Gebrauchte SUVs für 5000 Euro
Viel SUV für wenig Geld

Gibt es gute SUVs für 5000 Euro? AUTO BILD ist den TÜV-Report durchgegangen und hat die SUVs zusammengestellt, die günstig sind und dem Prüfer ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
- Lars Hänsch-Petersen
- Patrick Seitz
Für 5000 Euro ein gutes SUV kaufen, geht das? Es geht. Es gibt ja zum Beispiel die zweite Generation vom Subaru Forester. Die ist nicht nur wegen ihrer Tauglichkeit für schlechte Wege ein Geheimtipp für Feld-, Wald- und Wiesenfahrer. Der TÜV kennt keine spezifischen Mängel, lobt den Japaner für seine Zuverlässigkeit. Ein bulliger Auftritt und das typische sonore Brummeln der kräftigen Boxermotoren kommen gratis obendrauf. Und das zu Preisen, die je nach Zustand zwischen 2500 und 4400 Euro starten.
Kleines Auto, schweres Gelände

Der Jimny ist in jeder Hinsicht ein Urvieh. Seine Stärken: Er klettert wie eine Gämse und ist für wirklich kleines Geld zu haben.
Bild: Werk
Ganz so wohlwollend wie den Forester betrachten die Prüfer den Suzuki Jimny nicht. Dafür leistet sich der kleine Klettermaxe in jungen Jahren zu viele Fehler. Aber, er hält seinen Gesamtzustand lange Zeit und ist für wirklich kleines Geld (ab 2100 Euro) zu haben. Außerdem eignet er sich dank Fliegengewicht, zuschaltbarem Vorderradantrieb, großen Rädern und Reduktionsgetriebe auch für richtig schweres Gelände. Ja, solches, wo sich sonst nur Mercedes G-Klasse und Land Rover Defender rantrauen. Schweres Gelände mag der Honda CR-V Typ RD nicht so gern. Seine Spezialität sind lange Strecken, auf denen er voll und ganz seine große Stärke ausspielen kann, sein Fahrwerk. Das ist nicht nur gut austariert, es hält lange. Eine für SUVs sonst völlig untypische Eigenschaft. Kosten für so einen CR-V: ab 4500 Euro.
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Sämtliche Stärken und Schwächen
In acht zentralen Mängelbereichen von A wie Achsaufhängung bis Ö wie Ölverlust an Motor und Antrieb fasst der TÜV die mehr als 100 Prüfpunkte zusammen, die bei einer HU abgehakt werden. fast neun Millionen Untersuchungen wurden für den aktuellen TÜV-Report berücksichtigt. Addiert man zu diesen Erkenntnissen die dokumentierten Mängel aus dem Kummerkasten von AUTO BILD und die Ergebnisse der Dauertests, dann kommen alle Stärken und Schwächen der ins Anforderungsprofil passenden Autos dabei heraus. Oder, um es in anderen Worten zu sagen, der Gesamteindruck pro Auto, den Sie in der Galerie finden.
Gebrauchte SUVs für 5000 Euro

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SUVs liegen im Trend, vor allem kompakte Exemplare. Problem: Sie sind alles andere als richtig günstig. Was also tun, wenn das Budget nur bei rund 5000 Euro liegt? Den Traum begraben? Nicht nötig. AUTO BILD hat den TÜV-Report ausgewertet und zeigt SUVs, die gut und günstig sind.
Bild: Raetzke

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Honda CR-V (Typ RD); Bauzeit: 2001-2006; Motoren: von 140 (2.2i-CTDI) bis 150 PS (2.0i); Insassensicherheit (EURO-NCAP-Crashtest) 2002: 4/5 Sternen.
Gebrauchtwagensuche: Honda CR-V
Bild: Christian Bittmann

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Das ist er: Der CR-V RD kam 2001 auf den Markt. Sein 2.0i ist keine Empfehlung, besser ist der 2,2 Liter große Diesel. Er macht speziell ab Baujahr 2004 dank seines Drehmoments einen souveränen Eindruck. Enttäuschend sind die gerade mal 1500 kg Anhängelast und der zögerlich zuschaltende Allrad des CR-V.
Bild: Toni Bader

