Der iPhone-Zulieferer Foxconn steigt ins Autogeschäft ein. Mit drei Elektroauto-Prototypen haben die Taiwaner jetzt ihre Vision fürs elektrische Fahren der Zukunft gezeigt. Für den Autobau wurde bereits 2020 eine eigene Tochterfirma mit dem Namen Foxtron gegründet, die ab 2023 eine Limousine und ein SUV auf die Straße bringen soll, ein Linienbus startet bereits 2022 den Betrieb. Foxconn ist einer der größten Auftragsbauer für Unterhaltungselektronik weltweit und der wichtigste Produzent für Apples iPhone. Der Schritt in die Automobilbranche facht auch die Gerüchte um ein eigenständiges Apple-Auto wieder an, denn eine Kooperation scheint keineswegs abwegig zu sein. AUTO BILD zeigt, was bisher über die drei neuen E-Autos bekannt ist!
Vattenfall-Wallbox
Vattenfall-Wallbox

Vattenfall-Wallbox + Ökostrom

Das exklusive Ladepaket in der AUTO BILD-Edition: Charge Amps Halo™ für 499 Euro statt 1189 Euro UVP.

In Kooperation mit

Vattenfall-Logo

Gleich drei unterschiedliche Fahrzeugkategorien sollen bei Foxtron gebaut werden. Die Namen der drei Modelle erinnern unweigerlich an Tesla, denn der Konzern nennt seine E-Autos Model C, Model E und Model T.

Foxtron Model C soll massentauglich sein

Foxtron Model C
Der Foxtron Model C soll umgerechnet weniger als 30.000 Euro kosten und für den Massenmarkt sein.

Mit dem Model C soll ein SUV für die breite Masse auf die Räder gestellt werden. Es ist das erste Fahrzeug, das auf der von Foxtron eigens entwickelten Elektro-Plattform stehen soll. Den Innenraum beschreiben die Taiwaner als geräumig. Das muss er auch sein, schließlich soll das Model C als 5+2-Sitzer bis zu sieben Personen transportieren können. 4,64 Meter Länge und ein Radstand von 2,86 Metern machen entsprechende Platzverhältnisse möglich. Die Reichweite gibt Foxtron mit bis zu 700 km an, begünstigt durch einen cw-Wert von 0,26. Auch die Fahrleistungen können sich auf dem Papier sehen lassen. In 3,8 Sekunden soll das Model C auf Landstraßentempo sein. Der Preis könnte umgerechnet bei unter 30.000 Euro starten.

Foxtron Model E mit Pininfarina-Design

Foxtron Model E
Pininfarina ist für das Design des Model E verantwortlich. Das Fahrzeug soll ein Konkurrent des Tesla Model S werden.

Für den Tesla-Model-S-Konkurrenten Model E hat sich Foxtron die traditionsreiche Designschmiede Pininfarina aus Italien mit ins Boot geholt. Die Limousine soll eine gehobene Klientel ansprechen, der Fond lässt sich zum mobilen Büro umbauen. Auch moderne Technik, etwa eine Gesichtserkennung anstelle des Autoschlüssels, soll an Bord sein. Rund 750 PS kündigt Foxtron für das Model E an – damit soll eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,8 Sekunden drin sein. Die Reichweite ist größer als beim Model C angegeben und wird im Bereich von 750 km liegen.

Foxtron Model T wird ein elektrischer Linienbus

Foxtron Model E Bus
Das erste Modell, das Foxtron auf die Straße bringt, ist ein Linienbus. Ab 2022 geht das Model T in den Linienbetrieb.

Das dritte Modell im Bunde ist der Foxtron Model T. Der Linienbus wird bereits 2022 mit ersten Fahrzeugen den Linienbetrieb im Süden Taiwans aufnehmen und hat bislang nach Unternehmensangaben rund 200.000 km an Beschleunigungstest absolviert. Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h. Außerdem erfüllt der Bus alle Regularien der amerikanischen Transportbehörde FTA. Die Reichweite geben die Taiwaner mit rund 400 km an.

Foxtron besitzt schon ein US-Werk

Wie ernst es Foxconn mit Foxtron meint, zeigt die bisherige Unternehmensentwicklung. So kaufte das Unternehmen bereits die Fabrik eines US-Start-ups und gründete Joint Ventures mit chinesischen Herstellern wie Geely. Auch mit Stellantis wird schon zusammengearbeitet, und zwar im Rahmen der Cockpit-Entwicklung vernetzter Autos. Von Taiwans Mega-Konzern wird im Bereich der E-Mobilität also noch einiges zu sehen sein.