Formel E: Buemi gewinnt den Auftakt
Heidfeld auf dem Podium

Renault bestätigt die Favoritenrolle: Sébastien Buemi gewinnt den Auftakt zur zweiten Formel-E-Saison in China vor Lucas di Grassi und Nick Heidfeld.
Bild: Eurosport
- Frederik Hackbarth
Perfekter Einstand für den Vizemeister: Sébastien Buemi hat das Auftaktrennen der Formel E in Peking in überlegener Manier für sich entschieden. Der Schweizer, der von der Pole-Position aus ins Rennen ging und an der Spitze von der Konkurrenz zu keiner Zeit gefährdet werden konnte, staubte neben den drei Zusatzpunkten für Startplatz eins und den 25 Zählern für den Sieg, auch noch die zwei Extra-Punkte für die schnellste Rennrunde ab. Mit der Maximalausbeute von 30 Zählern gelang Buemi damit ein traumhafter Auftakt in die Saison. Zweiter wurde in Peking der Brasilianer Lucas di Grassi von der deutschen ABT-Truppe. Der Deutsche Nick Heidfeld schaffte es als Dritter aufs Podium.
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Während die Zusatzleistung durch den Fan-Boost Nelson Piquet Jr., Sam Bird und Oliver Turvey abstaubten, spielten sich kurz vor dem Autowechsel bei Halbzeit besonders im Mittelfeld viele Positionstäusche und Kämpfe ab, weil eingie Piloten bereits Energie sparen mussten – dabei ging jedoch alles fair zu. Der Führende Buemi kam schließlich als erster Fahrer an die Box und stieg um, sein Vorsprung betrug zu diesem Zeitpunkt schon fast 15 Sekunden. Während fast alle anderen Piloten dem Schweizer folgten, hatte man beim Dragon-Team auf eine andere Strategie gesetzt. Loïc Duval und Jérôme d’Ambrosio sparten mehr Energie und konnten so eine Runde länger fahren als der Rest der Top-Piloten. Etwas hinter dem Duo, machten es ihnen auch Turvey, Nathanaël Berthon und Piquet nach.
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Heidfeld war indes beim Stopp und Re-Start hinter Prost zurückgefallen. Doch gerade als sich der Franzose aufmachte, auch den Zweiten Di Grassi anzugreifen, fingen die Kameras in Kurve 13 ein Trümmerteil auf der Strecke ein. Kurze Zeit später war klar, es stammte vom Heckflügel Prosts, der nun schief herunterhing. Auch wenn der Renault-e.dams-Pilot zunächst weiterhin schnelle Zeiten fahren konnte, wies die Rennleitung ihn anschließend an, die Box anzusteuern, um nicht noch mehr Teile auf der Piste zu verteilen. Als Prost dieser Aufforderung zwei Runden später nachkam, war sein Rennen beendet. In der Schlussphase war damit vor allem der Kampf um Platz drei spannend. Heidfeld wurde von den beiden Dragon-Piloten verfolgt, die nach ihren späteren Stopps noch mehr Energie zu Verfügung hatten.
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Sébastien Buemi: Es war gutes Rennen und der Sieg ist natürlich ein tolles Gefühl. Ich habe mich da vorne fast ein bisschen einsam gefühlt. Spaß beiseite, es ist immer toll, mit viel Vorsprung zu gewinnen. Es war ein perfektes Wochenende und ein guter Start in die Saison. Schade ist nur, dass wir wegen des Defekts bei Nico (Prost; d. Red.) nicht zwei Autos auf dem Podium haben.

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Nick Heidfeld: Das Ergebnis ist eine schöne Überraschung. Nach den Testfahrten dachten wir, dass die anderen ein bisschen schneller sind. Daher könnten wir heute nicht zufriedener sein. Es war ein sehr enges Rennen, vor allem am Ende mit den Dragon-Jungs hinter mir, die noch mehr Power hatten. Das hat es zu einer spannenden Angelegenheit gemacht, dieses Podium ins Ziel zu retten.
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