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Das kann er: Lange Strecken und leichte Unwegsamkeit sind sein Terrain, schweres Gelände überfordert ihn. Innen zeigt sich der CR-V variabel, die Rückbank lässt sich verschieben und die Lehnen sich in der Neigung verstellen. Manko: die karge Sicherheitsausstattung. Selbst nach der Modellpflege 2004 verfügen noch nicht alle Exemplare über ESP und Seiten- bzw. Kopfairbags.
Bild: Toni Bader

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Das macht Ärger: gelegentliche Schäden am Turbo bei den Dieseln. Beim Pannendienst liegt der CR-V nur im Mittelfeld, ist weniger zuverlässig als der Vorgänger. Ärgerlich: Die Stromversorgung der Kraftstoffpumpe kann wegen schwacher Sicherungen und Leitungsschäden bisweilen instabil werden.
Bild: Toni Bader

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Fahrwerk und Bremsen sind für ein SUV überdurchschnittlich gut.
Bild: Toni Bader

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Beim Thema Umwelt machen weder rostende Abgasanlagen noch ölende Motoren Sorgen. Selbst als Elfjähriger ist der CR-V überdurchschnittlich oft mängelfrei. Einzig über die AU kann er stolpern.
Bild: Toni Bader

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8-/9-Jährige: km-Leistung 125.000 km (Durchschnitt: 113.000 km); ohne Mängel 65,2% (Durchschnitt: 60,2%); leichte Mängel 14,9% (Durchschnitt 14,9%); erhebliche Mängel 19,9% (Durchschnitt 24,9%); verkehrsunsicher 0,0% (Durschnitt 0,0%). Zusammengefasst sind die geprüften Autos gut, beim Thema Lenkung und Ölverlust an Motor und Antrieb bekommen sie sogar die Note sehr gut. Einzig die Achsaufhängung ist nur befriedigend.
Bild: Toni Bader

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10-/11-Jährige: km-Leistung 122.000 km (Durchschnitt: 128.000 km); ohne Mängel 56,5% (Durchschnitt: 52,4%); leichte Mängel 18,8% (Durchschnitt 16,1%); erhebliche Mängel 24,6% (Durchschnitt 31,4%); verkehrsunsicher 0,1% (Durschnitt 0,1%).
Bild: Toni Bader

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Zehn- und elfjährige CR-V sind gut in den Prüfbereichen Lenkung, Funktion der Bremse, Bremsbauteile, Auspuffanlage und Ölverluste an Motor und Antrieb. Befriedigend sind sie in den Bereichen Achsaufhängung, Achsfedern/Dämpfung und Beleuchtung.
Bild: Toni Bader

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Fazit: Der CR-V Typ RD schneidet selbst im hohen Alter deutlich besser ab als der Durchschnitt. Besonders beeindruckend ist das solide Fahrwerk, das sonst bei SUVs so gerne verschleißt. Durchbrennende Birnchen sind eher auf nachlässige Wartung als auf die Qualität des Autos zurückzuführen. Preise: ab 3800 Euro.
Bild: Holger Schaper

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Subaru Forester (Typ SG); Bauzeit: 2002-2008; Motoren: von 125 (2.0) bis 230 PS (2.5 Turbo); Insassensicherheit (Euro-NCAP-Crashtest): nicht getestet.
Gebrauchtwagensuche: Subaru Forester
Bild: Holger Schaper

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Das ist er: Der zweite Forester ist eleganter, wohnlicher und ansehnlicher als die erste Generation. 2005 hat Nummer zwei zudem ein umfassendes Facelift mit geänderter Front und neuem Innenraum bekommen. Der Kofferraum fasst 387 bis 1629 Liter. Insgesamt ist der Forester ein bulliger Allradler mit bis zu 1950 kg Anhängelast.
Bild: Holger Schaper

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Das kann er: Nummer zwei liegt gut in der Hand und fährt sich beinahe sportlich straff. Trotzdem kann der Subaru Gelände besser als die meisten anderen SUVs. Schwäche: Er ist nur mit 4-Zylinder-Boxerbenzinern zu haben. Die machen zwar bis zu 220 km/h Spitze, bei sportlicher Fahrweise genehmigt sich der 2.5 Turbo aber 20 Liter pro 100 km. Autsch!
Bild: Thomas Ruddies

