Formel E: ePrix in London
Jaguar Heimspiel: Qualifying in der Kritik

Die Formel E rast an diesem Wochenende durch London. Die Briten wollen den Heimsieg
Bild: FIA Formula E
An der Themse wird die Formel-E zum Indoor-Event!
Erstmals seit 2016 kehrt die Elektroformel am Wochenende nach London zurück. Der Clou: ein einzigartiger „Indoor-Outdoor“-Kurs an der Themse. Die neue, 2,252 Kilometer lange Strecke befindet sich auf einem Messegelände im Stadtteil Docklands. Teile des Kurses führen dabei durch eine Messehalle.
Das gab’s bisher nur beim ePrix in Berlin Tempelhof, wo die Strecke durch den VIP-Bereich der Formel E läuft. Komplett neu sind allerdings die Rampen, die die Fahrer nutzen müssen, um ins erste Stockwerk der Halle zu kommen.

Die neue, 2,252 Kilometer lange Strecke befindet sich auf einem Messegelände im Stadtteil Docklands.
Bild: FIA Formula E
Vorneweg rast dabei Jaguar-Pilot Sam Bird, der mit seinem Sieg vor zwei Wochen in New York die Tabellenführung übernommen hat. „Auf den Straßen zu fahren, auf denen man aufgewachsen ist, ist ein unvergleichliches Erlebnis“, sagt er. „Es ist außerdem das erste Mal, dass ich als Brite mit Jaguar – einem kultigen britischen Hersteller also – antreten werde.“
Erstmals seit 17 Jahren bestreitet Jaguar ein Rennen auf englischem Boden. Und das ausgerechnet beim 60. ePrix der Formel-E-Geschichte! Passend dazu hat man sich kurz vom ePrix in der britischen Hauptstadt zur Zukunft der Formel E und der neuen Autogeneration Gen3 ab Ende 2022 bekannt.
Allein: Als WM-Leader muss Bird am Samstag in der ersten Qualifying-Gruppe antreten und wird damit zum Straßenfeger.

René Rast
Bild: Audi
Rast zu ABMS: „Es ist frustrierend. Die Meisterschaft wird dadurch entschieden, wer in einer guten Quali-Gruppe ist. Gruppe eins hat einfach einen riesigen Nachteil. Das ist eher ein willkürliches Gambling. Diese Unberechenbarkeit macht natürlich den Formel-E-Reiz aus, aber für Fahrer ist das frustrierend.“
Immerhin: Nach ABMS-Informationen soll das Format für 2022 verändert werden.

Pascal Wehrlein
Bild: Porsche
„Ich komme immer besser mit dem Auto zurecht und wir werden ein immer eingespielteres Team“, bestätigt Wehrlein gegenüber SPORT BILD. „Wir machen große Schritte nach vorne und gehören zu den Konstantesten, was die Pace angeht. Der Speed ist da und ich weiß, dass wir noch mehr Potential haben. Ich fühle mich bei Porsche zu 200 Prozent wohl und spüre, wie das Team hinter mir steht.“
Mit 27 Punkten Rückstand auf Sam Bird hat selbst Maximilian Günther (BMW) auf WM-Rang 14 noch Titelchancen. Er holte zuletzt in New York seinen dritten Formel-E-Sieg und fährt um seine Zukunft. Denn genau wie Audi steigt BMW Ende des Jahres aus, und noch steht nicht fest, ob die Einsatzteams Abt und Andretti auf eigene Faust weitermachen.
Günther: „Ganz klar sehe ich meine Zukunft in der Formel E. Noch ist zwar keine Entscheidung getroffen. Aber die Formel E ist speziell und du musst als Fahrer einen gewissen Erfahrungsschatz mitbringen. Ich habe gezeigt, was ich kann, deshalb bin ich da entspannt.“
Sat.1 zeigt die ePrixs von London am 24. und 25. Juli um 16 und 15 Uhr live.
WM-Stand
Fahrer:
1. Sam Bird 81 Punkte
2. Antonio Felix da Costa 76
3. Robin Frijns 76
4. Edoardo Mortara 72
5. Nick Cassidy 70
6. Jean-Eric Vergne 68
7. René Rast 61
8. Mitch Evans 60
9. Pascal Wehrlein 60
10. Nyck de Vries 59
11. Oliver Rowland 59
12. Lucas di Grassi 54
13. Stoffel Vandoorne 54
14. Maximilian Günther 54
15. Jake Dennis 54
16. Alexander Sims 44
17. Alex Lynn 34
18. Andre Lotterer 32
19. Nico Müller 30
20. Sebastien Buemi 20
1. Sam Bird 81 Punkte
2. Antonio Felix da Costa 76
3. Robin Frijns 76
4. Edoardo Mortara 72
5. Nick Cassidy 70
6. Jean-Eric Vergne 68
7. René Rast 61
8. Mitch Evans 60
9. Pascal Wehrlein 60
10. Nyck de Vries 59
11. Oliver Rowland 59
12. Lucas di Grassi 54
13. Stoffel Vandoorne 54
14. Maximilian Günther 54
15. Jake Dennis 54
16. Alexander Sims 44
17. Alex Lynn 34
18. Andre Lotterer 32
19. Nico Müller 30
20. Sebastien Buemi 20
Mitarbeit: André Theuerzeit
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