Formel 1: Die Technik-Tricks der F1-Autos 2018

Formel 1: Von Mercedes bis Sauber

Das Kräfteverhältnis vor Melbourne

In vier Tagen startet das erste Formel-1-Rennen 2018. Wir werfen einen Blick auf das Kräfteverhältnis vor dem Saisonstart in Australien.
Ein Wunsch des neuen Formel-1-Chefs Chase Carey (64) wird sich 2018 auf jeden Fall erfüllen. Im Interview mit AUTO BILD MOTORSPORT forderte er für die kommende Saison „mehr als nur ein Duell zwischen Hamilton und Vettel“. Red Bull tut ihm den Gefallen. Nach den Testfahrten in Barcelona ist klar: Die neue Formel-1-Saison, die am 25. März in Melbourne beginnt, wird zum Vierkampf. Lewis Hamilton (Mercedes), Sebastian Vettel (Ferrari) und die beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo machen den Titel unter sich aus. 

Formel 1: Die Technik-Tricks der F1-Autos 2018

Die Teamprognose: 

MERCEDES: Die Stuttgarter sind wieder die Messlatte. Der Motor ist der große Vorteil der Silberpfeile. Immer noch. Über den Winter hat die Crew um Motorchef Andy Cowell aus dem schon besten Antrieb einen noch besseren gemacht. SPORT BILD erfuhr: Mit 50 bis 60 Zusatz-PS knackt der Hy­bridmotor die Schallmauer von 1000 PS. Gleichzeitig verbraucht er pro Rennen fünf Kilo weniger Sprit. Der neue Silberpfeil ist ein Hamilton-Wagen. Der Brite liebt Autos, die im Heck zum Rutschen neigen. Valtteri Bottas kommt damit weniger klar, fährt deshalb hinten mit mehr Abtrieb. Das aber beansprucht die Reifen zu stark. 
Marko vor dem Saisonauftakt in Australien: Mercedes-Motor zu stark
FERRARI: Auf einer Runde glänzte Sebastian Vettel mit der Bestzeit. Doch der Heppenheimer lässt sich davon nicht blenden. „Das Auto ist der Fortschritt, den wir erwartet haben, aber es muss noch was kommen“, sagt er zu Sport Bild. Ferraris Hauptaufgabe wird sein, den Motor zu verbessern. Die Scuderia muss PS finden und gleichzeitig das noch zu durstige Antriebsaggregat bremsen. Vettel: „Wir müssen noch einige Rätsel lösen. Erst in Melbourne wissen wir endgültig Bescheid.“
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Red Bull hat laut Experten das beste Chassis im Feld

RED BULL-RENAULT:
Mit dem RB14 ist Red Bull ein großer Wurf gelungen. Die Experten sind sich einig. Vom Chassis her ist Red Bull vorne. Ex-Jordan-Konstrukteur Gary Anderson: „Die Fahrer können früher Gas geben und später bremsen als der Rest.“ Allein: Auch hier ist der Motor das Fragezeichen. „Mercedes hat einen PS-Vorsprung. Aber schon in Melbourne bringt Renault eine neue Ausbaustufe“, verrät Red-Bull-Berater Helmut Marko (74).
RENAULT: Gut für den deutschen Nico Hülkenberg (30): 100 neue Mitarbeiter hat das französische Werksteam in den vergangenen zehn Monaten eingestellt. Das macht sich jetzt bemerkbar. In Barcelona war man schon vierte Kraft. Mit etwas Glück kann deshalb der Emmericher endlich sein erstes Formel-1-Podium einfahren.

Formel 1: Alle Fahrer, Helme und Autos 2018

HAAS-FERRARI: Die US-Filliale von Ferrari überrascht positiv. Kevin Magnussen (DK) und Romain Grosjean (FRA) fuhren schnell und konstant. Das „Supermarkt-System“ vom Südtiroler Teamchef Günther Steiner macht sich bezahlt. Hintergrund: Haas bezieht ganz legal einige Teile von Ferrari. Steiner: „Ferrari ist für uns wie ein Luxus-Supermarkt.“
TORO ROSSO-HONDA: Das Red Bull-Juniorteam mit neuem Motor-Partner Honda war die Sensation in Barcelona. Hondas Motor, 2017 noch ein Totalschaden in Sachen Zuverlässigkeit, lief wie ein Uhrwerk.
FORCE INDIA-MERCEDES: Der Vierte der letzten Saison hinkt noch hinterher. Grund: chronischer Geldmangel. Neue Teile gibt es erst in Melbourne, die müssen ungetestet funktionieren. Prognose: Force India wird zurückfallen.
So klingt die neue Formel-1-Hymne: Hier anhören
Williams-Mercedes: Das Traditionsteam hat ein Fahrerproblem. Die beiden Bezahlfahrer Lance Stroll und Sergej Sirotkin haben nicht die Klasse, das Auto zu entwickeln. Diese Aufgabe fällt Ersatzfahrer Robert Kubica zu.
MCLAREN: Noch hat das Team Zuverlässigkeitsprobleme mit dem neuen Motorenpartner Renault. Wenn das Ex-Weltmeisterteam die aber in den Griff bekommt, können sie sogar die großen drei ärgern. Dafür wird alleine Superstar Fernando Alonso sorgen.
ALFA ROMEO-SAUBER: Kühlprobleme, ein langsames Auto, keine Toppiloten: Sauber wird im Laufe der Saison kaum die rote Laterne abgeben können.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture Alliance

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