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Das macht Ärger: Der TÜV kennt keine typischen Mängel des Forester II, der Japaner ist ein solider und zuverlässiger Allradler.
Bild: Thomas Ruddies

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Umwelt: Über defekte Schalldämpfer klagen Forester-Eigner öfter, trotzdem sind die Abgaswerte in Ordnung. Ölverluste an Motor und Antrieb werden kaum moniert.
Bild: Thomas Ruddies

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8-/9-Jährige: km-Leistung 129.000 km (Durchschnitt: 118.000 km); ohne Mängel 68,9% (Durchschnitt: 59,8%); leichte Mängel 12,6% (Durchschnitt 13,3%); erhebliche Mängel 18,5% (Durchschnitt 26,8%); verkehrsunsicher 0,0% (Durchschnitt 0,1%).
Bild: Thomas Ruddies

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Die Note sehr gut bekommen acht- und neunjährige Forester in den Prüfbereichen Achsaufhängung, Lenkung, Funktion der Fußbremse und Ölverlust an Motor und Antrieb. Gut sind sie in den Bereichen Beleuchtung und Bremsbauteile, befriedigend, was Achsfedern und Dämpfung angeht. Einzig in Bezug auf die Auspuffanlage kommen sie über ein ausreichend nicht hinaus.
Bild: Thomas Ruddies

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10-/11-Jährige: km-Leistung 138.000 km (Durchschnitt: 133.000 km); ohne Mängel 67,6% (Durchschnitt: 52,5%); leichte Mängel 13,0% (Durchschnitt 15,3%); erhebliche Mängel 19,3% (Durchschnitt 32,1%); verkehrsunsicher 0,1% (Durchschnitt 0,1%).
Bild: Thomas Ruddies

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Zehn- und elfjährige Forester schneiden überall sehr gut ab, es sei denn, es geht um Achsfedern und Dämpfung oder um die Auspuffanlage. Im ersten Prüfbereich bekommt der Waldläufer "nur" ein gut, im zweiten sogar nur ein ausreichend.
Bild: Thomas Ruddies

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Fazit: Die zweite Generation des Forester gilt dank ihrer guten Geländetauglichkeit als Geheimtipp für Feld-, Wald-, und Wiesenfahrer. Ihre geringen Mängelquoten im Vergleich zur Konkurrenz machen sie zur Empfehlung. Wegen möglichen Einsatzes abseits des Asphalts sollte vor dem Kauf aber ein Blick auf Federn und Dämpfer geworfen werden. Preise: starten zwischen 2500 und 4400 Euro.
Bild: Thomas Ruddies

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Toyota RAV4 (Typ A2); Bauzeit: 2000-2006; Motoren: von 115 (D-4D) bis 150 PS (2.0); Insassensicherheit (Euro-NCAP-Crashtest): nicht getestet.
Gebrauchtwagensuche: Toyota RAV4
Bild: Ronald Sassen

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Das ist er: Der zweite RAV ist größer, aber nicht schwerer als sein Vorgänger. Zum ersten Mal ist der Schlechtwege-Toyota auch mit Common-Rail-Diesel zu haben. Der Kunde kann zwischen 4x2 und 4x4 wählen. Der Fünftürer ist 21 cm länger als der Dreitürer, die hinteren Einzelsitze lassen sich beliebig verstellen. Ab dem Facelift 2003 gibt es den A2 serienmäßig mit ESP und acht statt zwei Airbags.
Bild: Toni Bader

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Das kann er: Der RAV4 ist weder eine echte Zugmaschine noch ein wirklicher Offroader. Dafür bietet er ein recht komfortables Fahrwerk und bequeme Vordersitze für lange Strecken. Zu emfehlende Motoren sind der 150-PS-Benziner und der Selbstzünder mit 115 PS.
Bild: Toni Bader

