Sebastian Vettels (33) Freude an der Formel 1 hält sich derzeit in Grenzen. Die schnellsten Autos der Welt am Limit zu bewegen sei immer noch ein schönes Gefühl, das Reisen und die vielen Fragen dagegen nerven. So Vettels Tenor auf eine Fanfrage, was er an der Formel 1 am meisten liebt und am meisten hasst.
Die Medienvertreter sind derzeit nicht die angenehmsten Gesprächspartner für den ehemaligen Weltmeister. Dabei ist es nicht die Schuld der Journalisten, dass Vettel nach seinem Wechsel zu Aston Martin weiter nur hinterherfährt.
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„Es ist kein Geheimnis, dass wir ein stärkeres Jahr erwartet haben“, räumt der Deutsche denn auch selbst ein. „Wir können als Team noch wachsen. Es gibt viele kleine Dinge, auf die wir schauen, die wir verbessern können. Der Spirit ist toll, ich bin also glücklich hier, auch wenn die Resultate nicht die sind, die wir erhofft haben.“
Vettel mag glücklich BEI Aston Martin sein, aber nicht IM Aston Martin. „Unser Auto ist nicht schnell genug“, sagt er. „Uns fehlt einfach der Grip. Die Regeln haben uns mehr geschadet als anderen Teams. Aber so ist es nun mal und wir müssen das Beste draus machen.“
Vettel-Nachteil weg, Updates kommen
In Barcelona kommt auch Vettel in den Genuss des Aero-Updates.
So entspannt wie Vettel über die Situation redet, ist sie nicht. Hinter den Kulissen brodelt es. Insidern zufolge macht Teambesitzer Lawrence Stroll weiter Druck auf die FIA. Der kanadische Milliardär will bewirken, dass Aston Martin mehr Freiheiten bekommt, um das Auto zu verbessern. Gerüchten zufolge soll er auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff eingespannt haben, um ihn in seiner Überzeugungsarbeit zu unterstützen. Doch laut Einschätzungen von Beobachtern wird es ein sinnloses Unterfangen sein. Aston Martin muss aus dem vorhandenen Werkzeug das Beste machen.
Immerhin: In Barcelona kommt auch Vettel in den Genuss des Aero-Updates, das sein Teamkollege Lance Stroll schon in Portugal nutzen durfte.
„Idealerweise möchte man beide Autos gleichzeitig damit ausstatten, aber das ist nicht immer möglich“, hatte Performance-Chef Tom McCullough dazu bereits erklärt. „Es braucht etwas Zeit, bis Aero-Updates erfunden, getestet, belegt und hergestellt sind. Sie werden nacheinander produziert, nicht parallel. Daher hat man manchmal nur Zeit, um ein Set herzustellen, bis die Autos zum nächsten GP transportiert werden.“ McCullough bestätigt: „Für das nächste Rennwochenende in Barcelona erwarten wir, genügend Teile produziert zu haben, um beide Fahrzeuge mit dem Aero-Update ausrüsten zu können.“
Konkret geht es dabei um Weiterentwicklungen rund um den Unterboden – die aktuelle Achillesferse des AMR21 also. Vettel weiß aus Strolls Erfahrung in Portimao: „Sie tun das, was sie tun sollen, daher sollte das ein Schritt vorwärts sein. Aber wir wissen nicht, was die anderen Teams machen und ob sie Updates bringen.“ 
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Der Heppenheimer macht gute Miene zu bösem Spiel. „Ich gebe immer alles, wenn ich im Auto bin. Wir wissen, dass wir derzeit nicht um große Punkte, Podeste oder Siege fahren. Aber die Atmosphäre ist gut, das Team macht Fortschritte, ich mache Fortschritte.“ Bleibt die Frage, wie lange er sich noch motivieren kann, wenn das Auto nicht schnell genug und die Fragen zu nervig sind …

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