Maximilian Günther ist der Grünschnabel der Formel-E-Saison 2018/2019. Der erst 21-jährige Allgäuer bekommt das zweite Dragon-Cockpit an der Seite des dreimaligen Tourenwagenweltmeisters José María López.
Günther freut sich auf seine neue Herausforderung, die am 15. Dezember in Riad mit dem Saisonauftakt starten wird: „Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung. Wir hatten eine wirklich produktive und spannende Entwicklungszeit mit dem neuen Gen2-Auto. Es herrscht eine tolle Atmosphäre im Team.“
Günther
Dieses Jahr war Günther in der Formel 2 unterwegs
Bei den Testfahrten in Valencia setzte sich Günther gegen Antonio Fuoco durch, war dabei mehr als drei Zehntelsekunden schneller als der Italiener. Günther war außerdem schon als Testfahrer für Dragon bei mehreren Rennen in der Vorsaison vor Ort. 
Das Dragon-Team ist eine kleine Mannschaft von Jay Penske, dem Sohn von Roger Penske – dem legendären IndyCar-Teambesitzer. Bei Penske werden auch die E-Motoren für Dragon gebaut. Herstellerunterstützung hat Dragon nach der Trennung von Faraday Future keine. Immer wieder wird über einen Einstieg von Ford spekuliert.
Günther wird beim Saisonauftakt in Riad 21 Jahre und 146 Tage jung sein. Damit ist er aber nicht der jüngste Formel-E-Fahrer der Geschichte: Matthew Brabham war 2014 in Putrajaya mit 20 Jahren und 270 Tagen bei seinem Einsatz für Andretti noch jünger. Um Antonio Felix da Costa als jüngsten Sieger der Formel-E-Geschichte abzulösen, hat Günther jetzt zwei Jahre Zeit.
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Auch wenn der zweite Dragon-Platz besetzt ist: Nissan e.dams sucht noch einen Fahrer. Eigentlich sollte Alex Albon neben dem Ex-Meister Sébastien Buemi an den Start gehen, doch der Thailänder wird bei Toro Rosso in die Formel 1 aufsteigen. 15 bis 20 Fahrer sind nun als Ersatz im Gespräch. Der aussichtsreichste Kandidat ist Oliver Rowland, der auch bei den Testfahrten in Valencia für Nissan vor Ort war und 2015 in Punta del Este für Mahindra bereits ein Formel-E-Rennen absolvierte. Aber auch Andrea Pizzitola, Jann Mardenborough, Daiki Sasaki und Mitsunori Takaboshi sind in der engeren Auswahl.
Das Formel-E-Fahrerfeld 2018/2019
DS Techeetah: Jean-Eric Vergne – André Lotterer
Audi Sport Abt Schaeffler: Lucas di Grassi – Daniel Abt
Virgin-Audi: Sam Bird – Robin Frijns
Mahindra: Jérôme D’Ambrosio – Pascal Wehrlein
Nissan e.dams: Sébastien Buemi – Oliver Rowland (?)
Jaguar: Mitch Evans – Nelson Piquet jr.
Venturi: Edoardo Mortara – Felipe Massa
Nio: Oliver Turvey – Tom Dillmann
Dragon: José María López – Maximilian Günther
BMW Andretti: Antonio Felix da Costa – Alexander Sims
HWA-Venturi: Gary Paffett ­– Stoffel Vandoorne