Motorsport trauert um Anthoine Hubert

Formel 2: Correa in Lebensgefahr

Atemstillstand bei Correa

Formel-2-Fahrer Juan Manuel Correa war in Belgien vor einer Woche in den tödlichen Unfall von Anthoine Hubert verwickelt. Er erlitt einen Atemstillstand - und ist derzeit nicht bei Bewusstsein
Juan Manuel Correa kämpft eine Woche nach seinem Horrorcrash in Belgien mit Komplikationen. Der in den tödlichen Unfall des Franzosen Anthoine Hubert verwickelte Pilot ist zurzeit im künstlichen Koma, wie seine Eltern in der Nacht auf Samstag in einem Statement mitteilten, das in den sozialen Netzwerken Instagram, Twitter und Facebook sowie auf der Homepage des 20 Jahre alten Rennfahrers veröffentlicht wurde.
Demnach wurde bei der Ankunft des verunglückten Correa in einer Klinik in London ein akutes Atemnotsyndrom festgestellt. Es handele sich um eine Verletzung, die angesichts der Heftigkeit des Unfalls vorkomme, schrieben Juan Carlos und Maria Correa. Sie habe aber leider zu einem Atemstillstand geführt.
Derzeit ist ihr Sohn dem Statement zufolge an ein Atemgerät angeschlossen. Sein Zustand sei kritisch, aber stabil. „Wir sind zuversichtlich, dass uns unser Sohn überraschen wird, wie er das immer macht mit seinem enormen Kampfeswillen und seiner Stärke, und sich komplett erholen wird“, schrieben die Eltern. 
Sie bedankten sich für die Genesungswünsche für ihren Sohn von innerhalb und außerhalb des Motorsports. Sie baten aber auch darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.
Ihr Sohn, der erst seit diesem Jahr in der Formel 2 antritt, war am Mittwoch vom Krankenhaus in Lüttich nach England transportiert worden. In Belgien hatten die Ärzte den in Ecuador geborenen Amerikaner noch am Tag des Unfalls operiert. 
Der Pilot des Sauber-Junior-Teams hatte sich schwere Beinverletzungen und eine leichte Wirbelverletzung zugezogen, als er mit hoher Geschwindigkeit in den Wagen des zuvor bereits verunglückten Hubert gekracht war. Hubert starb noch am Tag des Unfalls mit 22 Jahren.
„Maria und ich möchten die Gelegenheit nutzen und der Familie Hubert unser Beileid ausdrücken für ihren Verlust. Unsere Herzen sind gebrochen, wir können uns den Schmerz nur vorstellen, den dieser Verlust über sie gebracht haben muss“, hieß es in dem Schreiben.
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Correa hatte sich bei dem Horror-Crash überschlagen

Correa war am Samstag im Formel-2-Rennen von Spa mit seinem Auto mit 250 km/h in den Wagen von Anthoine Hubert gerast. Der 22-jährige Franzose verstarb nach dem Unfall. Hubert war zuvor in die Streckenbegrenzung gekracht, sein Fahrzeug zurück in Richtung Strecke geschleudert worden. 
In der Auslaufzone traf ihn Correa, der keine Chance hatte auszuweichen. Der Fahrer des Sauber Junior Teams überschlug sich und sein Auto blieb kopfüber auf der Piste liegen. Das Rennen wurde abgebrochen.
Die zuständige Staatsanwaltschaft hat indes Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte Staatsanwalt Gilles de Villers Grand Champs zu Beginn der Woche der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe darum, die genauen Umstände des Crashs zu erfahren um sie objektiv zu analysieren.
„Die Sicherheit wird immer verbessert, das wird niemals enden“, sagt FIA-Renndirektor Michael Masi. „Wir werden weiter intensiv forschen und Dinge, so gut wir können, verbessern.“
Auch aus dem Unfall von Hubert und Correa sollen Schlüsse gezogen werden. Masi kündigte eine intensive Untersuchung des Vorfalls in der höchsten Nachwuchsrennserie an. Auch die FIA hat mit der Polizei und dem belgischen Automobilverband mit der Aufarbeitung begonnen. „Alle Aspekte werden beleuchtet“, sagte Masi. Ein Zeitlimit gebe es nicht, wichtig sei eine detaillierte Analyse. (dpa/ABMS)

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Fotos: F2

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