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Das macht Ärger: Die Hochdruckpumpe des D-4D neigt zu ärgerlichen Zicken. Im Gegensatz zu den Benzinern, sie zeigen sich völlig unproblematisch. Die Kupplung der Diesel ist für den Hängerbetrieb darüber hinaus eindeutig zu schwach.
Bild: Ronald Sassen

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Mit dem Fahrwerk gibt es keinerlei Probleme. Weder Rost noch andere Mängel fallen Eignern und Prüfern auf. Anders die Beleuchtung.
Bild: Holger Schaper

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Im Prüfbereich Umwelt bekommt der RAV4 ausschließlich Lob. Alle begutachteten Fahrzeuge sind sauber, Ölverlust an Motor oder Getriebe ist ein Fremdwort. Bei der AU gibt es ebenfalls keine Probleme, die Abgasanlage ist langlebig.
Bild: Wolfgang Groeger-Meier

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10-/11-Jährige: km-Leistung 113.000 km (Durchschnitt: 128.000 km); ohne Mängel 66,9% (Durchschnitt: 52,4%); leichte Mängel 14,4% (Durchschnitt 16,1%); erhebliche Mängel 18,7% (Durchschnitt 31,4%); verkehrsunsicher 0,0% (Durchschnitt 0,1%). Die ältesten geprüften RAV sind durchweg sehr gut, bis auf die guten Prüfbereiche Achsfedern/Dämpfung, Funktion der Fußbremse, Bremsbauteile und Auspuffanlage.
Bild: Christian Bittmann

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Fazit: Mit einem RAV4 A2 macht man als Käufer nicht viel falsch. Es gibt kaum bekannte Mängel. Und nicht nur das. Der A2 schlägt sich sogar besser als sein Nachfolger! Auf die Bremsen sollte vor dem Kauf trotzdem geachtet werden. Preise: ab 3800 Euro.
Bild: Christian Bittmann

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Suzuki SX4: Bauzeit: seit 2006; Motoren: von 99 (1.5) bis 135 PS (2.0 DDiS); Insassensicherheit (Euro-NCAP-Crashtest): 2006: 4/5 Sternen.
Gebrauchtwagensuche: Suzuki SX4
Bild: Werk

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Das ist er: Der SX4 ist baugleich mit dem Fiat Sedici und läuft in Ungarn vom Band. Seine Stärke ist die Langzeitqualität. Mit jeder HU wird die Gesamtnote besser. Darüber hinaus bietet der SX4 genug Platz für vier, eine gute Übersicht, flotte Diesel und eine gute Austattung. ESP ist allerdings erst ab 2008 überall Serie.
Bild: Werk

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Das kann er: Für Stadtfahrer ist der 4x2 der Richtige, für Jäger und Co der 4x4 mit erhöhter Bodenfreiheit. Mit Allrad ist der SX4 1400 kg schwer, das sollte im Hinblick auf den Verbrauch einkalkuliert werden. Der Fiat-Diesel zeigt sich zwar nicht sehr laufruhig, er hat im Gegensatz zu den Benzinern aber genug Durchzug. Als 4x2 mit 135-PS-Diesel kommt der SX4 mit weniger als fünf Litern aus.
Bild: Werk

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Das macht Ärger: Rußpartikelfilter verstopfen auf Kurzstrecke, Turbolader-Defekte gelegentlich beim DDiS auf. Dazu überdurchschnittlicher Kupplungsverschleiß der Allradversionen. Aufhängungen, Federn und Dämpfer könnten stärker sein. Rückrufe: Haltebänder Kraftstofftank können sich lösen (2015), Verschraubung zwischen Lenksäule und -getriebe ebenfalls (2012) sowie Außenspiegel (2011) oder Katalysator (2008, Klappern im Abgasrohr).
Bild: Sven Krieger

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Die Beleuchtung vorne zickt hier und dort, einige Besitzer bemängeln zudem die unzureichend wirkende Fußbremse. An der Handbremse fallen den Prüfern schon bei der ersten HU manchmal Probleme auf. Dafür verlieren SX4 selten Öl, die Bremsleitungen glänzen mit ihrer hervorragenden Langzeitqualität und es gibt so gut wie keine Schwierigkeiten bei der AU.
Bild: Toni Bader

