Die jährliche Untersuchung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherer (GDV) zum Autodiebstahl zeigt: Auch bei Autodieben setzt sich umweltbewusstes Denken durch. 2009 stand ihnen der Sinn – gemessen am Fahrzegbestand – am häufigsten nach einem Lexus RX 400 Hybrid. Insgesamt 16,5 pro 1000 versicherter Fahrzeuge dieses Typs wechselten ungewollt den Besitzer. Der langjährige Liebling Porsche "Dickschiff" Cayenne stürzte auf der Beliebtheitsskala auf Rang 16 ab. Auf Platz zwei landeten BMW X5 und X6 3.0sd und VW T4 Multivan 2.5 TDI. Aber egal, was sich die Diebe aussuchen: Erstmals seit 1993 ist die Diebstahlrate im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, 2009 wurden rund 13 Prozent mehr Pkw als 2008 geklaut. Insgesamt verschwanden 2009 in Deutschland 18.215 kaskoversicherte Pkw.
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"Der Anstieg ist ärgerlich, nach 16 Jahren deutlichen Rückgangs bei den Autodiebstählen und Fortschritten in der Kfz-Diebstahlbekämpfung aber nicht dramatisch", so Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung. In den vergangenen Jahren waren die gemeldeten Diebstähle in der Kaskoversicherung noch um 2,2 (2008), 13 (2007) oder mehr als 20 Prozent (2006) zurückgegangen. Die Entschädigungssumme, die die Versicherungen an ihre Klienten auszahlen musste, lag 2009 bei insgesamt 219 Millionen Euro. Das ist eine Zunahme von 24,6 Prozent.

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Am meisten Sorgen machen um ihren Wagen müssen sich Autofahrer in Berlin. Gemessen am Fahrzeugbestand werden hier die meisten Autos geklaut, 3020 waren es 2009 insgesamt. Das sind 35,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die höchste Zunahme von Diebstählen hat mit insgesamt 38,7 Prozent Thüringen zu verzeichnen. Das geringste Diebstahlrisiko haben Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Hier wurden durchschnittlich nur 0,2 von 1000 Pkw gestohlen.