Sebastian Vettel (33) kann bei Aston Martin in Zukunft offenbar auf die Dienste eines alten Bekannten hoffen. Wie die italienische Gazzetta dello Sport berichtet, soll Ex-Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci (50) auf dem Sprung zu Aston Martin sein. Als Berater soll er dem Team des kanadischen Milliardärs Lawrence Stroll nach einem schlechten Saisonstart in Bahrain auf die Sprünge helfen. Lance Stroll belegte da Platz zehn, Sebastian Vettel nach einem Auffahrunfall mit Esteban Ocon nur Platz 15.
Für Vettel dürfte das eine gute Nachricht sein. Hintergrund: Mattiacci war es, der den Heppenheimer 2014 nach Vorarbeit vom heutigen Formel-1-Chef Stefano Domenicali im Auftrag des damaligen FIAT-Bosses Sergio Marchionne endgültig von Red Bull zu Ferrari lotste. Der Italiener folgte im April 2014 auf Domenicali, der wegen des PS-Rückstands des Ferrari-Hybridmotors auf den Mercedes-Antrieb desillusioniert hinschmiss.
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Doch die Ankunft Vettels in Rot erlebte auch Mattiacci nicht mehr. Am Montag nach dem letzten Rennen in Abu Dhabi wurde der Italiener wegen Unregelmäßigkeiten bei seinem vorherigen Job als Chef von Ferrari Nordamerika gefeuert. Die Reporter von ABMS berichteten damals exklusiv.
Bekommt Vettel Hilfe vom Ex-Ferrari-Teamchef?
Ex-Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci (50)
Allerdings: Kurz zuvor schwärmte Mattiacci in einem Interview, das nie veröffentlicht wurde, noch vom deutschen Vierfach-Champion. Der Italiener damals auf der Dachterrasse einer Hospitality in Abu Dhabi zu den ABMS-Reportern: „Unabhängig von Titeln, Nationalitäten und Reisepässen ist Sebastian eine großartige Person. Wir haben uns dreimal in Zürich getroffen. Er ist sehr smart, immer geradeheraus, intelligent. Er weiß genau, was er vom Team will. Ich habe die Leidenschaft in seinen Augen gesehen, als er über Ferrari sprach. Es ist sein Kindheitstraum gewesen zu Ferrari zu wechseln. Weil Michael Schumacher in Deutschland eben eine Kultfigur ist. Ihm will Sebastian nacheifern.“
Ganz hat das nicht geklappt mit dem Nacheifern des großen Idols. Dafür ist Vettels Hoffnung jetzt grün – und Mattiacci als alter Kumpel von Lawrence Stroll, der sich auch als Ferrari-Händler in Quebec und Besitzer einer der größten Ferrari-Sammlungen weltweit einen Namen gemacht hat, wieder zurück im Dunstkreis des Hessen.
Der bekennt gegenüber ABMS, dass Aston Martin dringend nachlegen muss. Vettel vor dem GP in Imola am kommenden Wochenende (Sonntag, 15.00 Uhr live auf RTL und Sky): „Wir sind aktuell hinter dem Plan. Ich glaube, es war zu erkennen, dass wir nicht ganz so stark waren, wie wir uns das erhofft haben. Aber das ganze Team ist gewillt, anzupacken und Schritt für Schritt nach vorne zu kommen.“
Karl Wendlinger, der 1994 beim Schicksalswochenende in Imola mit den Unfällen von Roland Ratzenberger und Ayrton Senna im Sauber-Mercedes dabei war, rechnet fest mit einem Vettel-Comeback: „Für das Team und Sebastian war Bahrain ein Wochenende zum Vergessen und sie sollten es auch vergessen. Das Team ist inzwischen auch finanziell so gut aufgestellt, dass sie die Probleme in Bahrain beheben können. Daher bin ich mir sicher, dass Vettel noch gute Ergebnisse einfahren wird.“
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Mattiacci kommt übrigens auch mit Elektro-Expertise zu Aston Martin. Zwischendurch arbeitete der Italiener für Faraday Future, die auch in der Formel E unterwegs waren.

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