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2-/3-Jährige: km-Leistung 35.000 km (Durchschnitt: 50.000 km); ohne Mängel 86,2% (Durchschnitt: 86,5%); leichte Mängel 6,6% (Durchschnitt 5,7%); erhebliche Mängel 7,2% (Durchschnitt 7,8%); verkehrsunsicher 0,0% (Durchschnitt 0,0%). Bei solchen Fahrzeugen lohnt besonders der Blick auf Achsfedern und Dämpfung. Dieser Prüfbereich wird nur mit mangelhaft bewertet. Auch Funktion der Bremse und Ölverlust am Motor und Antrieb erhalten nur ein ausreichend. Dafür sind Achsaufhängung und Lenkung sehr gut.
Bild: Toni Bader

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4-/5-Jährige: km-Leistung 57.000 km (Durchschnitt: 69.000 km); ohne Mängel 78,6% (Durchschnitt: 76,5%); leichte Mängel 9,1% (Durchschnitt 10,3%); erhebliche Mängel 12,3% (Durchschnitt 13,2%); verkehrsunsicher 0,0% (Durchschnitt 0,0%). Bei den vier- und fünfjährigen SX4 erreichen die Bremsbauteile sehr gute Ergebnisse, die Beleuchtung und Auspuffanlage sind noch gut. Achsaufhängung, Bremsfunktion sind nur noch ausreichend und die Achsfedern und Dämpfung erhalten sogar nur eine mangelhafte Bewertung.
Bild: Sven Krieger

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6-/7-Jährige: km-Leistung 78.000 km (Durchschnitt: 97.000 km); ohne Mängel 72,8% (Durchschnitt: 67,8%); leichte Mängel 10,5% (Durchschnitt 13,1%); erhebliche Mängel 16,7% (Durchschnitt 19,1%); verkehrsunsicher: 0,0% (Durchschnitt 0,0%). Bei sechs- und siebenjährigen Autos bekommt der Prüfbereich Bremsbauteile die Note sehr gut, gut sind die Auspuffanlage und ...
Bild: Sven Krieger

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... Beleuchtung, befriedigend die Lenkung und die Ölverluste an Motor und Antrieb. Vorsicht ist bei den nur mit ausreichend bewerteten Bereichen Achsaufhängung und Funktion der Bremse und den mangelhaften Achsfedern und Dämpfung geboten. Fazit: Der Suzuki ist ein Auto, das mit den Jahren statistisch immer besser wird. Der Gegenwert fürs Geld ist hoch. Dennoch sollten vor einem Kauf immer die vorderen Leuchten geprüft, die Handbremse getestet und Achsfedern und Dämpfung angesehen werden. Preise: ab 4900 Euro.
Bild: Sven Krieger

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Suzuki Jimny: Bauzeit: seit 1998; Motoren: von 65 (1.5 DDiS) bis 86 PS (1.4); Insassensicherheit (Euro-NCAP-Crashtest): nicht geprüft. Der Jimny ist zwar als Ausgangsbasis nur Durchschnitt, er hält diesen Zustand aber bis ins Alter. Außerdem ist er ein richtiger Geländegänger.
Gebrauchtwagensuche: Suzuki Jimny
Bild: Werk

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Das ist er: Sein Vorgänger SJ begründete Suzukis Geländewagen-Tradition. Der Jimny ist ein Verweigerer schnelllebiger Automoden. Er ist frei von Schickimicki, beschränkt sich auf das Minimum. Kein ESP, keine Seiten- oder Kopfairbags. Der Platz ist knapp. 2012 gab es ein leichtes Facelift.
Bild: Sven Krieger

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Das kann er: Dank Fliegengewicht, zuschaltbarem Vorderradantrieb, großen Rädern und Reduktionsgetriebe kommt er im Gelände deutlich weiter als viele andere SUVs. Die Benziner könnten mehr Drehmoment vertragen. Die ab 2004 erhältlichen Diesel von Renault machen es besser, allerdings ist die Federung für Langstrecken zu hart.
Bild: Sven Krieger

