Formel 1: Test, Vettel, Schumacher
Stotterstarts für die Deutschen

Die Formel 1 legt bei den Testfahrten in Bahrain los. Mick Schumacher und Sebastian Vettel haben ihre erste Ausfahrt bereits beendet.
Bild: Aston Martin
- Ralf Bach
Die beiden Deutschen strahlten zwar unter ihren Schutzmasken, doch ein perfekter Start in die Formel-1-Saison sieht anders aus. Eher muss man sowohl bei Sebastian Vettel (33) mit seinem Aston Martin-Mercedes als auch bei Mick Schumacher (21) mit seinem Haas von einem Stotterstart sprechen. Vettel belegte bei Halbzeit des ersten Testtages in Bahrain mit 51 gefahrenen Runden Platz fünf, am Ende des Tages reichte es nur für Rang 13. Sein Rückstand auf "Halbzeitmeister" Daniel Ricciardo (McLaren-Mercedes) betrug 1,539 Sekunden. Schumacher belegte bei nur 15 gefahrenen Runden Rang zehn (Rückstand 3,924 Sekunden), am Ende war er Vorletzter.
Beide traten dennoch gut gelaunt vor die Kameras. „Heute sind wir das erste Mal richtig zum Fahren gekommen. Ich habe sehr viel lernen können, aber es gibt einige Dinge, an die ich mich noch gewöhnen muss“, räumt Vettel ein. „Das Fahrverhalten des Autos ist doch wesentlich anders, auch die Lenkung. Dennoch war der Morgen relativ produktiv. Wir haben unser Programm abspulen können, es hat Spaß gemacht.“
Vettels Aston Martin AMR21 rollte einmal am Ende der Boxengasse aus. „Das war aber kein großes Ding“, so der Deutsche „es war ein kleiner Hänger, der bei allen Autos auftritt. Es ist halt sehr viel Software bei diesen Autos im Spiel. Es hat nur etwas gedauert, bis wir wieder zum Fahren gekommen sind.“
Sebastian Vettel mit seinem neuen Helm für die Formel-1-Saison 2021
Bild: Aston Martin
Allein: Vettel-Kumpel Timo Glock beobachte bei Sky, warum rosige Zeiten beim hessischen Landsmann ausgebrochen sind. „Sebastian lacht schon jetzt viel mehr als vergangene Saison,“ sagt der ehemalige Formel-1-Pilot – eine Anspielung auf die schwierige Saison 2020, die der vierfache Weltmeister bei Ferrari erlebt hatte.

Mick Schumacher war trotz seiner wenigen Debütrunden gut gelaunt.
Bild: Haas
Grundsätzlich sei es aber „mega“ gewesen, „mit dem Team zusammenzuarbeiten. Das Auto fühlt sich bequem an, von daher war es sehr gut. Es war auch sehr positiv, wenn man auf der Strecke testen kann, auf der man auch das erste Rennen fährt. Insofern kommen wir nächste Woche mit vielen Daten an, mit viel Vorbereitung, und können dann darauf weiter aufbauen und uns verbessern.“
Am Samstag und Sonntag werden Vettel und Schumacher jeweils wieder einen halben Tag testen, bis es übernächstes Wochenende zum ersten Rennen geht. Die restlichen eineinhalb Tage Übungsfahrten werden von dem jeweiligen Teamkollegen übernommen. Vom Kanadier Lance Stroll (Vettel) sowie vom Russen Nikita Mazepin.
Und sonst so? Red Bull-Pilot Max Verstappen war nicht nur am Schnellsten, sondern mit 139 Runden auch am Fleißigsten. Ganz anders Weltmeister Mercedes: Ein Getriebewechsel und zwei weitere Probleme sorgten dafür, dass die Schwarzpfeile gerade mal 48 Runden drehten – weniger als eine Renndistanz (57). Natürlich ist das erst Tag eins der Tests und soll noch nichts heißen. Allein: Bei nur drei Tagen Wintertestfahrten ist jede Stunde, die verloren geht, ein Ärgernis.
Formel 1 im TV
2021 läuft die Formel 1 bei Sky. Der Sender richtet für die neue Ära eigens einen TV-Sender ein: Sky Formel 1. Hier gibt es 24 Stunden am Tag Motorsport. Alle Trainingssitzungen, alle Qualifyings, alle Rennen immer live und ohne Werbeunterbrechung. Dazu überträgt Sky auch die Rahmenrennen Formel 2, Formel 3 und den Porsche Supercup. Auf dem Programm stehen zudem historische Rennen und Sondersendungen. Mehr Infos dazu finden Sie HIER
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