Formel 1: Ferrari-Fahrern und was aus ihnen geworden ist

Formel 1: zwei Titel, 25 Siege

Ist Ferrari eine Karrieresackgasse?

Für Sebastian Vettel endet das Ferrari-Kapitel nach dieser Saison. Von den letzten 20 Ferrari-Fahrern wurden nur zwei danach Weltmeister.
Karrieresackgasse Ferrari. Die meisten Rennfahrer träumen davon, eines Tages für Ferrari in der Formel 1 zu fahren. Nur Topstars schaffen das auch. Doch bei Ferrari gehen sie oft unter: Nur neun von 76 Ferrari-Fahrern wurden Weltmeister, nur 38 (also genau die Hälfte) gewann mit Ferrari GP-Rennen (mehr dazu HIER). 
Für die meisten Fahrer kommt auch nach Ferrari nicht mehr viel. Seit 1983 griffen 20 Fahrer für die Scuderia Ferrari ins Lenkrad. Sebastian Vettel wird Ende 2020 Ferrari verlassen. Ein Blick in die Historie verrät, was für unseren deutschen Helden nach dem Intermezzo mit der Scuderia noch kommen könnte.
Zwei haben danach aufgehört: Luca Badoer und Giancarlo Fisichella. Sie bestritten aber 2009 ohnehin nur wenige Rennen als Ersatz für den verletzten Felipe Massa bei Ferrari. Badoer fuhr davor schon zehn Jahre lang keine Rennen mehr, war aber in der Ära Michael Schumacher wichtiger Testfahrer von Ferrari. Heute betreut er seinen Sohn Brando Badoer, der im Kart erste Schritte in den Motorsport macht. Fisichella fährt heute noch GT-Rennen für Ferrari – etwa bei den 24 Stunden von Le Mans.

Wie geht es mit Sebastian Vettel weiter?

Zwei weitere Piloten fuhren nach Ferrari nur noch wenige Grands Prix. Nicola Larini, der 1994 als Ersatzfahrer beim tragischen Imola-GP auf Rang zwei fuhr, kehrte 1997 noch einmal für fünf Rennen zu Sauber zurück. Ivan Capelli, der bei Leyton House in von Adrian Newey konstruierten Fahrzeugen brillierte, scheiterte 1992 bei Ferrari. 1993 fuhr er zwei letzte Rennen für Jordan. Dann war seine F1-Karriere beendet. Bei nur wenigen Fahrern wurde es so deutlich, wie schädlich Ferrari für eine Laufbahn auch sein kann.
Die 16 anderen Ferrari-Fahrer blieben in der Formel 1 – teilweise nach einer Pause (wie bei Michael Schumacher). Zusammen bringen sie es auf 56 Formel-1-Saisons nach Ferrari, auf 78 Podien, 25 Siege und zwei WM-Titel.
Alain Prost wurde 1991 von Ferrari auf die Straße gesetzt, nachdem er die Lenkung des Rennwagens mit der eines LKWs verglich. 1993 gab er sein Comeback und wurde mit Williams tatsächlich noch mal Weltmeister. Nigel Mansell wechselte nach der Saison 1990 von Ferrari zu Williams und holte sich 1992 den lang ersehnten und verdienten WM-Titel.
Rennsiege feierten zudem auch noch Gerhard Berger (1997 in Deutschland im Benetton-Renault) und Rubens Barrichello (2009 zwei Mal im Brawn-Mercedes).
Aufs Treppchen schafften es immerhin: Patrick Tambay mit Renault, Stefan Johansson mit Onyx, Michele Alboreto mit Tyrrell, Gianni Morbidelli mit Footwork, Jean Alesi mit Benetton und Sauber, Eddie Irvine mit Jaguar, Michael Schumacher mit Mercedes und Felipe Massa mit Williams.
Ohne Podesplätze blieben neben Capelli und Larini zudem René Arnoux, Mika Salo, Fernando Alonso und Kimi Räikkönen.
In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die letzten 20 Ferrari-Fahrer und was aus ihnen wurde.

Formel 1: Ferrari-Fahrern und was aus ihnen geworden ist

Fotos: Picture Alliance

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