Perfekter Auftakt für Lokalmatador Charles Leclerc bei seinem Heimrennen in Monaco: Der Ferrari-Star erzielt in beiden Trainings am Freitag die Bestzeit. "Charles und Ferrari sind da, wo wir sie erwartet haben, richtig stark", kommentiert Ex-Weltmeister Nico Rosberg bei Sky. "Die große Überraschung ist für mich aber Sainz, er ist nur ein paar Hundertstel weg und kann hier vielleicht auch ein Wörtchen um die Pole mitreden."
Der zuletzt stark gebeutelte Spanier sortiert sich nur 44 Tausendstel hinter Leclercs Bestzeit ein und beschert Ferrari damit die Favoritenrolle im Fürstentum. Denn WM-Spitzenreiter Max Verstappen fehlen im Red Bull viereinhalb Zehntel auf die Spitze, er landet noch hinter Stallgefährte Sergio Perez auf Rang vier. Dabei ist der Niederländer im Mittelsektor sogar geringfügig schneller als Leclerc, in Sektor eins und drei verliert aber jeweils eine Viertelsekunde.
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Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist jedenfalls beeindruckt von der Pace der Roten: "In dieser Session haben sie viel Speed gezeigt, Ferrari sieht sehr stark aus. Wir müssen uns strecken, um da ranzukommen", sagt der Brite und verrät: "Max ist noch nicht ganz happy mit dem Auto, vor allem die Balance in Turn eins passt ihm noch nicht. Wir haben aber viele Daten gesammelt, um das zu beheben."
Die Ferraris von Leclerc und Sainz liegen indes wie auf Schienen: "Das Auto hat hier unglaublich viel mechanischen Grip", erklärt Experte Anthony Davidson. "Es lädt die Reifen richtiggehend auf, hat tolle Traktion und kann spät bremsen. Außerdem lenkt es präzise ein."
Crash früh im Training: Daniel Ricciardo versenkt den McLaren

Ganz anders geht es da McLaren-Star Daniel Ricciardo: Der Monaco-Sieger von 2018 wirft sein Auto schon nach einer Viertelstunde in der Schwimmbadschikane in die Leitplanken und sorgt für die einzige rote Flagge des Nachmittags. "Genau das, was Daniel nicht gebraucht hat", sagt Nico Rosberg. "Sein Rhythmus, der auf dieser Strecke so besonders wichtig ist, ist jetzt erstmal gebrochen. Und Lando (Norris, Teamkollege; d.Red.) fliegt hier schon wieder."
Der junge Brite wird hinter Ferrari und Red Bull als Fünfter Best of the Rest, noch vor Landsmann George Russell im Mercedes. Dass die Formverbesserung der Silberpfeile zuletzt in Barcelona nicht unbedingt auch für Monaco gelten muss, zeigt vor allem Teamkollege Lewis Hamilton.
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Nach Platz zehn im ersten Training, kommt der Rekordweltmeister der Formel 1 auch in der zweiten Session nicht auf Touren. Die harten Zahlen: Rang zwölf, 1,6 Sekunden hinter der Spitze und fast neun Zehntel hinter dem Teamkollegen. Nach einem Verbremser muss Hamilton in Mirabeau zudem in den Notausgang, auch hüpft sein W13 wieder deutlich stärker, was ihn zwischen den Trainings sogar dazu veranlasst, das Team um Ellbogenschoner zu bitten.

Nur Bottas' Hintern kann Hamilton aufheitern

Das einzige Lachen zaubert Ex-Teamkollege Valtteri Bottas auf Hamiltons Lippen: Der Finne hatte zuletzt mit einem Schnappschuss von seinem nackten Hintern beim Baden in einem Bach für virale Aufruhr in den Sozialen Netzwerken gesorgt. Für karitative Zwecke versteigerte er nun 5000 Posterdrucke des Fotos, den letzten davon schenkte er Hamilton. Der Brite droht grinsend: "Wenn ich das nächste Mal in Colorado bin, hole ich auch meinen Hintern raus, stelle es nach und schicke es dir!"
Geschenk vom Ex-Teamkollegen: Hamilton und (der nackte) Bottas

Für die Deutschen läuft der Freitag in Monte Carlo ganz unterschiedlich: Sebastian Vettel erlebt zwei mehr als ordentliche Sessions, wird beide Male starker Neunter und hat seinen Aston-Martin-Teamkollegen Lance Stroll einmal mehr klar im Griff.
Andersrum läuft es, wenn auch unverschuldet, bei Mick Schumacher: Der Haas-Pilot geht, nach einem Antriebsproblem und viel verlorener Zeit im ersten Training, schon im Hintertreffen ins Wochenende. In der zweiten Sitzung zeigt sich das am doch deutlichen Rückstand auf Stallgefährte Kevin Magnussen: Während der Däne immerhin Elfter wird, landet Schumer nur auf Rang 17, sechseinhalb Zehntel dahinter.

Formel 1 Grand Prix von Monaco
2. Freies Training

1. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari 1:12,656 Min.
2. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,044 Sek.
3. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +0,379
4. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,447
5. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +0,638
6. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +0,750
7. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpha Tauri +0,980
8. Fernando Alonso (Spanien) - Alpine +1,256
9. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Aston Martin +1,403
10. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri +1,478
11. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +1,583
12. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +1,611
13. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo +1,812
14. Alexander Albon (Thailand) - Williams +1,830
15. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo +1,869
16. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +1,967
17. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) - Haas +2,238
18. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine +2,560
19. Nicholas Latifi (Kanada) - Williams +3,620
20. Daniel Ricciardo (Australien) - McLaren - (3. Rd.)

Formel 1 im TV

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Von

Frederik Hackbarth