Formel E: Porsche kämpft um Team-Titel
Jagt Cupra hier bald Porsche?

Finale in der Formel E: In London kämpft Porsche um den Titel – aber Abt-Cupra bläst zur Attacke
Bild: Porsche
Aus deutscher Sicht ist Porsche derzeit der Klassenprimus der Formel E. Vorm WM-Finale in London liegen die Stuttgarter in der Teamwertung auf Platz zwei. 14 Punkte Rückstand auf Envision-Jaguar sind bei zwei noch ausstehenden Rennen in der englischen Hauptstadt locker aufzuholen. In der Fahrerwertung wird das schon schwieriger: Da hat Pascal Wehrlein auf Rang vier bereits 49 Zähler Rückstand auf Jake Dennis (Andretti/195 Punkte), 25 auf Nick Cassidy (Envision/171) und fünf auf Mitch Evans (Jaguar/151).
Doch aus dem Hintergrund pirscht sich eine weitere deutsche Mannschaft langsam wieder ins Rampenlicht: Abt-Cupra. Nach dem Audi-Ausstieg Ende 2021 musste auch Abt Sportsline vorerst den Stecker ziehen. Seit dieser Saison sind die Allgäuer zurück in der Elektro-WM. Zuletzt in Rom fuhr Nico Müller mit Platz sechs das beste Ergebnis des Jahres ein.

Finale in der Formel E: In London kämpft Porsche um den Titel.
Bild: Porsche
Allein: In der WM belegt die deutsch-spanische Kombo weiter den elften und damit letzten Rang. „Wir haben nach einem Jahr Pause neu angefahren und waren bis dahin das erfolgreichste Team“, rekapituliert Abt-Urgestein Harry Unflath. „Das ist, als wenn man ein Jahr in der Fußball-Bundesliga Pause hat und dann mit einem neuen Ball zurückkommt – also nicht so einfach.“ Grund: 2023 ist die erste Saison mit den 470 PS starken Rennwagen der dritten Generation. Unflath: „Es ist ein Langzeitprojekt. Wer uns kennt, der weiß, dass wir alles geben, um wieder nach vorne zu kommen.“
Für Cupra ist die Zusammenarbeit jetzt schon ein Gewinn. In Berlin rasten beide Rennwagen im Regen in die erste Startreihe. Parallel wurde das neue Elektro-SUV „Tavascan“ präsentiert. „Wir glauben an die neue Welt des Motorsports“, betont Cupra-Manager Sven Schuwirth. „Wenn man eine Performance-Marke sein will, muss man das auch authentisch auf der Rennstrecke beweisen. Unsere Richtung geht ganz klar in Richtung Elektrifizierung. Wir wollen bis 2030 80 bis 90 Prozent unseres Absatzes mit vollelektrischen Fahr-zeugen machen. Und wir wollen den Beweis antreten: Elektroauto muss nicht langweilig sein. Wo kann man das besser zeigen als im elektrischen Motorsport?“
Auch technisch macht die Partnerschaft mit Abt Sinn. „Wir lernen hier, wie man maximale Effizienz aus dem Antrieb rausholt und mög-lichst viel Bremsenergie zurückge-winnen kann“, sagt Technik-Vorstand Werner Tietz. „Diese Software findet man dann später in den
Serienfahrzeugen wieder.“
Serienfahrzeugen wieder.“
Cupra jagt Porsche – spätestens in der nächsten, der zehnten Formel-E-Saison.
Service-Links