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Das macht Ärger: Radlagerschäden sind bekannt, vor allem bei den Baujahren 2003 bis 2006. Schlackernde Lenkräder rühren von Radunwuchten, ausgeschlagenen Radaufhängungen, Lenkungsteilen und verschlissenen Lenkgetrieben her. In Einzelfällen kämpft der Jimny mit defekten Verteilergetrieben, Turboschäden und abgenutzen Schlüsseln.
Bild: Werk

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Ab dem elften Jahr kann am Fahrwerk Rost auftreten. Die Achsaufhängung ist bei jungen Modellen auffälliger als bei den älteren. Die Lenkung kann im fünften und siebten Jahr anfällig werden. Die Bremsleitungen rosten und die Scheiben verschleißen schnell, kein rühmliches Kapitel für den kleinen Japaner. Ab der zweiten HU drohen zudem Ölverluste am Antrieb und der Auspuff gammelt.
Bild: Sven Krieger

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2-/3-Jährige: km-Leistung 29.000 km (Durchschnitt: 50.000 km); ohne Mängel 84,8% (Durchschnitt: 86,5%); leichte Mängel 6,6% (Durchschnitt 5,7%); erhebliche Mängel 8,6% (Durchschnitt 7,8%); verkehrsunsicher: 0,0% (Durchschnitt 0,0%). Bei Gebrauchten in diesem Alter sollten unbedingt alle Teile der Bremse und deren Funktion überprüft werden.
Bild: Sven Krieger

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4-5/6-7-Jährige: km-Leistung 47.000/67.000 km (Durchschnitt: 69.000/97.000 km); ohne Mängel 75,5/66,7% (Durchschnitt: 76,5/67,8%); leichte Mängel 8,7/14,0% (Durchschnitt 10,3/13,1%); erhebliche Mängel 15,8/19,3% (Durchschnitt 13,2/19,1%); verkehrsunsicher 0,0% (Durchschnitt 0,0%). Unbedingt ansehen: Lenkung, Achsaufhängung, Bremse, Auspuff und Motor und Antrieb.
Bild: Erwin Fleischmann

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8-/9-Jährige: km-Leistung 77.000 km (Durchschnitt: 113.000 km); ohne Mängel 61,1% (Durchschnitt: 60,2%); leichte Mängel 15,9% (Durchschnitt 14,9%); erhebliche Mängel 23,0% (Durchschnitt 24,9%); verkehrsunsicher: 0,0% (Durchschnitt 0,0%). Augen auf bei der Bremse, Motor und Antrieb und dem Auspuff.
Bild: Thomas Ruddies

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10-/11-Jährige: km-Leistung 95.000 km (Durchschnitt: 128.000 km); ohne Mängel 57,4% (Durchschnitt: 52,4%); leichte Mängel 16,6% (Durchschnitt 16,1%); erhebliche Mängel 25,7% (Durchschnitt 31,4%); verkehrsunsicher: 0,3% (Durchschnitt 0,1%). Bei den ältesten geprüften Jimny benötigen die Bremse, Lenkung und der Auspuff einen besonders genauen Blick.
Bild: Thomas Ruddies

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Fazit: Der Jimny ist die richtige Wahl für jeden, der für kleines Geld ernsthaft ins Gelände will. Eine gute Werkstatt zu kennen schadet nicht, denn die Schwächen an Bremse und Auspuff und der Ölverlust an Motor und Antrieb können eine dauerhafte Beziehung ganz schön vermiesen. Positiv: Die Fahrgelenke sind auch im Alter noch okay. Preise: ab 2500 Euro.
Bild: Sven Krieger

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VW Touareg (Typ 7L): Bauzeit: 2002 - 2010; Motoren: von 174 (2.5 TDI) bis 450 PS (W12), Insassensicherheit (Euro-NCAP-Crashtest): 2004: 5/5 Sternen.
Gebrauchtwagensuche: Volkswagen Touareg
Bild: Sven Krieger

