick Schumacher. Rundenlang kämpfen der siebenmalige Weltmeister und der Sohn des anderen Rekordchampions Michael Schumacher Rad an Rad. Mehrfach macht Schumi junior die Tür zu und beweist Kämpferqualitäten.
Erst als der Deutsche aus dem DRS-Windschatten seines Teamkollegen fällt, kommt Hamilton vorbei.
Der Mercedes-Star bekam nach seinem Unfall im Qualifying am Freitag ein neues Chassis, kracht am Start von Platz zehn mit Pierre Gasly (Alpha Tauri) aneinander, kann aber weiterfahren.
Für Sebastian Vettel lief der Sprint in Spielberg nicht wie erhofft.

Sebastian Vettel rast am Start mit weichen Reifen von Platz 20 bis auf Rang 14. In Kurve vier berührt dann aber Williams-Pilot Alex Albon mit seinem rechten Vorderrad Vettels linken Hinterreifen und dreht den Deutschen um. Vettel rutscht ins Kiesbett, kommt mit dem Rückwärtsgang aber zurück auf die Strecke. Eine Runde vor Schluss soll er seinen Aston Martin mit Folgeschaden in die Garage lenken.
Vettel: „Wir sind zunächst gut durchgekommen. Unsere Pace war einigermaßen okay." Doch dann folgt die Kollision im zweiten Sektor. Eine Strafe erwartet der Deutsche nicht. Im Gegenteil: Der Heppenheimer sieht die Schuld bei Albon. „Ich muss es mir noch mal genau anschauen, aber Alex hat mir nicht genug Platz gelassen. Der Unterboden ist ein bisschen beschädigt", erklärt ein frustrierter Vettel.
Anders sieht es Sky-Experte Ralf Schumacher. „Es war ein Rennunfall und optimistisch über außen. Bisher ist es ein schweres Wochenende für Seb, sehr schade für das morgige Rennen.“

Formel 1 Grand Prix von Österreich
Sprint-Qualifying

1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 26:30,059 Min.
2. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +1,675 Sek.
3. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +5,644
4. George Russell (Großbritannien) – Mercedes +13,429
5. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +18,302
6. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine +31,032
7. Kevin Magnussen (Dänemark) – Haas +34,539
8. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes +35,447
9. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas +37,163
10. Valtteri Bottas (Finnland) – Alfa Romeo +37,557
11. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +38,580
12. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren +39,738
13. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin +48,241
14. Zhou Guanyu (China) – Alfa Romeo +50,753
15. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri +52,125
16. Alexander Albon (Thailand) – Williams +52,412
17. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri +54,556
18. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams +1:08,694 Min.
19. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin + 2 Rd.
20. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine ausgeschieden (1. Rd.)

Von

Bianca Garloff