Offiziell war es das elfte Renne von Aston Martin in der Formel 1. Doch der Rennstall der James-Bond-Marke hat 2021 nichts mehr mit dem aus den Jahren 1959 und 1960 gemeinsam – außer den Namen. Dank Rang zwei in Baku wird Vettel als Fahrer in die Geschichte eingehen, der als erstes für Aston Martin einen Podestplatz erzielen konnte.
Doch de facto gründet der Rennstall auf dem Jordan-Team, das 1991 in die Formel 1 kam und über die Zwischenstufen Midland, Spyker, Force India und Racing Point zu Aston Martin wurde. In diesen 30 Jahren ist Vettel nun der zehnte Fahrer des Teams auf dem Podium.
Der erfolgreichste Pilot ist immer noch ein Deutscher: Heinz-Harald Frentzen kam acht Mal aufs Podium und gewann sogar zwei Rennen für Jordan. Sergio Pérez räumte immerhin sieben Pokale ab, Giancarlo Fisichella deren vier.

Vettel zuversichtlich für die Zukunft

Vettel steht jetzt bei Podium Nummer eins – dem ersten von möglichst vielen. Der Knoten ist definitiv geplatzt: „Es hat etwas länger gedauert als erwartet, aber wir haben schon in Monte Carlo gesehen, dass es besser läuft. Das gute Ergebnis dort hat natürlich geholfen. Das hat etwas Druck vom Kessel genommen, denn die Erwartungen vor der Saison waren doch recht hoch“, sagt Vettel.
Sebastian Vettel hat mit Rang zwei in Baku Geschichte geschrieben.
Mit den Plätzen fünf und zwei hat Vettel in den vergangenen zwei Grands Prix 28 Punkte gesammelt. Nur Sergio Pérez (Vierter und Erster) war erfolgreicher (37 Zähler). Zum Vergleich: Max Verstappen holte nur 25, Lewis Hamilton gar nur sieben Punkte!
Klar ist aber auch: Der Podestplatz war ein Resultat eines Chaos-GP. Podestplätze aus eigener Kraft sind für Vettel und Aston Martin kaum zu erreichen. Vettel ist dennoch zuversichtlich: „Ich gehe davon aus, dass es in den kommenden Rennen einfacher werden wird, regelmäßig um Punkte zu kämpfen.“
Glaubt auch Ex-RTL-Reporter Kai Ebel als Experte im AvD Motor und Sport Magazin. „Er war ein paar Jahre unschlagbar und hat vier Titel geholt“, analysierte Ebel da. „Da läuft man natürlich mit breiter Brust herum. Doch dann kommt er zu einem Team, wo ihm jemand um die Nase herumfährt. Dann kriegt man Selbstzweifel und wird unsicher. Auf diesem Weg musste er sich wieder zurückarbeiten. Das hat er in den letzten zwei Rennen hinbekommen. Das war eine Kopfsache. Jetzt läuft es wieder besser. Man sieht einen ganz anderen Sebastian Vettel.“

Podestplätze für Jordan/MF1/Spyker/Force India/Racing Point/Aston Martin

1. Heinz-Harald Frentzen 8
2. Sergio Pérez 7
3. Giancarlo Fisichella 4
4. Ralf Schumacher 3
5. Rubens Barrichello 2
5. Lance Stroll 2
7. Eddie Irvine 1
7. Damon Hill 1
7. Tiago Monteiro 1
7. Sebastian Vettel 1

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