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Das ist er: Der Touareg ist direkt verwandt mit Porsche Cayenne und Audi Q7, Cousins zweiten Grades sind Phateon und Bentley Continental. Innen verwöhnt er je nach Wunsch mit kühlem Alulook oder nobler Edelholz-Clubatmosphäre. ESP und mindestens sechs Airbags sind Serie. Sahnehäubchen: das höhenverstellbare Luftfahrwerk (bei kleineren Motoren aufpreispflichtig).
Bild: Sven Krieger

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Das kann er: Schweres Gelände bezwingen, 3,5 Tonnen schwere Anhänger ziehen, mit Tempo 200 über die Autobahn fahren. Tipp: Den V6-Diesel nehmen, er ist der erste mit Rußfilter. Beim R5 TDI ist die Filternachrüstung möglich. Der 3,2-Liter-V6 wirkt zu schwach für die 2,4 Tonnen, erst 2005 kam genug Drehmoment. V8 oder mehr sind nur als Diesel oder mit eigener Ölquelle zu betreiben.
Bild: Sven Krieger

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Das macht Ärger: das Kardanwellen-Mittellager. Es kann aber von Fachbetrieben in Stand gesetzt werden. Sonst sind Motoren und Allradmechanik unauffällig. Nur der R5 TDI neigt zu leichter Ölinkontinenz. Außerdem kann seine Kraftstoffpumpe streiken. Defekte Turbo oder Kopfdichtungen bei den TDIs liegen meist an Chiptuning. Rückrufe gab es wegen der Feststellbremse und den Gurtschlössern.
Bild: Sven Krieger

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Die letzten Baujahre kranken an der Lenkung und an der Radaufhängung. Ab dem siebten Jahr sorgt Korrossion am Hilfsrahmen für nur durchschnittliche Noten. Für SUVs ausgezeichnet: Es gibt kaum Beanstandungen an Lenkgestänge und Antriebswellen. Die Scheinwerfer des Touareg machen gern Probleme, bei jüngeren Modellen auch die Rückleuchten. Die Lichteinstellung ist dagegen sorgenfrei.
Bild: Sven Krieger

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Die Feststellbremse hebt den Mängelschnitt des Touareg extrem an, bei sechs- und siebenjährigen Autos kann dazu die Fußbremse Ärger machen. Positiv: Für SUVs gibt es erfreulich wenig Beanstandungen an Bremsleitungen und Bremsscheiben. Aber, rund doppelt so viele Touareg wie der Durchschnitt sind ölinkontinent. Ältere Modelle fallen außerdem gerne mal durch die AU.
Bild: Uli Sonntag

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6-/7-Jährige: km-Leistung 125.000 km (Durchschnitt: 97.000 km); ohne Mängel 67,4% (Durchschnitt: 67,8%); leichte Mängel 15,1% (Durchschnitt 13,1%); erhebliche Mängel 17,5% (Durchschnitt 19,1%); verkehrsunsicher: 0,0% (Durchschnitt 0,0%). Sehr gut bei der Auspuffanlage und Achsfedern und Dämpfung. Die Beleuchtung ist gut, dagegen sind Lenkung, Funtktion der Bremse und die Bremsbauteile nur befriedigend. Vorsicht bei der ausreichenden Achsaufhängung und den mangelhaft bewerteten Ölverlusten an Motor und Antrieb.
Bild: Ralf Timm

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8-/9-Jährige: km-Leistung 147.000 km (Durchschnitt: 113.000 km); ohne Mängel 63,8% (Durchschnitt: 60,2%); leichte Mängel 13,9% (Durchschnitt 14,9%); erhebliche Mängel 22,3% (Durchschnitt 24,9%); verkehrsunsicher: 0,0% (Durchschnitt 0,0%). Acht- und neunjährige Touareg müssen unbedingt auf Ölverlust an Motor und Antrieb überprüft werden. Zusätzlich zu der nur ausreichenden Bremse und Lenkung.
Bild: Ralf Timm

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Fazit: Der Trend hält bereits seit Jahren an, jüngere Modelle schneiden bei der HU relativ betrachtet schlechter ab als die ersten Baujahre. Der Touareg ist bei allen Untersuchungen deutlich besser als Durchschnitt, was selten ist bei so großen SUVs. Preise: ab 5000 Euro.
Bild: Ralf Timm
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