Formel 1: Ungarn-Tests
So sieht der neue Frontflügel 2019 aus

Force India und Williams testen in Budapest den neuen Frontflügel für die Saison 2019. Er soll das Überholen deutlich erleichtern. Die Details.
Dieser neue Frontflügel, den Force India und Williams beim Budapest-Test heute und morgen erstmals testen, soll der neue Heilsbringer des Überholproblems in der Formel 1 werden!
Fakt ist: Ingenieure haben errechnet, dass ein Formel-1-Auto heute – je nach Strecke – bis zu zwei Sekunden schneller sein muss als der Wagen davor, damit ein Fahrer überholen kann. Seit 2017 die F1-Flitzer dank neuer Aerodynamik deutlich schneller sind, sinkt die Zahl der Überholmanöver. 2019 wird das Reglement daher angepasst – unter anderem mit dem neuen Frontflügel.
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Er wird insgesamt 2,5 Zentimeter länger und 20 Zentimeter breiter sein als dieses Jahr (zwei Meter statt 1,80 Meter). Dazu gelten verschiedene Beschränkungen: So dürfen unterhalb des Frontflügels zum Beispiel nur zwei vertikale Strömungsausrichter verbaut sein und ein Flügel nur noch fünf unterschiedliche Profile aufweisen, keine davon zu Türmen übereinandergestapelt, wie das aktuell der Fall ist.

Auch Williams testet bereits den neuen Frontflügel
Zum zweiten soll der neue Flügel aber auch dafür sorgen, dass überhaupt weniger Luft verwirbelt wird. Bisher führen die Ingenieure die Luft durch den Flügel seitlich am Auto vorbei. Die Luftströme treffen sich dann gerade in dem Bereich, in dem der hinterherfahrende Pilot eigentlich saubere Luft bräuchte. Dieses Vorbeileiten soll durch die breiteren Maße des Frontflügels unterbunden werden.
Dass Force India und Williams die Neuerung schon diese Woche in Budapest testen, erklärt Force-India-Technikchef Andy Green so: „Wir würden gern überprüfen, ob wir bei der Entwicklung in die richtige Richtung gehen. Denn der Frontflügel ist der Schlüssel zu allem, was weiter hinten am Fahrzeug passiert.“
Bei Force India werden die Neuerungen von den beiden Bezahlfahrern Nicholas Latifi und Nikita Mazepin getestet. Williams fährt mit Oliver Rowland und Ex-Rennsieger Robert Kubica. Insgesamt neun Teams sind vertreten, Toro Rosso sogar mit zwei Autos, weil eines für Pirelli-Reifentestfahrten bereitgestellt wird.
Mercedes testet zwei Tage mit Junior George Russell, bei Ferrari fahren Antonio Giovinazzi und Kimi Räikkönen, bei Red Bull Daniel Ricciardo und Jake Dennis, bei Renault Nico Hülkenberg und Artem Markelov, bei McLaren Lando Norris, bei Toro Rosso Brendon Hartley, Pierre Gasly sowie Sean Gelael und bei Sauber Marcus Ericsson und Antonio Giovinazzi. Haas lässt den Test aus.
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