Formel 1: Vettel-Nachfolger

Mick Schumacher als Vettel-Nachfolger?

Wer wird Nachfolger von Sebastian Vettel bei Ferrari? Fünf Kandidaten werden immer wieder genannt. Wir analysieren ihre Chancen!
Womöglich ist es das spannendste Rennen des Jahres: das um die Nachfolge von Sebastian Vettel. Wer wird der 77. Ferrari-Fahrer in der Teamgeschichte? Angeblich hat Ferrari schon einen Favoriten im Visier. Fünf Fahrer werden immer wieder genannt. Wie stehen ihre Chancen? (Bilanz: Die meisten Fahrer scheitern an Ferrari!)
Lewis Hamilton: Nicht nur Formel-1-Orakel Eddie Jordan bringt die Option Hamilton zu Ferrari immer wieder auf den Tisch. Schon im Winter wurde über mehrere Treffen des Briten mit Ferrari berichtet. Allein: Eine Fahrerpaarung bestehend aus Hamilton und Charles Leclerc ist nur schwer vorstellbar. Bei Mercedes würde er außerdem das Topteam der Formel 1 verlassen. Sollte Mercedes aber wirklich aussteigen, könnte die Ferrari für Hamilton plötzlich eine Option werden.(Darum trennt sich Vettel von Ferrari!)
Unser Formel-1-Experte Ralf Bach erklärt in einem Video-Interview von F1-insider.com: "Lewis will wie sein Idol Ayrton Senna seine Karriere in Rot beenden. Ausgeschlossen ist das also nicht."
Carlos Sainz: Der Spanier ist der Top-Favorit auf den Platz bei Ferrari. Ralf Bach dazu im Interview: "Sainz ist schnell und konstant, immer noch jung, aber erfahren. Das macht ihn für Ferrari attraktiv." Immer wieder wurde zuletzt über einen Platztausch zwischen Sainz und Vettel spekuliert.

Carlos Sainz ist der Top-Favorit auf das Ferrari-Cockpit

Daniel Ricciardo: 
Neben Sainz ist Daniel Ricciardo der aussichtsreichste Kandidat für Ferrari. Der Australier hat sich mit seinem Wechsel von Red Bull zu Renault völlig verspekuliert. Aber sein Renault-Vertrag läuft Ende 2020 aus, Ricciardo wäre also frei für Ferrari. Renault-Teamchef Cyril Abiteboul will Ricciardo auch nicht unter allen Umständen behalten: "Wir würden gerne mit ihm weitermachen. Aber nur auf der Grundlage, dass beide Parteien dasselbe Ziel verfolgen."
Dem Lockruf von Ferrari würde Ricciardo sicherlich folgen. Anders als Sainz hat der Australier auch schon gezeigt, dass er Rennen gewinnen und mit Fahrern wie Sebastian Vettel und Max Verstappen mithalten kann. Aber er fährt auch auf Augenhöhe mit Leclerc, der dann keine Nummer 1 im Stile Schumachers sein könnte.
Antonio Giovinazzi: Der Italiener ist Ferrari-Junior, Italiener und Alfa-Romeo-Pilot. Damit wäre er eigentlich der ideale Nachfolger von Vettel bei Ferrari. Doch es gibt einen Haken: Giovinazzi hat 2019 noch nicht zeigen können, dass er gut genug für ein Topteam ist. Gegen den bereits 40-jährigen Kimi Räikkönen hatte er jedenfalls keine Chance (14:43 WM-Punkte). Giovinazzi hat daher nur absolute Außenseiterchancen.
Mick Schumacher: Auf unserer AUTO-BILD-MOTORSPORT-Facebook-Seite wollen manche Fans immer wieder den Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher an Stelle von Vettel sehen. Allein: Das ist absolut unrealistisch. Schumi III muss als Zwölfter der Formel-2-Meisterschaft 2019 noch eine Schippe drauflegen, damit er 2021 überhaupt in die Formel 1 aufsteigen kann. Wenn er aber in die Formel 1 kommt, dann zunächst in einem Mittelfeldteam. Er selbst betont immer wieder: "Ich will nichts überstürzen und für jeden Schritt reif genug sein."
Ferrari wird außerdem keinen Rookie ins Auto setzen, was nicht nur die Verpflichtung von Mick Schumacher unwahrscheinlich macht, sondern auch die der anderen Junioren wie Marcus Armstrong oder Robert Shwartzman. Der letzte Rookie bei Ferrari war Arturo Merzario beim England-GP 1972.
Heißt: Mick Schumacher in die Formel 1 bei Alfa Romeo, Haas oder einem anderen Mittelfeldteam? Ja! Bei Ferrari? Nein!

Fotos: Picture Alliance

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