Berlin und die Formel E Weltmeisterschaft – das gehört zusammen. Die erste vollelektrische Rennserie hat seit der ersten Saison 2014 in jedem Jahr in Deutschlands Hauptstadt Halt gemacht und feiert vom 10. bis zum 12. Mai mit den Läufen neun und zehn das 10-jährige Jubiläum in Berlin.
Herausforderung für die Piloten: Die Strecke bekommt in diesem Jahr ein neues Layout. 15 Kurven verteilen sich auf die insgesamt 2,343 Kilometer kurze Betonpiste.
Die Formel E gastiert am Wochenende in Berlin. Die Strecke auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof ist neu.
Bild: FIA Formula E
„Das neue Streckenlayout in Berlin sieht super aus. Die Strecke hat gewohnt starke Anbremszonen und einige sehr technische Passagen. Das Racing wird ganz sicher wieder spektakulär und die Fans können sich darauf freuen. Auch gut für die Besucher: Überholen ist in Berlin immer gut möglich. Das Rennen ist für mich natürlich etwas Besonderes, da Deutschland meine Heimat ist. Deshalb freue ich mich besonders auf den Double Header in Berlin“, sagt Maximilian Günther vom Team Maserati MSG Racing, der in dieser Saison bereits das Rennen in Tokio gewonnen hat.

Betonplatten fordern Hankook-Rillenreifen

Für Reifenlieferant Hankook ist vor allem der Untergrund aus Betonplatten fordernd: „Auch wenn die Streckenführung in diesem Jahr anders ist, bleibt der Untergrund natürlich identisch“, sagt Hankook-Ingenieur Thomas Baltes. „Die Betonplatten auf dem Vorfeld des stillgelegten Flughafens in Tempelhof sind sehr verschieden: teilweise mit Kiesanteil, teilweise ohne und darüber hinaus an vielen Stellen ausgebessert und ausgewaschen. Dadurch ändert sich für die Piloten das Griplevel auf der Strecke mehrfach und erfordert höchste Konzentration.“
Für Reifenlieferant Hankook ist vor allem der Untergrund aus Betonplatten fordernd.
Bild: FIA Formula E
Als WM-Führender kommt der Deutsche Pascal Wehrlein nach Berlin. Ein fünfter Platz beim Rennen in Monaco reichte für den Porsche-Piloten, um seine Führung im Gesamtklassement zu verteidigen. Nur sieben Zähler hinter Wehrlein folgt Nick Cassidy (Jaguar) auf Position zwei. Der Neuseeländer hat gute Erinnerungen an den Berlin E-Prix, denn er siegte im vergangenen Jahr im Sonntagsrennen: „Der Reifen war wirklich sehr konstant und ich konnte die ganze Zeit pushen“, sagte der 29 Jahre alte Pilot nach seinem Erfolg. Dritter der Gesamtwertung ist der Brite Jake Dennis (Andretti Formula E) mit 89 Punkten.
Die Formel-1-Strecke in Berlin:
  • Länge: 2,343 km
  • Anzahl Kurven: 15 (zehn links, fünf rechts)
  • Fahrtrichtung: Gegen den Uhrzeigersinn
  • Attack-Zone: Kurve 2
Streckenlayout: Auf die Fahrer der Formel E Weltmeisterschaft wartet in diesem Jahr ein ganz neues Layout der Strecke auf dem stillgelegten Vorfeld des Flughafens Tempelhof. Auch wenn sich die Länge zur Season 9 mit zwölf Metern weniger nur unwesentlich verändert hat, sorgen fünf zusätzliche Kurven für noch mehr Spannung. Insgesamt 15 Kurven verteilen sich auf die 2,343 Kilometer kurze Strecke. Dabei geht es für die 22 Piloten zehnmal links- und fünfmal rechtsherum.

Der Zeitplan (MESZ, Stand: 06.05.24):

Freitag, 10.05.
14:30 – 14:45 Shakedown
17:00 – 17:30 Freies Training 1
Samstag, 11.05.
08:00 – 08:30 Freies Training 2
10:20 – 11:43 Qualifying 1
15:04 Start Rennen 1
Sonntag, 12.05.
08:00 – 08:30 Freies Training 3
10:20 – 11:43 Qualifying 2
15:04 Start Rennen 2