Der neue König der Niederlande heißt Max Emilian Verstappen (23) – und er fährt einen Red Bull! Der Holländer hat seinen Heim-Grand Prix in Zandvoort vor 70.000 frenetisch feiernden Oranje-Fans und dem echten König Willem-Alexander gewonnen und auch die WM-Führung übernommen. Für den Red Bull-Star war es der siebte Saisonsieg und der 17. Erfolg insgesamt.
“Es ist einfach unglaublich”, jubelt Verstappen. “Es ist nicht immer einfach, den Erwartungen gerecht zu werden, deshalb bin ich sehr froh. Es war definitiv ein sehr guter Tag für uns, obwohl Mercedes es uns schwer gemacht hat."
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Verstappen hat Mercedes-Star Lewis Hamilton dabei in einer spannenden Strategie-Schlacht auf Rang zwei verwiesen. Zweimal wagte der amtierende Champion einen Undercut, zweimal konnte Red Bull kontern. „Wir haben zu früh geblufft“ und „Sie sind einfach zu schnell“, lautete Hamiltons frustrierte Erkenntnis am Boxenfunk.
Auf Rang drei landete Mercedes Flügelstürmer Valtteri Bottas. Auch er konnte Verstappen trotz eines strategisch hinausgezögerten Reifenwechsels nicht aufhalten und wurde auf Start-Ziel vom Holländer aufgeschnupft. Bereits den Start hatte der neue WM-Leader souverän für sich entschieden. Pierre Gasly (Alpha Tauri) belegte Rang vier vor den beiden Ferrari von Charles Leclerc und Carlos Sainz. Fernando Alonso
Lewis Hamilton musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.
Ein bisschen Würze brachte ein ungehorsamer Valtteri Bottas am Ende noch mal ins Mercedes-Spiel. Der Finne nahm Hamilton die schnellste Rennrunde weg, obwohl der Kommandostand ihn anwies, den Versuch abzubrechen. Hamilton wechselte deshalb eine Runde vor Schluss ebenfalls auf die weichen Gummis und holte sich den Punkt von seinem Teamkollegen zurück.
Ein Rennen zum Vergessen erlebte Sebastian Vettel. Der Aston Martin-Star kam im ersten Renndrittel von Startplatz 17 aus nicht wirklich vom Fleck, drehte sich dann auch noch in einer der Steilkurven und landete am Ende auf Rang 14. Nur geringfügig besser lief es für seinen Teamkollegen Lance Stroll, der Zwölfter wurde.
Neuen Zoff gab’s am Ende des Feldes zwischen Mick Schumacher und seinem Haas-Teamkollegen Nikita Mazepin. Der Russe gewann den Start, wehrte eine Schumacher-Attacke auf Start-Ziel anschließend unfair ab. Wie schon in Baku (Aserbaidschan) drückte er den Rekordweltmeister-Sohn in Richtung Boxenmauer. Der Deutsche verhinderte den Crash, demolierte sich dabei aber seinen Frontflügel. Mazepin musste später mit Hydraulikproblemen aufgeben, Schumacher wurde 18.
Mazepin danach am Sky-Mikro: „Ärgerlich. Wir haben die Arbeit nicht in ein Resultat ummünzen können.“ Zum Duell mit Schumi junior sagte der Russe: „Das Duell war hart und sollte immer so sein. Es gibt keine Probleme (mit Mick; d. Red.), aber ich möchte vorne sein.“
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Sky-Experte Ralf Schumacher verliert indes langsam die Geduld mit den Haas-Kampfhähnen. „Günther Steiner muss das intern endlich klären. Am Ende des Feldes geht es um die Goldene Ananas. Dafür sind solche Manöver zu gefährlich.“

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Von

Bianca Garloff